Alle schätzen Ruhe und Natur
07.05.2019 Fischbach-GöslikonEine Frau und zwei Männer wollen in den Gemeinderat
Das freut die Stimmberechtigten in Fischbach-Göslikon: Bei der Ersatzwahl in den Gemeinderat haben sie eine echte Auswahl.
Erika Obrist
Vizeammann Guido Schüepp ...
Eine Frau und zwei Männer wollen in den Gemeinderat
Das freut die Stimmberechtigten in Fischbach-Göslikon: Bei der Ersatzwahl in den Gemeinderat haben sie eine echte Auswahl.
Erika Obrist
Vizeammann Guido Schüepp scheidet aus dem Gemeinderat aus. Die Ersatzwahl findet am 19. Mai statt. Als Vizeammann kandidiert Gemeinderat Thomas Rohrer. Für den fünften Sitz im Gemeinderat kandidieren Renate Ballmer, Jürg Schaufelberger und Dominik Wenger, alle parteilos.
Renate Ballmer ist 37 Jahre alt. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder. Sie hat die Ausbildung als Medizinische Praxisassistentin abgeschlossen und sich danach auf dem Gebiet der Naturheilmedizin weitergebildet. Sie hat in Teilzeit eine medizinische Massagepraxis geführt, die sie nach der Geburt des dritten Kindes aufgegeben hat. Nun arbeitet sie in der Immobilienfirma ihres Vaters als Sekretärin; sie ist hier auch Mitglied des Verwaltungsrats. Sie ist Mitglied im Landfrauen- und Familienverein. Sie treibt Jiu-Jitsu (waffenlose Selbstverteidigung) und sie ist ein Eishockeyfan.
Andere Sicht einbringen
«Ich kandidiere, weil ich an entscheidender Stelle das Geschehen im Dorf mitgestalten möchte», sagt Renate Ballmer. Sie wolle sich in den Dienst der Einwohnerinnen und Einwohner stellen. «Als Frau und Mutter habe ich teilweise eine andere Sicht der Dinge.» Diese andere Sicht möchte sie im Gemeinderat vertreten.
An Fi-Gö schätzt sie vor allem die ruhige Umgebung, das Dorfleben und die Kultur. Einzig ein Bancomat fehle. «Der Gemeinderat sollte nah beim Bürger sein, dessen Anliegen kennen und versuchen, diese umzusetzen», sagt sie. Deshalb setze sie sich für ein zukunftsorientiertes, starkes Fischbach-Göslikon ein.
Jürg Schaufelberger ist 40 Jahre alt und verheiratet. Er hat eine Ausbildung als Sanitärinstallateur abgeschlossen und später die Polizeischule absolviert. Heute ist er beim Aargauer Amt für Migration und Integration Fachspezialist Massnahmen und Vollzug. Zudem hat er sich zum Kaufmann weitergebildet. Beim regionalen Führungsorgan (RFO) Mittleres Reusstal ist er Fachspezialist Polizei.
Gute Voraussetzungen schaffen für Schule und Vereine
«Ich finde es spannend, die Zukunft der Gemeinde mitzugestalten, meine Erfahrungen einzubringen, mitzuhelfen und künftige Aufgaben auch zusammen mit der Bevölkerung anzugehen», nennt Schaufelberger einen Grund für seine Kandidatur. Als Polizist habe er lange im Dienst der Öffentlichkeit gestanden. «Deshalb möchte ich weiterhin meinen Beitrag an der Gesellschaft leisten.» Zudem finde er es schön, am Wohnort mitreden und etwas zum Erhalt oder Verbesserung der Lebensqualität beitragen zu können.
An Fischbach-Göslikon ist ihm die Nähe zur Natur wertvoll. Die vielseitigen Naturschutzgebiete, die ruhige Lage und die Nähe zur Reuss schätze er, so Schaufelberger, der auf einem Bauernhof aufgewachsen ist. Ebenso schätze er den nachbarschaftlichen Kontakt. Was fehle, sei eine bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr und ein Jugendtreff. Man müsse jedoch nicht alles haben, was andere Gemeinden haben. «Ein Skaterplatz neben dem geplanten Spielplatz beim Gemeindehaus wäre eine tolle Ergänzung.»
Einsetzen möchte er sich für mehr Schulraum. Heute fehle es an Platz und Gruppenräumen. «Daher möchte ich dazu beitragen, dass Schule und Vereine optimale Bedingungen vorfinden.»
Attraktivität der Gemeinde erhalten
Dominik Wenger ist 40 Jahre alt und ledig. Er hat eine Lehre als Motorradmechaniker abgeschlossen. Er hat sich intensiv weitergebildet auf dem Gebiet der Betriebswirtschaft. Sechs Jahre lang war er bei der Post in Härkingen stellvertretender Leiter Servicebetrieb Sortierinformatik, dann Leiter Prozessmanagement Informatik bei der Post in Bern. Aus Zeitgründen sei es ihm bisher nicht möglich gewesen, sich in einem Verein oder einer Kommission im Dorf zu engagieren.
Das soll sich nun ändern. «Ich wohne seit 24 Jahren in Fischbach-Göslikon und möchte mich nun an der Ausschaffung von Lösungen beteiligen», sagt Wenger. «Ich möchte mein Wissen und meine Erfahrungen dem Dorf zur Verfügung stellen.»
An Fischbach-Göslikon schätzt er die ländliche, aber trotzdem zentrale Lage, die starke Landwirtschaft und die familienfreundliche Umgebung. Aus seiner Sicht fehle nichts im Dorf.
«Mein Ziel ist, die Attraktivität der Gemeinden zu erhalten», sagt Wenger. Dazu gehöre die gute Infrastruktur, die Landwirtschaft, Einkaufsmöglichkeiten und ein stabiler Steuerfuss. «Angemessene Investitionen in den Ausbau und den Unterhalt der Infrastruktur sollen getätigt werden, damit ein gesundes Wachstum der Gemeinde sichergestellt werden kann», so Wenger. «Dies beinhaltet auch das Aufrechterhalten des Naherholungsgebiets.»



