Wohlen im Schnee
01.02.2019 WohlenNoch bis morgen Samstag verbringen 194 Schüler und 55 Leiter unvergessliche Tage im Bündnerland. Aus allen fünf Schnee(sport)lagern erreichten die Redaktion Texte und Bilder. Beim Lesen und Anschauen kann man fast schon neidisch werden.
So viel mehr als nur ...
Noch bis morgen Samstag verbringen 194 Schüler und 55 Leiter unvergessliche Tage im Bündnerland. Aus allen fünf Schnee(sport)lagern erreichten die Redaktion Texte und Bilder. Beim Lesen und Anschauen kann man fast schon neidisch werden.
So viel mehr als nur Skifahren
Bericht aus dem Schneesportlager in Sedrun
Nach 16 Tunnels, vielen aufgeregten Gesprächen, zwei Stunden im Car und vielen tollen Aussichten waren die Freiämter Gäste endlich da.
In Sedrun angekommen, machte sich jedes einzelne Kind euphorisch daran, das gesamte Gepäck zu entladen und in das grosse Lagerhaus «Casa Aurora» hinaufzutragen. Nachdem diese Arbeit im Teamwork erledigt wurde, war es für die Kinder an der Zeit, ihre Energiereserven wieder aufzufüllen, um am Nachmittag bereits das erste Mal auf ihre Ski und Snowboards zu stehen.
Während der erfahrene Teil der Fahrer bereits mit dem Zug ins Skigebiet Sedrun fuhr, machten sich die ca. 20 Anfänger auf dem Anfängerhügel neben dem Lagerhaus an die Arbeit mit dem Ziel, möglichst bald auch ins grosse Skigebiet wechseln zu können. Zurück im Haus gab es immer noch keine Zeit auszuruhen: Die Betten mussten bezogen werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist dies jedem gelungen und man konnte sich nach einer erfrischenden Dusche auf das im ganzen Haus gut riechende Znacht freuen.
Weiter ging es mit dem Füdlibobrennen, welches das Abendprogramm für die Kinder darstellte. Sie wurden in Gruppen eingeteilt und mussten für diese einen Namen passend zum Lagerthema «Hollywood» erfinden. In diesen Gruppen eingeteilt ging es während 20 Minuten einzeln den Hügel hoch, um einen Pfosten herum und auf dem Füdlibob wieder hinunter. Während die anderen Teammitglieder bei glühender Fackel und starkem Schneefall auf ihre Renner warteten und diese anfeuerten, mussten sie diverse Schätzfragen beantworten: Von unmöglichen Einwohnerzahlen der Gemeinde Sedrun bis zur genauen Höhe des Matterhorns war alles zu hören.
Kampf um Punkte und Chips
Tagwache am nächsten Morgen war um 7 Uhr, mit einem grossen Zmorge starteten die Kinder in ihren ersten vollen Tag: Ski- oder Snowboardfahren. Während die Anfänger über den Mittag ins Lagerhaus zurückkamen, um Mittag zu essen, blieben die Fortgeschrittenen im Skigebiet und assen dort im Lunchraum. Nach dem Skifahren bis rund 16 Uhr ging es mit dem Zug zurück nach Sedrun, wo sich dann die Möglichkeit ergab, im Denner etwas Süsses kaufen zu gehen. Nach dem wieder sehr beliebten Abendessen stand ein Casinoabend auf dem Programm. Die Kinder bekamen die Möglichkeit, mit Glücksspielen ihre Chips zu vervielfachen und somit Punkte für ihr Team zu gewinnen.
Am Dienstag ging es wieder auf die Piste; sogar die meisten Anfänger konnten nun mit in das grosse Skigebiet kommen und dort steilere Pisten bezwingen. Nach einem langen und anstrengenden Tag war ein gemütlicher Filmabend genau das, was die Kinder brauchten. Im umgestellten Esssaal durften sie den Film «Richie Rich» auf der Leinwand schauen; dazu gab es selbst gebackene Nussgipfel aus der Küche sowie genügend Popcorn. Gleichzeitig wurden die Videos, die von den einzelnen Gruppen zur Vorstellung ihrer Mitglieder produziert wurden, gezeigt und bewertet. Auch dafür konnte man als Team Punkte gewinnen.
Am Mittwoch dann verlief der Morgen wie bereits gewohnt nach dem Frühstück beim Fahren in den Gruppen. Für den Nachmittag bekamen die Kinder die Wahl zwischen freiem Skifahren, Parkfahren oder einem Spaziergang mit anschliessendem Besuch des Hallenbades. Schon viel wurde inzwischen erlebt, aber noch stehen weiter Highlights an: Nachtskifahren, Pingpongturnier und der bunte Abend. --zg
Spannende Abenteuer unter Wasser
Bericht aus dem Schneesportlager in Tenna(tlantis)
32 Schülerinnen und Schüler zogen mit sieben Leitern zu einer Expedition aus, um das sagenumwobene Tennatlantis zu finden.
Am Lagerort begegnen die Freiämter Gäste Unterwassermenschen, machen Spiele im Schnee oder rasen auf einer Bobstrecke den Berg hinunter. Da zudem der Ferienort Tenna im Safiental tief verschneit ist und sich im strahlenden Sonnenschein von seiner allerbesten Seite zeigt, sind auch die restlichen Zutaten für ein grossartiges Schneelager gegeben.
Aufgrund eines schweren Sturmes, gefolgt von einem starken Erdbeben, sank das Expeditionsschiff Nautilus. Deshalb herrscht jeden Morgen auf den schneebedeckten Feldern rund um die gesunkene Nautilus, welche auch als Waldhaus Tenna bekannt ist, emsiges Treiben. Auf einem der vielen Arbeitsplätze liegt der «Steinbruch». Aus festgestampftem Schnee brechen mehrere Kinder mit Schaufeln und Sägen Schneequader aus, die nebenan zum Bau eines neuen Schiffes gebraucht werden, damit die Rückfahrt nach Wohlen wieder angetreten werden kann.
Einladung zur Hochzeit
Ausserdem entstehen ein Iglu, eine Meerjungfrau, ein riesiger Tintenfisch und weitere Unterwasserobjekte. Wer im Iglu übernachten will, muss übrigens nicht nur Mut und Kälteresistenz beweisen, sondern auch beim anspruchsvollen Bauvorgang mithelfen – doch bereits nach einem Tag steht dieses kalte Hotel. Die Nachmittage sind dem Sport und der eigenen Kreativität gewidmet. Wer gerne die wunderschöne Landschaft geniessen möchte, ist beim Schneeschuhwandern gut aufgehoben. Die fantasievollen Köpfe erfinden eine Fotolovestory, die handwerklich Begabten bilden sich in Seiltechnik und Kompasskunde weiter und die Sportlichen schaufeln, fräsen und hämmern eine Bobbahn aus dem Schnee. Die natürlich anschliessend getestet wird.
Die Expeditionsteilnehmer kamen ausserdem in Kontakt mit Unterwassermeeresbewohnern aus Tennatlantis. Nach anfänglicher Skepsis wurden die Lagerteilnehmer sogar an die geplante Hochzeit von Aquamine und Seenixli Trixli eingeladen. Dieser möchte jedoch lieber ein Leben mit der Oberwasser-Influencerin Anna B. Nass verbringen – eine dramatische Woche steht entsprechend bevor, bevor die Schüler und Leiter die Heimreise nach Wohlen antreten. --zg
Auf Wikingerfahrt im Schnee
Bericht aus dem Schneelager in Trans
Eine schnee- und sonnenreiche Schneelagerwoche erlebten die Schülerinnen und Schüler oberhalb von Trans im Kanton Graubünden. Das Thema in diesem Jahr: Wikinger auf hoher See.
Ein grosses Wikingerabenteuer erlebten 28 Schülerinnen und Schüler der 5. bis 8. Klasse der Schule Wohlen. Erst reiste die Gruppe vom Freiamt aus nach Graubünden ins Lagerhaus oberhalb von Trans. Am Abend wurden die Kinder von bärtigen, mit Fackeln und Säbeln ausgestatteten Wikingerfrauen und -männern draussen am Feuer begrüsst. Und erhielten sogleich einen Auftrag für die kommende Woche: Es musste ein neuer Anführer für die Wikinger gefunden werden.
Mit Geschicklichkeit, Mut und Teamgeist mussten diverse Spiele absolviert werden, so Goldmünzen gesammelt und schlussendlich von der erfolgreichsten Gruppe ein neuer Häuptling gestellt werden.
Im Iglu übernachten
Schon gleich am ersten Morgen wurde mit dem grossen Projekt gestartet: Ein riesiges Wikingerschiff aus Schnee sollte in der Woche entstehen – dafür wurde tagtäglich fleissig geschaufelt. Daneben gab es für die Kinder weitere Outdoor-Aktivitäten: Es wurde eine Bobbahn gebaut, eine Sauna aufgestellt, Volleyball und Frisbee gespielt und am alljährlichen Highlight des Schneelagers geschaufelt: dem Iglu. Vor allem das Übernachten im Iglu war für viele Kinder ein einzigartiges Erlebnis.
Und wenn einmal die Hände oder Füsse kalt wurden, konnte man sich im warmen Lagerhaus kreativ ausleben. Freundschaftsbänder wurden geknüpft, natürliche Lippenbalsame selbst hergestellt und vor allem ganz viele Spiele gespielt. Was natürlich bei so viel körperlicher und geistiger Arbeit nicht fehlen darf, ist ein leckeres Essen. Das Küchenteam verköstigte die Gruppe mit leckeren Menüs, süssen Zwischenverpflegungen und organisierte auch spezielle Abendessen wie zum Beispiel die traditionelle Paella-Pfanne über dem Feuer.
Viel Sonnenschein
Glück hatte die Gruppe mit dem Wetter: Nicht nur ganz viel Schnee gab es in diesem Jahr, sondern auch ganz viel Sonne. So konnte auch immer mal wieder die Sonnenbrille hervorgeholt und inmitten des Schnees gesonnt oder eine kleine Schneeschuhwanderung gemacht werden. Freizeit und Raum zum Verwirklichen eigener Ideen gab es auch. Dementsprechend wurde fleissig gemalt, musiziert und natürlich ganz viel geplaudert. Erholung wurde die ganze Woche grossgeschrieben, so gab es auch mal einen Wellness- und einen Kinoabend, und auch ein Tag mit Ausschlafen und einem anschliessenden Brunch stand auf dem Programm.
Im Endspurt der Schneewoche wird mit grossem Elan seitens der Kinder sowie des Leitungsteams das imposante Wikingerschiff fertiggestellt und ein neuer Wikingerchef erkoren. Am kommenden Samstag wird die Gruppe nach einer erlebnisreichen Woche wieder via Postauto und Zug nach Wohlen zurückkehren. --zg
Den täglichen Herausforderungen getrotzt
Bericht aus dem Schneesportlager in Scuol
Schlau machte es die Lagerleitung in Scuol. Sie schickte den Bericht bereits am Montag zu – und hatte so genügend Zeit, die ganze Woche zu geniessen.
Am Sonntagmorgen versammeln sich alle Schüler beim Schulhaus Bünzmatt. Es wird alles gut verstaut und pünktlich um 7 Uhr fährt der Car los Richtung Scuol. Während der Fahrt, die auch durch Österreich führt, ist es am Anfang noch sehr still. Doch mehr und mehr wird es aktiver. Es wird gelacht und geredet.
Den Teilnehmern wird viel Abwechslung geboten
Als der Car in Scuol ankommt, helfen alle, das Gepäck, Essen, Ski und Snowboards zum Lagerhaus hinaufzutragen. Nachdem alles oben ist, machen sich alle bereit zum Fahren. In den zusammengestellten Gruppen fahren alle auf den Berg. In den jeweiligen Gruppen werden auch verschiedene Pisten ausprobiert. Um 16 Uhr kommen alle zurück ins Lagerhaus. Bis um 18 Uhr kann jeder selbst entscheiden, was er machen möchte.
Nach dem Nachtessen versammeln sich alle wieder im Esszimmer und die täglichen Herausforderungen beginnen. Am Mittwochnachmittag haben die Schüler und Leiter die Möglichkeit, ins Thermalbad zu gehen oder einfach einer anderen Beschäftigung nachzugehen. Am Freitagabend findet dann der sogenannte bunte Abend statt. Dieser Abend besteht aus Spielen, Musik und der Auswertung der Siegergruppe.
Morgen Vormittag wird gepackt, aufgeräumt und geputzt. Danach wird alles in den Car geladen und die Fahrt nach Hause beginnt. --zg
Glitzernde Winterlandschaft
Bericht aus dem Schneesportlager auf der Lenzerheide
Eisige Temperaturen, tonnenweise Gepäck, wehmütige Umarmungen und strahlende Kinderaugen auf dem Gemeindehausplatz in Wohlen. Dieses kunterbunte Spektakel kann nur eines bedeuten: Der Aufbruch zum Ski- und Snowboardlager «Supercamp 2019» steht an.
Neben vier anderen Lagern der Schule Wohlen fährt der mit Schneeausrüstung und Jugendlichen voll gepackte Car am Sonntag mit voller Kraft in Richtung Lenzerheide. Auf die 39 Mädchen und Jungen warten 8 ambitionierte Ski- und Snowboardlehrkräfte, ein passioniertes Küchenteam, eine famose Lagerleitung und vor allem eine Woche voller unvergesslicher Momente in den Bergen.
Zum dritten Mal im Lager
Als Willkommensgeschenk für die jungen Schneesportlerinnen und Schneesportler erwartet sie eine glitzernde, verschneite Winterlandschaft, die am Sonntagmorgen von wärmenden Sonnenstrahlen durchdrungen wird. Ein 15-jähriger Lagerteilnehmer, dessen Vater sowie Götti bereits in den Anfängen des «Supercamps» im Jahre 1992 das Lager besuchten, ist auch unter den Ankömmlingen. «Ich bin jetzt bereits das dritte Mal im Schneesportlager und finde es super, dass man so viel Zeit mit seinen Freunden hier verbringen kann und gleichzeitig so viele neue Gesichter hinzukommen. Im letzten Lager habe ich sogar meine Freundin kennengelernt», meint der hochgewachsene Junge ganz verlegen. «Was ich nicht so toll finde, ist, dass um 23 Uhr abends Nachtruhe ist. Aber eigentlich ist es nett vom Leiterteam, dass es sich extra für uns Kinder eine ganze Woche Ferien nimmt, um sich um uns zu kümmern. Wir kriegen ja auch wunderbares Essen. Am liebsten mag ich die Spaghetti.»
Doch nicht nur erfahrene Kinder geniessen das Lagerleben in der Bündner Bergwelt, sondern auch einige Neuankömmlinge sind unter der lebendigen Kinderschar und fühlen sich wohl. «Ich hoffe, ich werde mir nicht in den ersten paar Stunden schon alle Knochen brechen!», ruft ein junges Mädchen besorgt, «aber vielleicht kriege ich dann von meinen Eltern ein Fresspäckli.» Aus dem aufgeregten Stimmengewirr kristallisiert sich aber insbesondere die brennende Frage heraus, ob es denn in diesem Graubünden überhaupt WLAN hat.
Das Ziel der Lagerleitung unter Roger Waeber ist es aber, dass die Mädchen und Jungen bis zum Ende der Woche das World Wide Web und seine gesamten Vorzüge für eine Weile hinter sich lassen und die Geselligkeit und Gemütlichkeit der Lagergesellschaft erfahren dürfen.
Bis kommenden Samstag befindet sich das Supercamp noch im Bündnerland, ertüchtigt sich verausgabend mit Ski- und Snowboardfahren und freut sich ganz grundsätzlich über jegliche Fresspäckli, die sich ganz zufälligerweise in das gemütliche Lagerhaus verirren. --zg








