Hilfe für arme Dorfgemeinschaft
19.03.2019 WohlenÖkumenischer Familien-Gottesdienst mit Suppen-Zmittag im Chappelehof
Erstmals wirkten der neue katholische Wohler Pfarrer Solomon Obasi und die evangelische Pfarrerin Sabine Herold gemeinsam an einem ökumenischen Familien-Gottesdienst mit. Im ...
Ökumenischer Familien-Gottesdienst mit Suppen-Zmittag im Chappelehof
Erstmals wirkten der neue katholische Wohler Pfarrer Solomon Obasi und die evangelische Pfarrerin Sabine Herold gemeinsam an einem ökumenischen Familien-Gottesdienst mit. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde zum traditionellen «Suppen-Zmittag» in den Chappelehof eingeladen.
Der erstmalige gemeinsame Auftritt der beiden Wohler Pfarrpersonen gelang ihnen in harmonischer Weise, ebenso die Gottesdienst-Mitgestaltung durch die evangelischen Sechstklässler und katholischen Fünftklässler, die unter der Leitung der Katechetinnen Erna Aerne (evangelisch) und Yvonne Hard (katholisch) mitwirkten. Für die musikalische Begleitung sorgten Organist Hansueli Brunner und auf der Violine Tim Herold, Sohn der evangelischen Pfarrerin. Der gute Besuch zeigte, dass diese ökumenische Tradition bei vielen Wohlerinnen und Wohlern ankommt.
«Darüber nachdenken, wenn Unrecht geschieht»
«Was geht mich das an – doch es geht mich etwas an.» Dieses Motto wurde dem Gottesdienst zugrunde gelegt. «Was geht mich das an, wenn wir von Katastrophen hören, wenn Menschenrechte mit Füssen getreten werden, wenn mein Klassenkamerad häufig ausgelacht wird», fragte Pfarrer Solomon Obasi nach seinem Willkommgruss einleitend. «Oft hört man auf solche Fragen, da könne man doch nichts machen. Das ist nicht richtig. Heute wollen wir nach mutigen Antworten suchen. Es geht mich etwas an. Wir sind eingeladen, darüber nachzudenken, wenn Unrecht geschieht. Wir haben zu essen, viele haben nichts. Wir haben ein Zuhause, viele haben das nicht.»
In Anlehnung an das aktuelle Evangelium führten Schülerinnen und Schüler zur Illustration gekonnt eine Szene auf, welche Jesus als Gleichnis erzählt hatte. Pfarrerin Sabine Herold wählte dieses Gleichnis zum passenden Predigt-Thema. Eine arme, Not leidende Witwe ersuchte beim Richter um Gerechtigkeit, die er ihr trotz der schwierigen Lebensumstände nicht gewähren wollte. Lange dauerte ihr Kampf um den Erhalt ihres Rechtes, den sie unnachgiebig führte, bis der Richter ihr endlich die erfiehte Hilfe zusprach. «Gerade für solche Menschen hatte Jesus ein Herz», so Pfarrerin Sabine Herold, «und wir sollten uns im Alltag dort einsetzen, wo Bedürfnisse bestehen, seien sie bei der alleinstehenden Nachbarin, beim kranken Klassenkameraden ober beim Arbeitskollegen.» Herold weiter: «Jesus zeigt uns auf, dass Gott genau das Gegenteil vom ungerechten Richter ist. Er will, dass wir den Menschen in Not helfen.»
Unterstützung für arme Region, die von der Dürre betroffen ist
Die weltweit erfolgenden Ungerechtigkeiten gehen wirklich alle etwas an. Dieser Erkenntnis sollen aber auch Taten folgen. Dieses Jahr wurde ein Projekt des Hilfswerks «Fastenopfer» ausgesucht. Dem Projekt «Sich als Dorfgemeinschaft selber helfen» in Senegal kommt der Erlös von Kollekte und anschliessendem Suppen-Zmittag zugute. Das Projekt hilft einer Region, die unter Dürre leidet, da es infolge des Klimawandels unregelmässig und weniger Niederschläge gibt als noch vor Jahren. Ein Viertel der Haushalte leidet zudem unter Hunger.
Im Anschluss an den Familien-Gottesdienst lud Pfarrer Solomon Obasi als Gastgeber in den Chappelehof ein, wo den Gästen eine feine Suppe serviert wurde. Die Liebhaber von Desserts erhielten ein vielseitiges Angebot an Kuchen und Getränken offeriert. Mit der aktiven Teilnahme und einer grosszügigen Kollekte zeigten die Wohlerinnen und Wohler am ökumenischen Gottesdienst, dass ihnen das Schicksal benachteiligter Menschen auch auf anderen Kontinenten nicht gleichgültig ist. --tre



