Streetsoccer für alle
06.09.2019 WohlenHinter dem Schüwo-Park hat die Offene Jugendarbeit ein Spielfeld aufgebaut
Dreieinhalb Wochen wird das Streetsoccerfeld auf der alten Bodenplatte stehen. Damit soll temporär eine neue Begegnungszone entstehen.
Chantal ...
Hinter dem Schüwo-Park hat die Offene Jugendarbeit ein Spielfeld aufgebaut
Dreieinhalb Wochen wird das Streetsoccerfeld auf der alten Bodenplatte stehen. Damit soll temporär eine neue Begegnungszone entstehen.
Chantal Gisler
Die Offene Jugendarbeit Wohlen hat Grosses vor: Während dreieinhalb Wochen will man auf der alten Bodenplatte hinter dem Schüwo-Park eine Begegnungszone schaffen. Und zwar mit einem Streetsoccerfeld. «Wir haben einen Materialpool, bei dem wir die Anlage ausleihen können», erklärt Jugendarbeiter Luca Baldelli. Jetzt sei der Augenblick ideal, denn es ist nicht zu heiss zum Spielen.
Mithilfe von Zivi Simon Sieroka und Praktikantin Céline Haller stellt Baldelli zuerst das Grundgerüst auf. Mit 10 auf 15 Metern ist das Streetsoccerfeld deutlich kleiner als ein Fussballplatz. Anschliessend werden die weissen Banden montiert. Auf den langen Seiten wird noch eine Öffnung für das Tor angebracht. Nach etwa zwanzig Minuten steht das Grundgerüst des Felds. «Jetzt kommt der schwierige Teil», so Baldelli. Ein dunkelgrünes Netz soll das Feld umrahmen, damit kein Ball nach aussen dringen kann. «Unser Ziel ist es, den Jugendlichen einen neuen Begegnungsort zu geben», so Baldelli. Auch können die Jugendarbeiter so mit den Jugendlichen in Kontakt kommen.
Ursprünglich andere Idee
«Streetsoccer ist ein sehr schnelles Spiel», erklärt Baldelli. Eine Runde dauert etwa sechs bis neun Minuten, je nach System. Gespielt wird in Teams von drei bis sechs Spielern. Einen Schiedsrichter gibt es nicht, Probleme müssen die Spieler selbst aushandeln. «Wir haben schon einmal ein Streetsoccerfeld beim Junkholz aufgestellt», erzählt Baldelli. «Es kam bei den Jugendlichen sehr gut an.» Doch wie es jetzt wird, kann der Jugendarbeiter nicht abschätzen. «Es ist das erste Mal, dass wir das Feld so lange stehen lassen.»
Ein erster Plan war es, das Spielfeld in der Badi aufzubauen. «Aber wir hatten Bedenken wegen der Wiese», erklärt Luca Baldelli. «Dieser Platz eignet sich zudem viel besser, um einen freien Zugang zu ermöglichen. Das ist uns sehr wichtig, um ein gutes Angebot anzubieten.» Auf der Suche nach neuen Ideen kam das Team auf den Platz hinter dem Schüwo-Park. «Der Skatepark hier hinten wird von den Jugendlichen rege genutzt, sie treffen sich dort, um zu fahren, aber auch einfach zum Chillen.» Es sei der ideale Ort, um ein weiteres Angebot auf die Beine zu stellen. Nach Rücksprache mit Christian Meier, dem Geschäftsführer des Schüwo-Parks, konnte das Projekt starten. Nach dem Aufbau wird Simon Sieroka täglich einmal vorbeikommen, um nach dem Rechten zu sehen. Noch während Baldelli, Haller und Sieroka die Anlage aufstellen, kommen die ersten Jugendlichen vorbei. Sie sind sich einig: Die neue Streetsocceranlage muss gleich getestet werden. «Sie hatten grosse Freude daran», sagt Baldelli. Es freut ihn, dass die Idee so gut ankommt. «Insgesamt haben schon rund dreissig Personen die Streetsocceranlage genutzt.» Den Platz darf man täglich von 8 bis 21 Uhr nutzen. Und bei dem Spass, den die Jugendlichen hatten, werden es in den kommenden Wochen wohl noch mehr sein.



