Oberlunkhofen: Restclean spendet für Projekt in Afrika
Für jede ihrer sanierten Toiletten zahlt die Restclean AG einen Franken an die gemeinnützige Organisation «Wasser für Wasser». Diese setzt das Geld für eine ...
Oberlunkhofen: Restclean spendet für Projekt in Afrika
Für jede ihrer sanierten Toiletten zahlt die Restclean AG einen Franken an die gemeinnützige Organisation «Wasser für Wasser». Diese setzt das Geld für eine nachhaltige Wasserversorgung in Sambia ein.
Roger Wetli
«Sauberes Trinkwasser ist für mich ein Grundrecht, und das Wasser generell Lebensmittel Nummer eins», erklärt Priskus Theiler die Motivation seiner Firma zu jährlichen Spenden. «In der Schweiz geht es uns diesbezüglich gut. Deshalb wollen wir in Sambia helfen, wo die Not sehr gross ist.» Im letzten Jahr sanierte die Restclean AG 9699 Toiletten. Genau diesen Betrag spendet das Unternehmen an «Wasser für Wasser».
Wert und Würde
Milena Bärtschi ist Projektleiterin der Organisation und überglücklich. «Solche Modelle mit regelmässigen Spenden sind uns sehr willkommen. Sie ermöglichen uns die Umsetzung von verschiedenen Projekten.» Das Geld von Restclean ist zweckgebunden für Sambia bestimmt. «Wir haben rund 20 Projekte angeschaut und denken, dass wir in diesem Land südlich von Kongo am meisten bewirken können», erklärt Theiler.
«Wasser für Wasser» hat ihren Sitz in Luzern und arbeitet in Sambia mit Partnern zusammen. Dort baute sie zusammen mit einer ortsansässigen Berufsschule einen Studiengang auf. Es werden Einheimische im Leitungsbau ausgebildet. Diese münden in «Wasserkioske», wo die Bevölkerung zu einem für sie erschwinglichen Preis sauberes Wasser beziehen kann. «Die Kioske werden durch Einheimische instandgehalten», so Bärtschi. «Der Preis ist wichtig, damit die Bevölkerung das saubere Wasser nicht verschwendet. Es erhält dadurch einen Wert und eine Würde.»
Basis für Entwicklung
Wie viele dieser Wasserkioske mit den rund 10 000 Franken gebaut werden können, hängt von verschiedenen örtlichen Bedingungen ab. «Ein Erfahrungswert beträgt 2700 Dollar pro Kiosk. Und pro Kiosk profitieren zirka 4000 Personen», rechnet Bärtschi vor. Wassermangel würde in Sambia nicht herrschen, dafür ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser erschwert. «Es fehlt an der Infrastruktur und an ausgebildeten Leuten.» Die Kindersterblichkeit durch verschmutztes Trinkwasser sei gross. Ein funktionierendes System sei Basis für die Entwicklung des Landes. «Die Wasserversorgung der Familie ist in Afrika zu 70 Prozent Sache der Frauen. Je weniger Aufwand sie dafür haben, desto mehr können sie andere Tätigkeiten übernehmen.»
Die Wasserkioske seien der erste und günstige Schritt in die richtige Richtung. «Sie sichern die Grundversorgung, so wie es bei uns vor langer Zeit mal die Telefonkabinen bezüglich Erreichbarkeit taten. Unser langfristiges Ziel sind aber Hausanschlüsse», so die Projektleiterin. «Wasser für Wasser» setzt sich auch in der Schweiz ein. Hier möchte die Organisation die Menschen weg vom Markenwasser in Flaschen zum Konsum von Leitungswasser bewegen. «Letzteres ist 1000-mal ökologischer und oft sogar hochwertiger als das von Grosskonzernen.»
Firmen ermuntern
Priskus Theiler möchte mit seinem Spendenmodell auch andere Firmen ermuntern, solche Projekte regelmässig zu unterstützen. «Ein Küchenbauer könnte zum Beispiel für jede installierte Küche einen festen Betrag spenden.»