Mit Hilfe von oben wurden die Beleuchtungsmasten auf der Badmatte aufgestellt
Es war ein kurzes Spektakel, aber ein eindrückliches: Auf dem künftigen Kunstrasenfeld wurden die Beleuchtungsmasten angebracht – per Helikopter. ...
Mit Hilfe von oben wurden die Beleuchtungsmasten auf der Badmatte aufgestellt
Es war ein kurzes Spektakel, aber ein eindrückliches: Auf dem künftigen Kunstrasenfeld wurden die Beleuchtungsmasten angebracht – per Helikopter.
Chantal Gisler
Auf dem grünen Hauptplatz steht der rote Helikopter. Eine leichte Bise weht durch Villmergen. Rundherum hängt Absperrband. Die Zuschauer sollen nicht zu nah an den Helikopter gehen. Pilot Florian Lüthi startet den Motor. Die Rotorblätter rattern, drehen sich immer schneller. Bis er abhebt. Dann fliegt er über die Baustelle, wo die Beleuchtungsmasten bereit liegen. Ein Flughelfer befestigt den Masten am Seil. Der Helfer hebt die Hand und vorsichtig bewegt sich der Hubschrauber senkrecht in die Höhe, bis der Masten ebenfalls senkrecht steht. Der Bodenhelfer koordiniert den Vorgang von unten. Vorsichtig fliegt Lüthi die Last über den Platz, wo sie heruntergelassen werden soll. Es riecht nach Treibstoff. Am Boden stehen drei bis vier Helfer, die den Masten im Boden verankern. «Das benötigt viel Fingerspitzengefühl», sagt Lüthi. Ganze 500 Kilogramm bringt ein Masten auf die Waage. Mehr als das Doppelte könnte der Helikopter transportieren. «Bei 1200 Kilogramm merkt man aber, dass die Grenze erreicht ist», so Lüthi.
Seit 2004 ist er Berufspilot. Einsätze wie diese hat die Crew fast täglich. «Materialtransporte machen einen Grossteil unserer Arbeit aus», so der erfahrene Pilot.
Spektakel für die Anwohner
Insgesamt sechs Mal wiederholt sich der Transport, bis alle Masten an ihrem Platz sind. «Der Wind hat mir die Arbeit ein wenig schwer gemacht», meint Lüthi und erklärt: «Jeden Windstoss muss ich mit dem Helikopter ausgleichen.» Auch darf der Masten nicht schwanken. Sonst kann es gefährlich werden. Auch diese Schwankungen muss Florian Lüthi mit dem Helikopter ausgleichen.
Doch die Arbeiten funktionieren reibungslos. Etwa drei Minuten dauert das Spektakel, das einige Villmerger aus ihren Häusern gelockt hat. Rund um die Baustelle haben sich Zuschauer versammelt. Viele filmen die Flüge mit ihrem Smartphone, sogar ein Live-Stream auf Facebook wird gemacht. «Das ist megacool», sagt ein Junge, der mit seinem Fahrrad hergekommen ist, um den Helikopter zu sehen.
Es geht vorwärts
Die Arbeiten an der Badmatte schreiten gut voran, heisst es vonseiten des Bauamtes. Es wäre auch möglich gewesen, die Beleuchtungsmasten mit einem Kran aufzustellen. «Aber mit einem Helikopter ist es einfacher», sagt Reto Studer, Leiter Bau, Planung und Umwelt in Villmergen. Ein Kran hätte mehr Aufwand bedeutet, schliesslich muss ein grosser Lastwagen auf die Baustelle fahren. Er ist positiv überrascht, wie gut die Arbeiten verlaufen sind. «Es geht vorwärts, bald hat Villmergen seinen neuen Fussballplatz.»