Zeigen, wie wertvoll Wasser ist
18.06.2019 Region OberfreiamtDas Muri Energie Forum organisierte den Wassertag bei der ARA – mit Erfolg
142 Liter Wasser braucht eine Person durchschnittlich pro Tag. Was mit diesem Wasser nachher passiert, zeigte Klärmeister Paul Strebel. Thomas Suter, Präsident der ...
Das Muri Energie Forum organisierte den Wassertag bei der ARA – mit Erfolg
142 Liter Wasser braucht eine Person durchschnittlich pro Tag. Was mit diesem Wasser nachher passiert, zeigte Klärmeister Paul Strebel. Thomas Suter, Präsident der Wasserversorgungsgenossenschaft, zeigte das Grundwasserpumpwerk «Lippertswiese». Zudem präsentierte sich Gewerbe aus dem Wasser-Sektor.
Annemarie Keusch
Peter Jäggi ist zufrieden. Wenn 50 Personen an den Führungen teilnehmen, dann habe sich der Anlass gelohnt. Diese Vorgabe machten sich das Muri Energie Forum und OK-Präsident Jäggi vor dem Anlass. «Es ist ein Erfolg», sagt Jäggi. Den drei Führungen folgten total rund 200 Leute. «Über hundert waren vor Ort, damit hätten wir nicht gerechnet.» Sich vertieft mit Wasser zu befassen, das war Jäggis Idee.
Brennstoff aus Primärschlamm
Dass das Jahresthema des Energie Forums mit einem Thementag umgesetzt wird, war Jäggis Idee. Im letzten Jahr starteten die Vorbereitungen. Die ARA stand schnell als Veranstaltungsort fest, Führungen im Pumpwerk und in der Badi kamen nach und nach dazu. Dass sich auch Firmen am Anlass beteiligen, freut Jäggi besonders. «Sie zeigen auf, was möglich ist», sagt er. Beispielsweise präsentierte die Grolimund AG Warmwasserkollektoren oder die Franz Suter GmbH zeigte, wie Regenwasser gespeichert werden kann.
Zeigen, dass Wasser sehr wertvoll ist, das war das Ziel, das das Energie Forum mit dem Anlass verfolgte. Abgefüllte Flaschen zeigten beispielsweise, wie viel in einem Abwaschmaschinengang verbraucht wird oder wie viel Wasser eine WC-Spülung braucht. «Das soll den Leuten bewusster werden», betont Jäggi. Und noch mehr: «Man soll wissen, dass Wasser sehr viel mit Energie zu tun hat, beispielsweise beim Transport von Wärme.» So sei auch Abwasser eine Energiequelle. Etwa versorgt die Abwärme der ARA mehrere Quartiere in Muri.
Klärmeister Paul Strebel erläuterte den vielen Interessierten die detaillierten Abläufe in der ARA. Strebel erklärte die verschiedenen Reinigungsstufen, vom Rechen über das Vorklärbecken bis zu den drei Becken mit den verschiedenen Bakterien, die das Wasser von den Verunreinigungen befreien. 3500 Kubik Wasser kommen täglich in der ARA an. 1,5 Liter Primärschlamm entstehen pro Person täglich beim Reinigungsprozess. «Daraus entsteht, wenn er ausgefault, entwässert und getrocknet ist, ein Brennstoff», erklärte Strebel.
Giftschein für Chemikalien
Der Klärmeister beleuchtete vor allem auch die Fortschritte, die in der Abwasserreinigung in den letzten Jahrzehnten gemacht wurden. 50 Jahre ist es her, dass die Anlage in Muri in Bet
von über elf Millionen Franken für den Einbau einer Mikroverunreinigungsanlage. «Die Anforderungen sind immer mehr gestiegen», begründet Strebel. Ein Beispiel: heute wird die Qualität des gereinigten Wassers mittels verschiedener Farbproben getestet. Als Strebel vor 25 Jahren als Klärmeister anfing, brauchte es einen Giftschein für die Chemikalien, mit denen die Qualität überwacht wurde.
30 Liter unter dem Durchschnitt
Bei einem Rundgang durch die verschiedenen Becken lernten die Interessierten den Ablauf in der ARA genau kennen und beobachteten, wie das Wasser von Becken zu Becken sauberer wird. Sensibilisieren, das wollte das Energie Forum mit dem
Wassertag. Laut Peter Jäggi sei das geglückt. Einfache Tipps wurden den Besuchern mitgegeben, damit sie ihren Wasserverbrauch minimieren können. Auch Jäggi probiert das. Mit einem eingebauten geschlossenen Betonschacht verhindert er, dass Regenwasser versickert. «Damit können wir perfekt unseren Garten wässern», sagt er. Zudem seien alle Wasserhähne in seinem Haus mit Spardüsen ausgestattet. Nur duschen und sehr selten baden sei eine weitere Massnahme.
«Es sind alles kleine Teile, die aber zusammen einiges ausmachen», weiss Jäggi. Sein täglicher Wasserverbrauch liege rund 30 Liter unter dem Durchschnitt. «Alle können persönlich etwas beitragen», ist er überzeugt.
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