Den Werten Sorge tragen
14.05.2019 WohlenBifang Wohlen in Feierlaune
Die Werte des Bifang Wohlen werden hoch gehalten. Und diesen Werten müsse man unbedingt Sorge tragen, sagte Marianne Piffaretti, Präsidentin vom Trägerverein Bifang Wohnund Pflegezentrum Wohlen, anlässlich der Feierlichkeiten des ...
Bifang Wohlen in Feierlaune
Die Werte des Bifang Wohlen werden hoch gehalten. Und diesen Werten müsse man unbedingt Sorge tragen, sagte Marianne Piffaretti, Präsidentin vom Trägerverein Bifang Wohnund Pflegezentrum Wohlen, anlässlich der Feierlichkeiten des Hauses. 50 Jahre Wohnzentrum und 40 Jahre Pflegezentrum Bifang wurden gefeiert. Und die Präsidentin lobte vor allem die Gemeinsamkeit, die im Bifang stets vorgelebt wird. --dm
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Jubiläumsfeier 50 Jahre Wohnzentrum und 40 Jahre Pflegezentrum Bifang
Die Bezeichnung Bifang hat in Wohlen eine besondere Bedeutung. Sie steht für das Haus, für den Verein und für ein beispielhaftes Sozialwerk. Nun wurde das lange Bestehen, das ein halbes Jahrhundert umfasst, gefeiert.
Daniel Marti
Rund um das Bifang wurde fleissig gefeiert. 50 Jahre Wohnzentrum und 40 Jahre Pflegezentrum. Das sind gute Gründe, um stolz zurück- und auch vorwärtszuschauen. «Einige Gäste haben sich wohl ein halbes Jahrhundert lang für das Bifang eingesetzt», stellte Marianne Piffaretti, Präsidentin des Vereins Bifang Wohnund Pflegezentrum Wohlen, fest. Und damit lag sie richtig. Auf der Dachanlage wurde der festliche Akt rund um die beiden Jubiläen gefeiert. Und rundum gab es nur zufriedene Gesichter. Das Bifang steht heute freundlich und sympathisch da. Das ist natürlich auch den Gründervätern zu verdanken.
«Wir sind alle Könige»
«Die ältere Generation braucht unsere Unterstützung», betonte die Präsidentin, «darum sind wir alle aufgefordert, dem Bifang Sorge zu tragen und seine Werte zu bewahren.» Und wer diese Unterstützung auch befolge, leistet gemäss Präsidentin Grosses. «So sind wir alle Könige und Königinnen.»
Dem ist eigentlich nicht mehr allzu viel beizufügen. Natürlich noch die Festrede. Und die war speziell. Kurt Notter kam diese Ehre zu. Vor allem deshalb, weil sein Grossvater zu den Gründervätern zählte. Der Start der Ära des Bifangs erfolgte übrigens vor weit mehr als 50 Jahren. «1963 hat der Gemeinderat den ersten Markstein gesetzt und ein Komitee gegründet, das den Auftrag fasste, ein Altersheim zu bauen», blickte Kurt Notter zurück. Es gab dann weitere Meilensteine. 1966 erfolgte der Spatenstich, 1968 der Einzug der ersten Mieter. Und im Jahr 1969 wurde die Einweihung gefeiert.
Damals war der Umgang mit der älteren Generation völlig anders als heute. «Ältere Menschen wurden damals regelrecht abgeschoben», so Notter. Mit der Heimeinweisung wurden die Insassen, so die damalige Bezeichnung, aus ihren Wurzeln gerissen. Mit dem Bau des Bifangs habe sich vieles verändert, sagte Notter. «Hier gelang es praktisch in Rekordzeit, dieses Sozialwerk zu realisieren.» Dies auch dank vielen Spendengeldern. Der Festredner selber ging in seiner Jugendzeit von Tür zu Tür, verkaufte Bauklötze und leistete so seinen finanziellen Anteil beim Bau des Altersheims in Wohlen. «Das war eine schöne Erfahrung.» Und es sei der Beweis gewesen, dass ein Gemeinschaftswerk umsetzbar ist. Wenn viele ihren Beitrag leisten, kann Grosses entstehen.
Architektonische Qualität
«Kein Prunkbau», so lautete das Ziel in den Sechziger-Jahren. «Trotzdem hat dieses Gebäude grosse architektonische Qualitäten.» Oder die Verbindung von Gebäude und Landschaft sei beispielhaft. «Mit dem Bifang ist ein Gebäude mit zeitloser Ausstrahlung entstanden.» Es wurden natürlich laufend Verbesserungen vorgenommen, vor allem mit der Gesamtsanierung in den Jahren 2008 bis 2012. Heute zählen diverse Aufenthaltsräume, Spielräume oder der schöne Dachgarten zum Angebot. Das jüngste Erneuerungswerk ist der freundliche und grosszügige Eingangsbereich.
Dem Haus Sorge tragen
Die gute und zeitgemässe Infrastruktur ist ein Trumpf des Bifang. «Aber all das gibt uns noch lange keine Garantie, dass sich alle wohlfühlen», so Kurt Notter. «Die Menschen sind das Herz des Bifang. Sie sorgen dafür, dass die älteren Mitmenschen im Bifang den verdienten Lebensabend verbringen können.» Auf dieses Gemeinschaftswerk darf man laut dem Festredner stolz sein. «Hier wird der Respekt gegenüber den betagten Menschen gelebt.» Und Kurt Notter gab einer besonderen Hoffnung Ausdruck: «Möge der gute Geist, der im Bifang steckt, 50 Jahre weiterleben.»
Der Innovationsgeist wurde praktisch von allen Verantwortlichen herausgestrichen. «Wir wollen diesem Haus Sorge tragen, Sorge für die Zukunft», versprach Geschäftsleiter Marcel Lanz. Zurzeit können von dieser Sorge über 100 Bewohnerinnen und Bewohner profitieren, sie werden von rund 100 Mitarbeitenden betreut. Mit all diesen Menschen möchte Lanz in Erinnerungen schwelgen und sich übers Jubiläum freuen. «Und alle zusammen dürfen wir stolz sein auf unser Bifang.»




