Familiär unter Nachbarn
09.04.2019 Bremgarten4. Jasscup im Reussbrückesaal mit 107 Teilnehmenden
84 Erwachsene, 23 Kinder und Jugendliche. Die Gastgemeinde Zufikon trug zum Teilnehmerrekord bei. Strahlender Sieger in der Jugendkategorie war einmal mehr Ivo Wick. Auch Barbara Töngi holte den ...
4. Jasscup im Reussbrückesaal mit 107 Teilnehmenden
84 Erwachsene, 23 Kinder und Jugendliche. Die Gastgemeinde Zufikon trug zum Teilnehmerrekord bei. Strahlender Sieger in der Jugendkategorie war einmal mehr Ivo Wick. Auch Barbara Töngi holte den Pokal mit einem überzeugenden Resultat.
Lis Glavas
Glück und Pech spielen in jedem Jassturnier mehr oder weniger entscheidend mit. Wollen die Karten partout nicht zu jenen des Partners passen, nützt Können wenig. Fehlt die Harmonie zwischen den zugelosten Partnern, ist auch kein Blumentopf zu holen. Wer aber drei der vier bisherigen Turniere gewinnen konnte, ist gewiss kein Zufallssieger. «Mit 3141 Punkten gewinnt – einmal mehr – Ivo Wick», verkündete OK-Präsidentin Esther Lattmann. Am letztjährigen Cup konnte er nicht teilnehmen. Jetzt aber distanzierte er sich vom zweitplatzierten Noah Schuppisser mit 61 Punkten. Auf Platz drei schaffte es Joel Herzog mit 3062 Punkten. «Nein, so oft jasse ich gar nicht», erklärte Ivo Wick. «Ab und zu.» Als Sechsjähriger habe er begonnen. «Das Turnier macht mega Spass.» Selbstverständlich wird er wieder antreten. «Es ist ein cooler Anlass.»
In der Kinder- und Jugendkategorie (10 bis 16 Jahre) werden drei Passen gejasst, vier in der Kategorie Erwachsene. Knapp fiel der Entscheid auch bei den Erwachsenen nicht aus. Als Barbara Töngi in der vierten Passe 1241 Punkte verbuchen konnte, sah sie den Sieg in Reichweite. Ihr Total von 4393 entsprach einem Vorsprung von 132 Punkten auf Bruno Zehnder auf Platz 2. Im Rang 3 folgte Theres Wernle mit 4239 Punkten. Am von den Sponsoren reich gedeckten Gabentisch durften sich alle jungen Jasser etwas aussuchen, die Erwachsenen bis zum 50. Rang. Alle weiteren Teilnehmer erhielten eine Flasche Wein oder einen Butterzopf.
Kein taugliches Mittel gegen Globalisierung
Mit Esther Lattmman begrüsste auch Stephan Troxler zum 4. Jasscup. Er ist Präsident des Vereins Bremgarten Tourismus, unter dessen Patronat der Jasscup steht. Auf die Tatsache anspielend, dass sich mehrere Bremgarter nicht anmeldeten, weil die Zufiker mitmachen durften, sagte er mit leisem Sarkasmus: «Auch ich habe etwas Angst vor der Globalisierung. Der aber hier entgegenwirken zu wollen, ist der falsche Weg.»
Einer der Zufiker kam mit einer speziellen Erinnerung in die Bremgarter Jassgemeinde. Im Jahr 1999 sass Toni Wertli im Restaurant Zürcherhof, als das Ausscheidungsspiel für den «Donnschtig-Jass» ausgetragen wurde. Ein zusätzlicher Spieler wurde gesucht, um ein Quartett zu vervollständigen. Vom Wirt Bruno Stöckli animiert, übernahm Toni Wertli diesen Part. Irrtümlicherweise rutschte der Nicht-Bremgarter in die Wertung. Die damalige Donnschtig-Jass-Moderatorin Monika Fasnacht stellte den Fehler erst fest, als er zum Sieger ernannt werden sollte. Er wurde disqualifiziert. 20 Jahre später folgte er jetzt der ganz offiziellen Einladung zum Jasscup mit Vergnügen. Nächstes Jahr werde wieder eine Gastgemeinde eingeladen, bestätigte Esther Lattmann.
Die wohl jüngsten je an einem Jassturnier gesehenen Gäste waren zwei Babys. Gebangt hatten die OK-Mitglieder Conny Etterlin und Cindy Dönni, ob ihre zwei Schätze mitspielen und ihnen den Job beim Turnier erlauben würden. Conny Etterlins Sohn Nik kam am 5. März etwas zu früh, Cindy Dönnis Sohn Loris hielt mit dem 15. März die Frist ebenfalls ein. Da Papi Bruno Dönni als Hauptschiedsrichter amtete, liess es sich Loris in den Armen der Grosseltern gut gehen. Mit den beiden Mamis und Esther Lattmann sorgten Tschösy Meier und Carla Birchmeier im OK für den reibungslosen Verlauf des Turniers, die Helferinnen und Helfer für die Bewirtung der Jassfamilie.




