Vizemeisterin aus Villmergen
12.03.2019 VillmergenErfolg für Visagistin Alexandra Keller
Als eine der sechs Besten aus der Schweiz und aus Liechtenstein durfte Alexandra Keller ihr Können an der Beauty Messe in Zürich zeigen. Dort hat sie sich den Rang als Vize-Schweizer-Meisterin ergattert. ...
Erfolg für Visagistin Alexandra Keller
Als eine der sechs Besten aus der Schweiz und aus Liechtenstein durfte Alexandra Keller ihr Können an der Beauty Messe in Zürich zeigen. Dort hat sie sich den Rang als Vize-Schweizer-Meisterin ergattert.
60 Minuten Zeit hatte sie für den Look, mit dem sie den zweiten Platz an der Schweizer Make-up-Meisterschaft in Zürich holte. Dabei war Alexandra Keller bislang in einem ganz anderen Metier tätig. Ihre Lehre hat sie auf einer Gemeindeverwaltung absolviert. Heute ist sie Leiterin der Einwohnerkontrolle in Urdorf. «Es war ein einmaliges Erlebnis», beschreibt sie die Meisterschaft. Eine halbe Stunde hatte sie Backstage Zeit, um den ersten Teil des Make-ups beim Model aufzutragen. Und zwar genau in dem Look, mit dem sie sich für die Meisterschaft beworben hatte und der sie zur Messe gebracht hatte. «Die Juroren haben sich alles genau angeschaut», erzählt sie. Danach musste sie ihr Können auf der Bühne zeigen, vor allen Besuchern der Messe. Mittlerweile ist sie amtierende Vize-Schweizer-Meisterin. --chg
Mehr als nur Make-up
Alexandra Keller erreicht den 2. Rang der Schweizer Make-up-Meisterschaft
Mit ihrem Look zum Thema «Ultra Violet – Shades of the Trend Colour» hat Alexandra Keller das geschafft, wovon viele Visagisten nur träumen: Sie hat sich für die Schweizer Meisterschaft qualifiziert. Seit zwei Wochen ist sie nun amtierende Vizemeisterin.
Chantal Gisler
Damit gerechnet, dass sie sich eines Tages als Visagistin selbstständig machen würde, hätte Alexandra Keller vor rund zwei Jahren nicht. Noch weniger aber hätte sie damit gerechnet, dass sie nach ihrer Ausbildung den zweiten Platz der 25. Schweizer Make-up-Meisterschaft erreichen würde. «Ich freue mich sehr über die Auszeichnung», so die Vizemeisterin. Dabei war sie bislang in einem ganz anderen Bereich tätig. «Ich habe die Lehre als Kauffrau auf einer Gemeindeverwaltung gemacht», erzählt sie. Mittlerweile ist sie Leiterin der Einwohnerkontrolle in Urdorf.
Doch woher kommt dieser berufliche Wandel? «Gute Frage», meint sie und lacht. «Mir hat meine Arbeit auf der Gemeinde immer sehr gefallen. Aber da war dieses Gefühl, dass ich mich mal als Visagistin versuchen sollte.» Sie ging sogar bei der Berufsberatung vorbei. Dort festigte sich ihr Entschluss. Kurzerhand bewarb sie sich an der Face Design Visagistenschule in Wetzikon. Nebenberuflich besucht sie dort die Ausbildung zur diplomierten Visagistin und lernt, wie man das Make-up richtig aufträgt, welche Farbe zu welchem Hautton passt und mit welchen Lidfarben man die Augenfarbe besonders hervorheben kann. «Jeder Mensch hat eine natürliche Schönheit», erklärt Keller. «Mit dem Makeup möchte ich diese hervorholen und unterstreichen.»
Den Ex-Bachelor stylen
Im Oktober hat Alexandra Keller die Schule beendet. «Es war eine sehr spannende und intensive Zeit», erinnert sie sich. Denn die Schule fördert ihre Visagisten nicht nur, sie fordert sie auch. Bereits während der Ausbildung führen die Schüler Aufträge aus, beispielsweise für Hochzeiten, Fashion Shows oder Shootings. «Ein Highlight war es, als ich Ex-Bachelor Rafael Beutl für einen Videodreh stylen durfte», erzählt sie. Ein wenig nervös sei sie da schon gewesen, «aber schliesslich konzentriert man sich auf das, was man macht, und darauf, den Auftrag möglichst gut zu erledigen.»
So auch die Arbeit, mit der sie sich für die Schweizer Make-up-Meisterschaft beworben hat. «Wir mussten einen Look zum Thema ‹Ultra Violet› kreieren», erklärt sie. Kleidung, Make-up und die Pose des Models gehören dazu. «Das Shooting musste mit einem professionellen Fotografen stattfinden», erklärt sie. Aus Hunderten von Bewerbern aus der Schweiz und Liechtenstein schaffte es die Villmergerin unter die besten sechs. Auf der Beauty-Forum-Messe in Zürich mussten die sechs Finalisten ihren Look noch einmal zeigen. Dieses Mal lag jedoch die Entstehung des Looks im Mittelpunkt: Wie souverän der Pinselstrich ist, ob die richtige Basis für das Make-up gewählt wurde. Bewertet wurden sie von versierten Visagisten und Stylisten aus der ganzen Schweiz.
Zu ihren Aufgaben als Visagistin gehört nicht nur das Styling der Models: «Wir müssen während des Shootings auch darauf achten, dass das Model perfekt aussieht. Da darf kein Haar abstehen», erklärt sie und lacht.
Schnell sehr viel Vertrauen aufbauen
Alexandra Keller ist ein fröhlicher Mensch, ihr natürliches Lachen wirkt ansteckend und erweckt Vertrauen. Das ist in ihrem Beruf ein wichtiger Bestandteil. «Schliesslich kommt man den Leuten sehr nahe», so Keller. «Die Person muss mir vertrauen können, dass ich das Beste aus ihr heraushole und unterstreiche.» Der schönste Moment ist für sie, wenn eine Braut sich im Spiegel sieht und sich über das Make-up freut. «Schliesslich ist dies der wichtigste Tag im Leben.»
Doch nicht nur Frauen, auch Männer lassen sich schminken. «Die meisten sind anfangs skeptisch», erzählt sie und lacht. «Make-up wird als etwas Weibliches gesehen, dabei können es beide Geschlechter tragen. Schliesslich ist es ein Hervorholen der Schönheit, die jeder Mensch in sich trägt.»
Folgt schon bald eine weitere Auszeichnung?
Sich nun auf den Lorbeeren der Auszeichnung als Vizemeisterin auszuruhen, das liegt für Alexandra Keller nicht drin. Aktuell baut sie ihr eigenes Unternehmen auf. Und: «Mit meiner Abschlussarbeit habe ich mich für den Förderpreis für Visagismus ‹Pictures of the year› qualifiziert.» Die Verleihung findet am 30. November statt. Anfang November findet auch ein Online-Voting unter www. pofty.ch statt. «Ich bin gespannt, wie es ausgeht und freue mich sehr auf meine nächsten Herausforderungen.»
Mehr Infos: www.alexandrakeller.ch.



