Am neuen Ort angekommen
09.10.2018 WohlenMinigolfclub Wohlen ist zufrieden mit der neuen Anlage
Die Sanierung der Badi und der Bau der neuen Eishalle waren die beiden grossen Brocken. Aber auch die Minigolfanlage wurde komplett erneuert. Sie ist in den Schüwo Park integriert, der Verein nur ...
Minigolfclub Wohlen ist zufrieden mit der neuen Anlage
Die Sanierung der Badi und der Bau der neuen Eishalle waren die beiden grossen Brocken. Aber auch die Minigolfanlage wurde komplett erneuert. Sie ist in den Schüwo Park integriert, der Verein nur noch Gast.
Chregi Hansen
Wenn der Schüwo Park am 20. und 21. Oktober seine offizielle Eröffnung feiert, dann sind auch die Mitglieder des Minigolfclubs Wohlen gefordert. An beiden Tagen kann die Anlage gratis genutzt werden und stehen die erfahrenen Spieler mit Rat und Tat zur Seite. Wer will, darf auch mal einen ihrer vielen Spezialbälle ausprobieren. Und wird merken, dass sich damit das Einlochen einfacher gestaltet – wenn man weiss wie.
Weniger Verpflichtungen
Viele Familien werden dieses Angebot sicher gerne nutzen. «Das ist das Schöne an unserem Sport – alle können ihn ausüben. Völlig unabhängig vom Alter», sagt Präsident Markus Huber. Während den zwei Tagen teilt der Verein also seine Anlage mit den vielen Festbesuchern. Wobei es eben nicht mehr seine Anlage ist. Auf der alten Anlage war der Minigolfclub selber für den Betrieb verantwortlich, im neuen Sportpark ist er «nur» Gast. «Das hat Vor- und Nachteile», ist für den Präsidenten klar. Wobei seiner Meinung nach die Vorteile aber überwiegen. «Wir haben deutlich weniger Verpflichtungen. Früher mussten wir neben dem Spiel- auch den Kioskbetrieb organisieren, hier können wir uns nach dem Spielen einfach ins Restaurant setzen», sagt er.
Am 4. Juli konnten die Clubmitglieder die neue Anlage erstmals testen. Und das Fazit fiel positiv aus. Seit der Eröffnung der Badi können auch alle Freizeitspieler Schläger und Bälle mieten. Genaue Zahlen über die Anzahl Besucher kann Geschäftsführer Christian Meier zwar nicht nennen, aber insgesamt ist er sehr zufrieden mit der ersten (halben) Saison. «Die Anlage wurde sowohl von den lizenzierten Spielern als auch durch die Hobby-Minigolfer extrem gut angenommen. Der schöne Sommer und der geniale Herbst haben selbstverständlich auch dazu beigetragen, dass von einem super Start geredet werden kann», erklärt er. Und so soll es natürlich weitergehen.
Klein, aber oho
Minigolfclub zieht nach der ersten Saison auf der neuen Anlage eine positive Bilanz
Auf der alten Anlage kannten die Clubmitglieder sozusagen jede Bahn auswendig. «Hier sind wir immer noch daran, die richtigen Bälle und die perfekten Schläge zu suchen», erklärt Präsident Markus Huber. Auch wenn vieles noch ungewohnt ist, so hat der Wechsel dem Verein auch neuen Schwung gegeben.
Chregi Hansen
Obwohl der Herbst noch immer eher sommerlich daherkommt, wird es abends doch schon recht kühl. Das spüren auch die Mitglieder des Minigolfclubs Wohlen. Trotzdem sind sie – zum Teil in warme Jacken eingehüllt – noch immer zweimal pro Woche auf der neuen Anlage anzutreffen und spielen den internen Cup aus. «Aber man spürt die Kälte, die Bälle reagieren anders», erklärt Präsident Markus Huber, nachdem sein Ball knapp am Loch vorbeigerollt ist.
Seit dem 4. Juli können die Wohler auf der Anlage trainieren. Vieles hat sich verändert. Die Hindernisse sind zwar noch die gleichen und lassen so manchen Hobbyspieler verzweifeln, aber die Länge der Bahnen beträgt nur noch 80 Prozent. Zudem besteht die Unterlage neu aus Ethernit und nicht mehr aus Beton wie früher. «Manchmal ist es fast zu eben für uns», lacht Vizepräsident Christian Künzle. «Wenn der Schlag nicht ganz präzis ist, dann läuft der Ball eben vorbei. Früher konnte man noch hoffen, dass er leicht abgelenkt wird.»
Für Hobbyspieler von Vorteil
Auch nach drei Monaten Training sind die meisten Spieler immer noch auf der Suche nach der richtigen Taktik. Welcher Ball ist für welche Bahn ideal? Wie spiele ich das Loch an – direkt oder doch besser über die Bande? Und wie dosiere ich den Schlag? «Die neue Unterlage ist fair zu den Spielern. Verzeiht aber keine Fehler», sagt Präsident Huber, der momentan mit 26 Schlägen den Rekord hält. Der Vorteil sei, dass Hobbyspieler dank den kürzeren Bahnen zu besseren Resultaten kommen. Aber auch die Lizenzierten benötigen im Normalfall weniger Schläge. Wenn man sich denn mit der Bahn angefreundet hat.
Huber spricht von einem «insgesamt gelungenen Werk». Auch Künzle ist begeistert vom neuen Sportpark. Beide sind aber gespannt, wie die neuen Bahnen den Winter überstehen. Schliesslich steht die Anlage auf einem sumpfigen Gelände, es könnte also sein, dass sie sich noch verzieht. Dass für die 18 Bahnen jetzt viel weniger Platz zur Verfügung steht als vorher, daran haben sich die Clubmitglieder schnell gewöhnt. «Früher waren wir in dieser Hinsicht fast etwas verwöhnt. Dafür ist die neue Anlage jetzt rollstuhlgängig und es können auch Personen spielen, die nicht mehr so gut zu Fuss sind», sieht Huber einen grossen Vorteil.
Gutes Einvernehmen mit den Betreibern
Insgesamt ziehen er und Künzle ein positives Fazit. Man habe sich schon etwas Sorgen gemacht, als die alte Anlage abgebrochen wurde und der Verein anderthalb Saisons nach Büelisacker ausweichen musste. Aber der befürchtete Mitgliederschwund blieb aus, im Gegenteil, «die neue Anlage hat dem Verein neuen Schwung gegeben. Einige Spieler, die kaum noch gespielt haben, sind jetzt wieder regelmässig dabei», freut sich Huber. Natürlich sei es für alle eine Umstellung, dass man jetzt nur noch Gast ist und nicht mehr Betreiber der Anlage. «Aber mit unseren Saisonabos können wir immer spielen. Und schon früher mussten wir uns mit den Freizeitspielern arrangieren, das hat sich nicht geändert», sagt Huber.
Einzig die Tatsache, dass mit der Badi-Schliessung auch gleich das Restaurant den Betrieb einstellte, war für den Verein etwas negativ, fehlte doch die Möglichkeit, nach dem Spielen noch gemeinsam etwas zu trinken. Aber zum Glück habe der Betreiber reagiert und zumindest an den schönen Tagen den Betrieb teilweise wieder aufgenommen. «Wir erleben die Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und den Mitarbeitern hier als sehr positiv», sagt Huber. «Es wird deutlich, dass der Verein Unterstützung erhält.»
Nächstes Jahr der Cupfinal
Dieser Sommer war für alle eine Art Übergangssaison. Vieles muss sich noch einspielen. Im kommenden Jahr will der Verein aber auch wieder Turniere organisieren. «Das Interesse an der neuen Anlage ist bei den Spielern und den Vereinen gross. Schliesslich ist es die erste neue Bahn seit vielen Jahren, die in der Schweiz eröffnet wurde», weiss Huber. Für den Sommer sind daher zwei Turniere geplant, ein kleineres im August, und später im September der Schweizer Cupfinal. «Spätestens da zeigt sich, wie gut die neue Bahn ist», meint Künzle.
Früher war der Verein bei der Organisation solcher Anlässe frei. Jetzt müssen diese natürlich mit dem Sportpark abgesprochen werden. «Aber auch die Betreiber haben Interesse daran, dass hier Turniere stattfinden. Schliesslich locken solche Anlässe Spieler aus der ganzen Schweiz nach Wohlen», sagt der Präsident. Etwas Sorge bereitet hingegen die Nähe zur Badiwiese – da kann es schon mal passieren, dass ein Fussball auf der Minigolfanlage landet. Im Normalfall kein Unglück, bei einem Turnier wie dem Cupfinal dann aber schon störend. «Aber wir werden sicher eine Lösung finden», ist Markus Huber überzeugt.
Auf der Suche nach dem perfekten Schlag
Letztlich kommen Präsi und Vize zum gleichen Ergebnis. «Wir fühlen uns hier wohl», sagen sie. Einzig die Bepflanzung überzeugt sie noch nicht so ganz. Aber auch dies soll im kommenden Sommer besser werden. Rosige Zeiten also für den Minigolfclub. Und auch die Rundenergebnisse werden sicher bald besser werden. «Wir sind immer noch am Tüfteln», sagt Markus Huber lachend. Bevor er sich zur nächsten Runde aufmacht.



