Das Geheimnis gelüftet
13.11.2018 Region UnterfreiamtGrosses Spektakel und Prominenz am Konzert der «Musig» in der Hägglinger Turnhalle
Der Musikverein Concordia hat für die Einweihung seiner neuen Uniform ein ganzes Festwochenende organisiert. Höhepunkt war der Samstagabend mit ...
Grosses Spektakel und Prominenz am Konzert der «Musig» in der Hägglinger Turnhalle
Der Musikverein Concordia hat für die Einweihung seiner neuen Uniform ein ganzes Festwochenende organisiert. Höhepunkt war der Samstagabend mit Präsentation der Uniform und einem besonderen Gast.
Für die Moderation des Konzertabends hatte das OK den national bekannten Hackbrettspieler Nicolas Senn engagiert. Senn ist nicht nur ein begnadeter Musiker, sondern auch ein unterhaltsamer Moderator, bekannt unter anderem durch die Sendung «Potzmusig» auf SRF.
Für seinen Auftritt in Hägglingen hatte sich der Appenzeller gut vorbereitet und er liess die lokalen Eigenheiten während des Abends immer wieder in seine Moderation einfliessen. «Da fuhr ich also vor einigen Tagen zur Probe ins untere Freiamt», erzählte er schmunzelnd, «und fand auch die Turnhalle. Doch merkte ich bald: Es ist nur Dottikon.» Auf die liebevolle Rivalität der beiden Dörfer anspielend, hatte er das Hägglinger Publikum damit gleich zu Beginn charmant in der Tasche.
Das Publikum bestens unterhalten
Sodann habe er weitergesucht, fuhr Senn fort, und doch noch die Turnhalle im Siebenhügeldorf gefunden. «Als ich mich jedoch in der Garderobe umzog und dabei meine Showkleider nass wurden, merkte ich: da kann etwas nicht stimmen!» Die Anspielung auf den langwierigen Wasserschaden in der neu gebauten Turnhalle gelang ebenfalls und das Publikum applaudierte. Präsidentin Claudia Geissmann habe ihn dann gerettet und in die richtige Halle, die alte Mehrzweckhalle, geführt.
Auch der Musikverein war in Hochform und spielte ein buntes Potpurri seiner schönsten Stücke, auch diese witzig angekündigt von Nicolas Senn. Beim bekannten «Despacito» meinte er verschmitzt, dieser Sommerhit sei doch erst richtig ins Rollen gekommen, seit man wisse, dass der Musikverein Concordia ihn auch spiele. Der Künstler selber moderierte nicht nur, sondern spielte natürlich auch einige Stücke auf seinem Instrument, unter anderem seinen grossen Hit «Feuer und Flamme», mit dem er 2010 den Schweizer Final des Grand Prix der Volksmusik gewonnen hatte.
Nach der Pause war es dann endlich so weit: Die stolzen Mitglieder des Musikvereins marschierten im Schweinwerferlicht zwischen den Zuschauern hindurch in Richtung Bühne, begleitet von Nicolas Senns Hackbrettklängen des Hägglinger Lieds. Ein ergreifender Augenblick, der gewiss manchem Zuschauer ein klein wenig Gänsehaut bescherte.
Für die Risa eine besondere Herausforderung
Endlich wurde das gut gehütete Geheimnis gelüftet: Der neue Kittel ist blau mit einem dezenten Muster von Notenschlüsseln. Dazu gehören eine schwarze Hose, ein weisses Hemd sowie ein weinrotes Gilet und eine in Grau gehaltene Krawatte, auf welcher das Logo des Musikvereins und ebenfalls Notenschlüssel aufgedruckt sind. Ein farblich passender Strohhut rundet das Bild ab.
Die Uniform stammt komplett aus Schweizer Produktion: Die Kleider wurden von der Rothenthurmer Schuler Uniformen AG gefertigt, der Strohhut von der lokalen Risa Hutwerkstatt. Die Verantwortlichen beider Firmen, Jean Baptiste François sowie Risa-Chef Julian Huber, waren vor Ort und bedankten sich für den schönen Auftrag. Da das Aussehen der neuen Uniformen geheim war, mussten beide äusserstes Stillschweigen bewahren. Insbesondere für die ortsansässige Firma Risa war das eine besondere Herausforderung: «Bei jeder Betriebsführung mussten wir das ganze Bagage wegräumen», lachte Julian Huber.
Optisch und qualitativ top
Die monatelange Geheimniskrämerei hat sich gelohnt. Die neuen Kleider des Hägglinger Musikvereins, für die so viele Firmen und Private Geld gespendet hatten, kann sich optisch und qualitativ sehen lassen. Und mit dem spektakulären Unterhaltungsabend konnte man den Sponsoren bereits etwas zurückgeben. --sp



