Tastenfestival der Regionalen Musikschule Wohlen
Das Tastenfestival bietet einen interessanten Einblick in die bunte Welt der Tastenmusik. Im Rahmen eines breit gefächerten Programms konnte Jung und Alt interessante Konzerte der Regionalen Musikschule Wohlen besuchen. ...
Tastenfestival der Regionalen Musikschule Wohlen
Das Tastenfestival bietet einen interessanten Einblick in die bunte Welt der Tastenmusik. Im Rahmen eines breit gefächerten Programms konnte Jung und Alt interessante Konzerte der Regionalen Musikschule Wohlen besuchen. Schülerinnen und Schüler profitierten zusätzlich von einem Workshop.
Wer mit der Tastenmusik bloss das Klavier und Keyboard verbindet, der unterschätzt die Vielfalt der Tasteninstrumente. Für das Tastenfestival haben sich die entsprechenden Lehrkräfte der Regionalen Musikschule Wohlen zusammengetan und ein hervorragendes Projekt für Gross und Klein auf die Beine gestellt. Die Schülerinnen und Schüler müssen eine bestimmte Anzahl Konzerte und Workshops besuchen, die während des Tastenfestivals angeboten werden. Dafür fällt der reguläre Musikunterricht in dieser Woche aus. Die Workshops sind exklusiv für die Schülerinnen und Schüler gedacht, während die Konzerte für alle offen sind.
Einen grossartigen Auftakt machte das Eröffnungskonzert am Montagabend im Chappelehof. Talentierte Musikerinnen und Musiker aus der Region präsentierten auf eine imposante Art und Weise, wie Tastenmusik mit vier bis acht Händen gespielt wird. «Es war ein unterhaltsames, vielseitiges und kurzweiliges Programm», hält Thomas Peyer von der Musikschule Wohlen fest. Ein Highlight war für ihn der Auftritt von Katsu Hiraki, der mit fantastischen Klängen auf dem Marimbaphon das Publikum verzauberte. Umso schöner findet es Thomas Peyer, dass zahlreiche Kinder mit der Familie und Freunden ein klassisches Konzert besucht haben. Dies sei nicht selbstverständlich.
Die Begeisterung der Jüngsten war auch an den anderen Konzerten bemerkbar. So war beispielsweise das darauffolgende Jazz-Konzert am Dienstag ebenfalls mehrheitlich von Kindern und ihren Begleitpersonen besucht.
Administrativ anspruchsvoll
Auch in den Workshops zeigen die Schülerinnen und Schüler viel Motivation und Freude. Sie können zwischen acht verschiedenen Kursen auswählen, die direkt mit der Tastenmusik in Verbindung stehen. Thomas Peyer erzählt, wie er seinen Workshop erlebte: «Ich kann da nur für mich und meinen Workshop reden: Die Schüler sind interessiert und motiviert.» Doch den regulären Musikunterricht durch solche Workshops zu ersetzen, wäre längerfristig schlichtweg nicht möglich. Für Spezialwochen wie diese ist der Unterrichtsausfall unausweichlich. «Der Unterricht muss zwangsläufig ausfallen; der Mehraufwand für uns Lehrkräfte ist beträchtlich. Und organisatorisch wäre es sonst nicht umsetzbar», so Thomas Peyer.
Im Laufe der ganzen Woche wurden 300 bis 400 Konzertbesucher erwartet – ein Erfolg für die Veranstalter. Doch so musikalisch bereichernd das Tastenfestival auch ist, mussten die Organisatoren auch mit einigen Schwierigkeiten kämpfen. Es benötigt eine Menge Organisation und Koordination seitens der Veranstalter, damit die fast 170 Schülerinnen und Schüler der Musikschule Wohlen an den gewünschten Workshops und Konzerten teilnehmen können.
Musik zum Teilen
So war auch die Vorbereitung für das Eröffnungs- und Abschlusskonzert nicht ganz einfach aufgrund der beschränkten Literatur für acht Hände. «Wir wollten aber bewusst keine Einzelvorträge, sondern zeigen, dass zusammen Klavierspielen Spass macht», erklärt Peyer, der am Mittwochskonzert sein selbst gebautes Clavichord ins Programm eingebaut hat. Auch haben die Musikerinnen und Musiker unzählige Stunden in die Konzertproben investiert. Doch der Aufwand hat sich für alle Beteiligten gelohnt und die Musikschule Wohlen wird auf ein erfolgreiches Projekt zurückschauen können. --mnj