«Froh und stolz»
25.06.2019 WohlenDer TV Wohlen wurde nach dem Eidgenössischen Turnfest auf den Niedermatten empfangen
Strahlendes Wetter, strahlende Gesichter: Besser hätte der letzte Akt des Eidgenössischen Turnfestes des TV Wohlen nicht ablaufen können. Neben dem Gemeindeammann waren ...
Der TV Wohlen wurde nach dem Eidgenössischen Turnfest auf den Niedermatten empfangen
Strahlendes Wetter, strahlende Gesichter: Besser hätte der letzte Akt des Eidgenössischen Turnfestes des TV Wohlen nicht ablaufen können. Neben dem Gemeindeammann waren beim Empfang die Dorfmusik und mehrere örtliche Delegationen anwesend.
«Ihr müsst aufpassen, dass es den anderen Mannschaften nicht verleidet, bei den Wettkämpfen gegen euch anzutreten.» So lauteten die ersten Worte der Ansprache von Gemeindeammann Arsène Perroud beim Empfang des TV Wohlen in den Niedermatten am vergangenen Sonntag. Gemeint hat er damit die sportlichen Erfolge des Behinderten-Sportclubs Wohlen Lenzburg, der ebenfalls empfangen wurde. In ihren Kategorien setzten dessen Sportlerinnen und Sportler gleich mit mehreren Rekorden neue Massstäbe.
Das Gemeindeoberhaupt machte aber auch deutlich, dass es beim grössten Breitensportanlass der Schweiz nicht nur um die sportlichen Leistungen geht. «Es geht beim Breitensport, wie es der Name sagt, nicht nur darum, wer zuoberst auf dem Podest steht, das ist zwar auch wichtig. Es geht aber vor allem darum, dass jeder in der Schweiz hier mitmachen kann», so Perroud.
Diverse Vereine sind dabei
Ins gleiche Horn blies Danilo Huonder (Geräteturnen), der mit Mathew Schweiger (Leichtathletik) zusammen die Wohler Delegation anführte. «Ich bin froh, dass alles problemlos abgelaufen ist. Es gab keine Verletzten, jeder konnte seine Leistungen abrufen und alle hatten Spass. Wir sind alle froh und stolz, dass es nun vorüber ist», so der erleichterte Oberturner Huonder.
Zur sportlichen Leistung sagte er: «Das Hauptziel, in der ersten Stärkeklasse zu starten, haben wir erreicht. Eine Platzierung in den Top Ten haben wir leider verpasst.»
Dazu hätte es einen Vereinsrekord wie beim letzten Mal gebraucht, ergänzte er. Trotzdem wurde der Empfang in einem würdigen Rahmen abgehalten. Delegationen von Handball Wohlen, dem Damenturnverein Wohlen, dem Frauenturnverein Virtus Wohlen, der Trachtengruppe, der Männerriege und den Pistolenschützen liessen es sich nicht nehmen, mitzufeiern. Umrahmt wurde der Anlass mit mehreren Einlagen des Musikverein Wohlen.
Wertschätzung für Vereine
«Den Empfang sehe ich als Wertschätzung für uns Vereine. Wenn sogar der Gemeindeammann erscheint, zeugt es davon, welchen Wert der Turnverein hat», sagte Danilo Huonder. Rolf Stadler, der zurzeit das verwaiste Präsidium des TV Wohlen vertritt, meinte dazu: «Dieser Anlass ist Tradition und findet seit Jahrzehnten statt. Erfreulicherweise war es auch der Wunsch der Jungen, den Empfang beizubehalten. Man fördert dabei den Kontakt zu anderen Vereinen und schafft es sogar, die Politik herbeizulocken.»
Zum Eidgenössischen Turnfest in Aarau meinte Stadler: «Der Anlass war super organisiert. Es ist aber verrückt, was für ein Rahmenprogramm abgehalten wurde.» Es erstaune ihn, dass man so etwas für über 70 000 Turner überhaupt auf die Beine stellen könne. Weiter meinte er: «Die klassischen Disziplinen sind erhalten geblieben. Dazu sind aber viele Zusatzangebote wie die Volley-Night ins Programm aufgenommen worden.»
Genau diese anstrengende Volley-Night war es, die Mathew Schweiger zusetzte. «Das war eine kurze Nacht auf den Samstag. Das letzte von sieben Spielen beendeten wir um sechs Uhr morgens. Bis wir beim Zeltplatz waren, war es sieben Uhr. Danach stand am Samstag noch die Turnfahrt auf dem Programm», erzählt er. Zum ETF und zum Empfang sagt Schwegler: «Speziell an Turnfesten ist, dass es die einzigen Anlässe sind, wo die Turner und die Leichtathleten etwas zusammen machen. Im Alltag hat man sonst keine Berührungspunkte. Das finde ich wichtig und schön. Den Empfang sehe ich als gemeinsamen Abschluss», so Mathew Schweiger. --ws



