Artistisches Bühnenfestival in Wohlen
Die Wohler Sommerbar hat schon manch wunderbaren Abend erlebt. Und für viele kulturelle Höhepunkte gesorgt. Am Samstag erfolgte der Beweis, dass die Freiluftbar auch tagsüber zu einem Treffpunkt werden kann. Und dass sich ...
Artistisches Bühnenfestival in Wohlen
Die Wohler Sommerbar hat schon manch wunderbaren Abend erlebt. Und für viele kulturelle Höhepunkte gesorgt. Am Samstag erfolgte der Beweis, dass die Freiluftbar auch tagsüber zu einem Treffpunkt werden kann. Und dass sich der Ort nicht nur für Konzerte eignet, sondern auch für Artisten, Tänzer, Puppenspieler und Akrobaten. Das erstmals durchgeführte Bühnenfestival Nouso wusste das Publikum zu begeistern. Und erfährt hoffentlich im nächsten Jahr eine Fortsetzung. --chh
Staunen und geniessen
Das artistische Bühnenfestival Nouso an der Sommerbar sorgte für viele magische Momente
Petrus hatte ein Einsehen. Just zum Start des Festivals liess er die Sonne heraus. Nicht zuletzt darum strahlen Artisten, Besucher und Organisatoren.
Chregi Hansen
Noch selten hat man so gehofft, dass der Regenradar exakt arbeitet. Denn dieser kündigte für Samstagmittag ein Ende der Niederschläge an. Und tatsächlich: Mit einer halben Stunde Verspätung konnte das Festival dann starten. Auf sumpfigem Boden zwar, aber bei angenehmen Temperaturen. Und im Laufe des Nachmittags kam die Sonne immer mehr hervor, wurde das Isler-Areal immer mehr zum gemütlichen Treffpunkt.
Es war der verdiente Lohn für den Mut, in Wohlen ein Bühnenfestival auf die Beine zu stellen. Solche Events kennt man vor allem aus grösseren Städten. Aber auch auf dem Land vermochte die Mischung zwischen Zirkus, Theater, Unterhaltung und zwanglosem Treffpunkt zu gefallen. Die Sommerbar auf dem Isler-Areal erwies sich dabei als ideale Plattform, lud sie doch zwischen den Vorstellungen ein zum Trinken, Essen und Plaudern. Und wenn die nächste Gruppe an der Reihe war, nahmen die Besucher ihre Stühle mit und setzten sich vor die Bühne.
Für alle etwas dabei
Andreas Muntwyler, Ulla Tikka und Lukas Stäger alias Roikkuva treten oft an solchen Festivals auf. Sie kannten dabei die Qualitäten derjenigen Künstler, die sie zur Premiere nach Wohlen einluden.
Der Spanier Raimon Ruiz bewies, dass das Marionettenspiel noch heute die Menschen begeistern kann, wenn man so fein und poetisch wie er auftritt. Wie er seine Clara über das Seil tanzen und auf Rollschuhen über die Bühnen gleiten liess, war beeindruckend. Esther und Jonas Slanzi wiederum sind Allrounder, die in ihrem Stück «Le Bistro» alle Sparten der Artistik beherrschen. Sie jonglieren, lassen sich in die Höhe ziehen, balancieren auf Flaschen und wechseln geschickt zwischen komischen Szenen und stillem Zauber.
Und für Roikkuva selber war das Festival ein wunderbarer Moment, ihre leidenschaftliche und zugleich augenzwinkernde Dreierkiste «Ohne Louis» endlich in Wohlen zu zeigen. Das Publikum dankte es mit einem riesigen Applaus.