Biotop-Pflege beim Schulhaus Hof
Einmal im Jahr wird es laut im und ums Biotop beim Schulhaus Hof. Man hört aber kein Froschgequake – das wäre auch seltsam im Herbst – sondern das Gekreisch von Motorsägen und das Sirren von ...
Biotop-Pflege beim Schulhaus Hof
Einmal im Jahr wird es laut im und ums Biotop beim Schulhaus Hof. Man hört aber kein Froschgequake – das wäre auch seltsam im Herbst – sondern das Gekreisch von Motorsägen und das Sirren von Motorsensen.
Biotop-Pflege ist angesagt und seit Jahren übernimmt Lehrer Beat Schmid diese Arbeit mit Freiwilligen seiner jeweiligen Klasse. Damit man jeweils an einem Tag fertig wird, helfen auch Schüler der Parallelklasse mit.
Ein radikaler Eingriff
Zu erledigende Arbeiten gibt es ja genug: Bäume fällen, Sträucher zurückschneiden, das Gras mähen, Abfall einsammeln. Und zum Schluss muss alles auf den vom Bauamt bereitgestellten Anhänger geladen werden. Das sind doch eher ungewohnte Arbeiten für Oberstufenschüler, aber alle packen an. Man geniesst es, einmal einen Tag draussen arbeiten zu dürfen, und die Stimmung ist dementsprechend gut. Auch für reichlich Zwischenverpflegung ist gesorgt und über Mittag wird grilliert.
Wieso braucht das Biotop diesen doch recht radikalen Pflegeeingriff? «Wir möchten den ruderalen Charakter des Gebiets mit seinem steinigen, humusarmen Untergrund bewahren. Würde man nichts unternehmen und das organische Material nicht abführen, hätte man in Kürze einen Dschungel», sagt Beat Schmid dazu. Jetzt ist geräumt, die Winterruhe kann kommen. Erst im Frühjahr wird es wieder laut im Biotop. Dann aber sind es sicher die Frösche.
Sogar ein Baumhaus gibt es
«Ich bin schon das zweite Mal dabei und mir gefällt dieser Biotop-Tag sehr. Ich bin gerne draussen und helfe auch im Garten zu Hause. Hier beim Biotop bin ich häufig, denn mit ein paar Freunden haben wir auch das Baumhaus auf dem Ahorn gebaut. Spass macht mir vor allem, wenn wir dicke Bäume fällen dürfen.», freut sich Samuel Häfiiger (S2a).
«Die Arbeit ist anstrengend, aber der Nussgipfel war sehr gut. Von mir aus hätte man die Bäume und Sträucher auch noch ein Jahr länger wachsen lassen können, mich haben sie nicht gestört», meint Lauren Schmid (S2b).
Andi Zimmermann