Elternbildungstag im bbz freiamt in Wohlen: Weiterbildung in Sachen Erziehung
Im bbz wurde der Elternbildungstag Freiamt zum 9. Mal durchgeführt. Er versprach auch in der diesjährigen Ausführung neun interessante Kurse rund um die Beziehung zwischen Eltern ...
Elternbildungstag im bbz freiamt in Wohlen: Weiterbildung in Sachen Erziehung
Im bbz wurde der Elternbildungstag Freiamt zum 9. Mal durchgeführt. Er versprach auch in der diesjährigen Ausführung neun interessante Kurse rund um die Beziehung zwischen Eltern und Kindern. Der Schwerpunkt in diesem Jahr lag auf den Kleinkindern.
Die Erziehung ist keine leichte Sache – weder für Eltern noch für Kinder. «Was für Werte vermittle ich, wie hole ich das Beste aus meinem Kind heraus? Wie setze ich Grenzen?» Diese Themen und noch weitere greift der Elternbildungstag Freiamt auf. Dass die Eltern froh um Tipps und Tricks sind, wird auch dieses Jahr deutlich. 118 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am Samstag ins bbz freiamt nach Wohlen. «Gewisse Themen sind der Dauerbrenner», weiss Nicole Arm, Koordinatorin des Organisationsteams. Alle Kurse, welche den Schwerpunkt auf Frust und/ oder Wut legen, seien in kürzester Zeit ausgebucht.
Die eigene Position stärken
Diese Tendenz bestätigte sich einmal mehr in den Kursbuchungen. Der Kurs «FRUST – Kinder zeigen Gefühle – Eltern auch!» war bereits sehr früh ausgebucht und für den Vorund Nachmittagskurs mussten die Teilnehmerzahlen erhöht werden. Viele Kinder reagieren auf Enttäuschungen oder Niederlagen mit Wut oder Aggression. Die Eltern lernen in dem Kurs, wie man dem Kind helfen und seine eigene Frustrationstoleranz verbessern kann. Für Nicole Arm ist das rege Interesse seitens der Eltern ein gutes Zeichen: «Die Eltern nehmen an diesen Kursen teil und stärken sich selber und ihre Position in der Eltern-Kind-Beziehung. Sie übernehmen Eigenverantwortung.»
Kurse für Kleinkinder
Normalerweise liegt am Elternbildungstag der Fokus auf Kindergartenkindern bis zur Pubertät. Die letzten beiden Jahre experimentierte man mit der Themenwahl. Letztes Jahr lag der Schwerpunkt auf erwachsenen Kindern, die noch zu Hause wohnen. Dieses Jahr werden die Kleinkinder thematisiert.
Auf den Punkt gebracht
Die Umsetzung war aber alles andere als leicht. Die Verteilung der Informationsf lyer gestaltete sich als schwierig, weil die Zielgruppe nicht so leicht zu erreichen war. Die Kurse waren dennoch gut besucht. So referierte Rita Messmer, Autorin, Pädagogin und Erwachsenenbildnerin, wie man beim Baby seine biologischen Anlagen herausfindet, damit dieses den eigenen Charakter bereits im Kleinkindalter entfalten kann, während Manuela Meyer-Mäder, Mütter- und Väterberaterin, die Eltern ermutigt, sich auf die Stärken der Kleinkinder anstatt auf die Schwächen zu konzentrieren. Dies bringe Gelassenheit mit in die Erziehung ein.
Die Kolumnisten Schreiber vs. Schneider bildeten den kulturellen Schlusspunkt der Veranstaltung. Mit ihren kultivierten, witzigen und provokanten Dialogen gaben die beiden passend zum Anlass ihre Kolumnen rund um Elternerziehungskurse sowie Beziehungen und über das Elternsein zum Besten. «Jede Phase des Kindes ist eine schwierige Phase», weiss Schneider. Und Schreiber zwinkert: «Wer von Ihnen Kleinkinder hat: Wir wissen, es ist stressig. Aber keine Angst, die Phase legt sich und dann wird es einfach anders – stressig.» Vermutlich nicht das, was die Eltern hören wollten. --cbl