Von null auf hundert
03.09.2019 Region BremgartenErfolgreicher Regionaltag der Feuerwehr
Bei grosser Hitze massen sich 30 Mannschaften aus verschiedenen Feuerwehren in drei Disziplinen in Künten. Das Freiamt dominierte die Gesamtrangliste mit dem zweiten und dritten Platz.
Roger ...
Erfolgreicher Regionaltag der Feuerwehr
Bei grosser Hitze massen sich 30 Mannschaften aus verschiedenen Feuerwehren in drei Disziplinen in Künten. Das Freiamt dominierte die Gesamtrangliste mit dem zweiten und dritten Platz.
Roger Wetli
Das Schulhausareal in Künten war am Samstag fest in der Hand der Feuerwehr. Drei Parcours hatten die Mannschaften, bestehend aus je acht Personen, zu absolvieren. Gewertet wurde pro Disziplin und gesamthaft. «Wir sind sehr zufrieden», strahlte OK-Präsident Bernhard Kohler. Er hatte den Tag zusammen mit «seiner» Feuerwehr Region Heitersberg-Reusstal organisiert.
Schwere Uniformen getragen
In Künten wurde der 48. Regionaltag erst zum zweiten Mal überhaupt ausgetragen. Der erste fand hier 1985 statt. Die Feuerwehren aus den Bezirken Baden, Bremgarten, Zurzach und aus Dietikon traten trotz hohen Temperaturen in feuerfesten und schweren Uniformen an. Um der Hitze zu trotzen, war den Teilnehmenden das Tragen von T-Shirts erlaubt. An allen drei Posten galt es, einen Parcours innert möglichst kurzer Zeit gemeinsam zu absolvieren. «Es ist sehr streng», erklärte die Feuerwehr Mutschellen. «Man muss hier den Körper quasi von null sofort auf hundert bringen. Es macht aber riesig Spass.»
Beim Posten Rettung wurde eine Puppe an einer Tragbahre festgebunden, diese über eine Leiter auf ein Gestell gezogen und von dort per Seilzug zum Ausgangspunkt bewegt. Dort wurde die Trage wieder abgenommen, die Puppe fachgerecht abgeschnallt und die Trage für den nächsten Wettkampf bereit gemacht. Erst dann stoppte die Zeit. Die Mannschaft der Feuerwehr Rudolfstetten-Friedlichberg erreicht hier den dritten Schlussrang und somit das beste Resultat der Freiämter Mannschaften.
Durch Mellingen besiegt
Dasselbe Resultat erzielten sie beim Posten «Löschen», wobei sie zwischenzeitlich sogar die Bestzeit innehatten. Hier mussten die Feuerwehrleute eine Löschleitung legen, die durch ein ausgebranntes Fahrzeug führte. War diese funktionstüchtig, wurde mit zwei Spritzen auf ein Ziel Wasser gelassen. Bei einem zweiten Posten wurden gleichzeitig Büchsen umgespritzt. «Wir haben bei diesem Posten die anderen Mannschaften beobachtet und daraus unsere Lehren gezogen, wie wir es besser machen können», erzählte die Feuerwehr Rudolfstetten-Friedlisberg nach ihrer grandiosen Leistung. «Für ein tolles Resultat braucht es eine gute Koordination aller acht Mannschaftsmitglieder.» Die Feuerwehr Mutschellen war gleich mit drei Mannschaften angetreten. Eine davon erreichte beim Posten «Löschen» gar den ersten Platz. Keinen Freiämter Podestplatz gab es beim Posten «Plausch», wo in einem Parcours, bestehend aus Sackhüpfen und verschiedenen Hindernisüberquerungen, viel Geschicklichkeit erforderlich war.
Trotzdem sprach das Endresultat der Gesamtwertung für das Freiamt. Rudolfstetten-Friedlisberg erreichte vor Mutschellen den zweiten Platz. Beide Mannschaften mussten sich Mellingen geschlagen geben. Etwas abgeschlagen waren dagegen Bremgarten (16.) und die beiden anderen Mutscheller Mannschaften (22. und 29. von 30). Nicht mitgemacht hatte die Feuerwehr Region Heitersberg-Reusstal, weil diese den Anlass organisiert hatte.
Kameradschaft im Zentrum
Im Mittelpunkt stand aber nicht das Resultat, sondern die Kameradschaft zwischen den Feuerwehren. Diese wurde rege gepflegt. Kinder konnten ebenfalls Löschübungen absolvieren und einen Helikopter-Flug-Simulator bedienen. Für Unterhaltung sorgten zudem das heimische «K-City Chörli», eine Dance Crew und eine Partyband.



