Am Bahnhof fanden die Rodungsarbeiten statt
Anfang Woche ging die Ära des «Pärkli» beim Bahnhof zu Ende. Nico Küng und Fredy Troxler vom Forstbetrieb Wagenrain fällten alle Bäume und Sträucher – auch solche beim ...
Am Bahnhof fanden die Rodungsarbeiten statt
Anfang Woche ging die Ära des «Pärkli» beim Bahnhof zu Ende. Nico Küng und Fredy Troxler vom Forstbetrieb Wagenrain fällten alle Bäume und Sträucher – auch solche beim Kiosk und vor dem Bahnhofsgebäude. Die Rodungen sind für den neuen Bushof nötig.
Kahl sieht es bei der ehemaligen Parkanlage beim Bahnhof aus. Wo einst hohe Bäume und sattes Grün dominierten, schimmert es jetzt blass-grün und und in verschiedenen Brauntönen. Dies vermischt sich mit dem seit Tagen drückenden Grau des Hochnebels. Das über Jahre fast versteckte kleine Stromhäuschen sticht plötzlich sehr auffällig aus der Fläche heraus.
Keine Schäden anrichten
«Für die Vorbereitung der Rodung brauchten wir drei Begehungen», erklärt Nico Küng, Forstwart des Forstbetriebs Wagenrain. «Die Herausforderung war, die Bäume so zu fällen, dass keine Schäden entstehen.» Das war keine einfache Aufgabe, da dieser Ort nicht vollständig abgesperrt werden kann und Autos parkieren und vorbeifahren. Zudem gibt es noch die Bahnlinie in unmittelbarer Nachbarschaft. «Deshalb haben wir zu zweit am ersten Tag alle Pflanzen bis Mannhöhe geschnitten», so Küng. «Am zweiten Tag bin ich auf die Bäume geklettert und habe die Äste geschnitten, die ein Lastwagen jeweils mit seiner Zange festgehalten und danach vorsichtig am Boden deponiert hat.» Am dritten Tag wurde alles in den Wald geführt, wo es eineinhalb Jahre lagert. «Danach wird es dort geschnitzelt und später auf der Finnenbahn im Sportzentrum Niedermatten eingesetzt.»
Viele Passanten hätten ihnen gespannt zugesehen und seien fasziniert gewesen über die gewählte Vorgehensweise. Einige hätten sich auch traurig über das Ende des «Pärkli» geäussert. Für Nico Küng waren die Arbeiten etwas ganz Spezielles. «So was haben wir nicht jeden Tag. Besonders war es auch, weil einige ziemlich grosse Bäume dabei waren.»
Platz für Haltestellen
Erstaunt waren einige Passanten über die gefällten Bäume beim Kiosk, beim SBB-Ticket-Automaten und vor dem Bahnhofsgebäude. «Dies war nötig, weil dort provisorische Bushaltestellen errichtet werden», erklärt Marc Meier, Leiter Baugesuche. «Nicht nur der Bushof wird neu gestaltet, sondern der ganze Bahnhof.» Beim Kiosk würden für eine gewisse Zeit zudem die Veloständer verschoben. «Wir liessen aber keine Bäume auf Vorrat fällen, sondern nur solche, die zwingend wegmüssen.» --rwi