«CleverCork» lebt weiter
02.07.2019 WohlenMini-Unternehmen der Kanti: Überraschende Wende an der Abschlussveranstaltung
Lange wurde darüber diskutiert, was mit dem YES-Miniunternehmen «CleverCork» geschehen soll. Nun ist bekannt, dass die Geschichte von CleverCork noch nicht zu Ende ist. Zwei ...
Mini-Unternehmen der Kanti: Überraschende Wende an der Abschlussveranstaltung
Lange wurde darüber diskutiert, was mit dem YES-Miniunternehmen «CleverCork» geschehen soll. Nun ist bekannt, dass die Geschichte von CleverCork noch nicht zu Ende ist. Zwei der sieben Kantischüler haben sich entschieden, das Unternehmen weiterzuführen.
Jesse Reinhard, Catherine Caubergh, David Mühlebach, Janine Kühne, Dean Eicher, Celina Fröhli und Noah Schmid. Das sind die Namen der sieben Personen, die das Miniunternehmen «CleverCork» ins Leben gerufen haben. Seit der Gründungsveranstaltung Ende Oktober letzten Jahres haben die engagierten Kantischüler viele Menschen aus der Schweiz mit ihrer nachhaltigen und innovativen Vision beeindruckt.
David Mühlebach und Jesse Reinhard machen weiter
Ihre Erfolgsgeschichte hätte offiziell an der Abschlussveranstaltung enden sollen. Weil das Miniunternehmen im Rahmen eines einjährigen Programms an der Kantonsschule Wohlen gegründet wurde, ist von Anfang an eigentlich vorgesehen, dass sich solch ein Unternehmen am Ende des Projektunterrichts auflöst. Doch dies ist im Fall von «CleverCork» nicht geschehen.
Zwar wird das Unternehmen in Zukunft nicht in der gleichen Konstellation weitergeführt, denn nur Jesse Reinhard und David Mühlebach haben sich entschieden, mit «Clever-Cork» weiterzumachen. «Wir führen das Unternehmen weiter, weil wir uns persönlich sehr gut verstehen und auch entsprechend zusammenarbeiten können. Wir haben in den vergangenen acht Monaten viel gelernt, hatten auch Spass dabei und dies möchten wir weiterhin so machen», erklären David Mühlebach und Jesse Reinhard.
Es wird grundlegende Veränderungen geben: Einerseits im Team, andererseits auch in der Produktpalette – und im Namen. In welche Richtung genau sich das Unternehmen entwickelt, wird später auf den Social-Media-Kanälen von «CleverCork» bekannt gemacht. David Mühlebach und Jesse Reinhard verraten, dass sie sich in Zukunft auf das Manjar, das beliebteste Produkt von «Clever-Cork», konzentrieren werden. Die Erwartungen an die wettbewerbsfähigen Jungunternehmer sind hoch, doch sie zeigen die nötige Ambition, um alle Anforderungen zu bewältigen.
Weiteres Paradebeispiel der Kanti Wohlen
An der Abschlussveranstaltung sind auch Personen zu Wort gekommen, die das Miniunternehmen von Anfang an unterstützt haben. Die Wirtschaftslehrer Martin Weiss und Christian Nohl waren für die Betreuung von «CleverCork» zuständig. Vor einem Jahr waren die beiden Lehrkräfte enttäuscht, dass sich nur ein Team angemeldet hatte, «doch CleverCork hat bewiesen, dass Qualität wichtiger ist als Quantität», so Martin Weiss. In einem Rückblick erinnert er sich, dass die Kantischüler im Unterricht stets fleissig gearbeitet haben, wodurch sie viel Wertvolles für ihr unternehmerisches Erlebnis mitnehmen konnten: «Wir hatten Freude an diesem Team.»
Nachfolger stehen bereit
Nach den Sommerferien stehen bereits die Nachfolger von «CleverCork» am Start. Es haben sich total 20 Personen angemeldet, woraus vier neue YES-Miniunternehmen gebildet werden. «Die Kantonsschule Wohlen hat schon viele gute Teams hervorgebracht. Das Besondere an dieser Schule ist, dass die Lehrpersonen den Miniunternehmern viele Freiheiten lassen», erklärt Nadine Hitz von YES. Sie hat «CleverCork» ebenfalls begleitet und wollte den Jungunternehmern auch an der Abschlussveranstaltung zur Seite stehen: «Clever-Cork ist ein sehr erfolgreiches und tolles Miniunternehmen.»
Die Ziele, die sich die Mitglieder von «CleverCork» an der Gründungsveranstaltung gesetzt haben, konnten erfüllt und sogar übertroffen werden. «Die Ziele wurden zwar vage formuliert, aber sie sind uns wichtig. Dahinter stehen Erfahrungen, die uns ein Leben lang begleiten und später Türen öffnen werden», sagt Janine Kühne.
Insgesamt konnte «CleverCork» 250 USB-Sticks, 240 Gläser Manjar, 28 Brillenetuis und 14 Airpod-Cases verkaufen. Anteilseigner profitierten durch die Auszahlung einer höheren Dividende. «Dass wir diese Zahlen präsentieren können, ist nur dank der Hilfe vieler Leute möglich. Es war immer jemand erreichbar, wenn wir Probleme hatten und Hilfe brauchten», erinnert sich David Mühlebach, «die künftigen Miniunternehmer werden in guten Händen sein.» Die Gründer von «CleverCork» konnten dank ihrer Erfahrungen als Unternehmer ihre Begeisterung für die Wirtschaft stärken. Nach den Sommerferien starten die Kantischüler optimistisch ins Maturajahr. «Strenger als dieses Jahr kann es nicht werden», fügt Janine Kühne lachend hin-
--mnj zu.

