Nächste Etappe beim Bushof
20.09.2019 WohlenDie Arbeiten für die Neugestaltung des Bahnhofplatzes und den Bau eines Bushofes schreiten exakt nach Terminplan voran. Und so erfolgt – wie beim Spatenstich im Frühling angekündigt – am 30. September der Start zur nächsten Etappe. Nachdem die Vorarbeiten erledigt ...
Die Arbeiten für die Neugestaltung des Bahnhofplatzes und den Bau eines Bushofes schreiten exakt nach Terminplan voran. Und so erfolgt – wie beim Spatenstich im Frühling angekündigt – am 30. September der Start zur nächsten Etappe. Nachdem die Vorarbeiten erledigt sind, kann nun mit dem Aushub für die neue Tiefgarage begonnen werden.
Diese Arbeiten bringen es mit sich, dass der Verkehr neu geregelt werden muss. Der Weg von der Bahnhofstrasse zur Post erfolgt ab dem 30. September wieder wie früher über die Aargauerstrasse. Allerdings kann aus Platzgründen nur eine Spur genutzt werden, daher wird für den motorisierten Verkehr ein Einbahnregime eingeführt. Die neue Situation hat aber auch Auswirkungen auf den Busverkehr, mehrere Haltestellen müssen verlegt werden. Und auch Velofahrer und Fussgänger müssen ab Ende September umdenken und neue Wege benutzen. --chh
Jetzt geht es in die Tiefe
Bei den Bauarbeiten am Bahnhof beginnt am Montag, 30. September die nächste Etappe
Pendler aufgepasst: In gut einer Woche wird sich rund um den Bahnhof einiges verändern. Mit dem Start des Aushubs der Tiefgarage müssen sich Autofahrer, Fussgänger, Velofahrer und Buspassagiere an neue Verkehrswege gewöhnen. Im Baustellenbereich gilt zudem neu ein Einbahnregime.
Chregi Hansen
Es handelt sich um ein Grossprojekt für die Gemeinde. Doch bisher gab es beim Bau des neuen Wohler Bushofes nur wenig Grosses zu sehen. Doch das wird sich schon bald ändern. Ab Oktober fahren die grossen Maschinen beim Bahnhof auf
«Bisher waren wir vor allem mit Vorbereitungsarbeiten beschäftigt», erklärt Bauleiter Robert Strukely von der Firma Gähler Partner. Insbesondere mussten diverse Werkleitungen verlegt werden, um Platz zu schaffen für die Tiefgarage. Zudem wurde die Aargauerstrasse sowie deren Trottoir im Bereich des Bahnhofs saniert – denn über diese führt während der nächsten Bauetappe der ganze Verkehr. Und derzeit wird neben dem Kiosk der neue, doppelstöckige Veloständer montiert. Diese Arbeiten sollen alle bis Ende nächster Woche abgeschlossen sein.
Ampel für die Postautos
Ab dem 30. September gilt dann ein neues Verkehrsregime. Statt wie bisher entlang der Geleise werden die Autos nun auf der Aargauerstrasse um den Bahnhof geführt. Weil die Platzverhältnisse allerdings sehr eng sind, wird neu ein Einbahnregime eingeführt. Heisst: Ab dann kann der Bahnhofplatz nur noch von der Bahnhofstrasse her Richtung Post befahren werden. Die Einbahn-Regel gilt nur für den Baustellenbereich, die Post kann weiterhin von beiden Seiten angefahren werden. Eine Ausnahme gilt für den Busverkehr. Postautos und Ortbusse dürfen den Bahnhof wie gewohnt von der anderen Seite her bedienen. Damit das möglich ist, wird vor dem «Feldschlösschen» eine Ampel montiert. Die steht normalerweise immer auf Grün, wird bei der Einfahrt eines Busses aber auf Rot umgestellt.
Apropos Busse: Der Start der nächsten Etappe erfordert auch eine Verlegung der Haltestellen. Dabei können sich die Pendler aber freuen. Mit Ausnahme einer einzigen Linie (346 Wohlen–Villmergen–Dottikon– Dintikon) fahren in Zukunft alle Fahrzeuge direkt vor dem Bahnhof ab. Sechs Linien ab den Haltestellen beim Bahnhof der BDB, für drei weitere Linien werden neue Haltestellen neben dem Kiosk eingerichtet. Das bringt Vorteile und macht das Umsteigen von Zug auf Bus und umgekehrt deutlich einfacher. Und Passagiere, die verzweifelt den richtigen Bus suchen, werden wohl seltener. Die neuen Haltestellen gelten ab dem Sonntag, 29. September.
Umgewöhnen müssen sich auch Fussgänger und Velofahrer. Auch ihr Weg führt nicht mehr den Geleisen entlang, sondern auf dem sanierten Trottoir entlang der Aargauerstrasse. Dieses dürfen übrigens auch die Velofahrer nutzen. Für die nächste Etappe gesperrt wird zudem die neue Unterführung West, der direkte Weg zu den Perrons von der Post her. Nach Bau-Ende wird man von der neuen Unterführung direkt in die Tiefgarage gelangen.
LKWs fahren nicht durch die Alte Bahnhofsstrasse
Die zweite Bauetappe dauert rund 17 Monate. «Wir bringen ab Anfang Oktober die schweren Maschinen auf den Platz und beginnen mit der Baustellensicherung. Danach startet dann der Aushub von der Bahnhof-Seite her», erklärt der Bauleiter. Rund fünf Meter tief wird die 120 Meter lange Baugrube, der Abtransport des Materials – gerechnet wird mit rund 1300 Lastwagenfahrten – erfolgt von der Postseite her über die Aargauerstrasse in die Zentralstrasse, die Alte Bahnhofstrasse bleibt davon verschont. «Die Verhältnisse sind eng hier, da braucht es klare Regelungen», erklärt Strukely.
Zusammenarbeit funktioniert
Trotz der engen Verhältnisse und des hohen Publikumsverkehrs im Baustellenbereich verlaufen die Arbeiten derzeit problemlos und nach Plan. Dafür gibt es viel Lob von Gemeindeammann Arsène Perroud. «Die Zusammenarbeit aller Beteiligten ist sehr gut, wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf», sagt er. Er ist darum auch überzeugt, dass sich auch das neue Verkehrsregime ab dem 30. September bewähren wird. Voraussetzung dafür ist, dass die Aargauerstrasse bis dann einen neuen Belag erhält. Denn derzeit ist sie nur eine Schotterpiste. «Ja, jetzt geben wir eine Woche Vollgas, aber wir sind voll im Termin», sagt dazu Bauleiter Robert Strukely.




