«Himmeli»: Vernissage zur neuen Sonderausstellung im Strohmuseum im Park
Das Strohmuseum in Wohlen präsentiert eine neue Ausstellung. Die finnische Künstlerin Eija Koski entführte die Besucher mit ihren traditionellen «Himmeli» in ...
«Himmeli»: Vernissage zur neuen Sonderausstellung im Strohmuseum im Park
Das Strohmuseum in Wohlen präsentiert eine neue Ausstellung. Die finnische Künstlerin Eija Koski entführte die Besucher mit ihren traditionellen «Himmeli» in eine neue Welt der Strohkunst.
Die ursprünglich aus Finnland und Schweden stammende Tradition der «Himmeli» ist in unseren Breitengraden eher unbekannt. Wie also lassen sich «Himmeli» also am besten beschreiben?
Für den ungeübten Betrachter sind «Himmeli» Strohhalme, die einzeln auf einen Faden gezogen werden und schlussendlich zu gleichschenkligen Dreiecken zusammengebunden werden. Diese Dreiecke bilden die Grundform für weitere dreidimensionale Konstruktionen.
Die Künstlerin findet für ihre beeindruckenden Werke eine weitaus poetischere Beschreibung: «Für mich persönlich sind ‹Himmeli› die mathematische Sprache der Schönheit. Sie sind Ordnung und Schmuck in einem. Was sie so einzigartig macht? Sie sind einfach nur die Harmonie der Seele.»
Die Vernissage wurde von der Museumsleiterin Anna Hegi, den Projektleiterinnen Andrea Huser und Andrea Zielinski sowie von Rolf Kromer eröffnet. Er ist erst seit wenigen Monaten im Amt als Abteilungsleiter für Gesellschaft, Kultur und Sport der Gemeinde Wohlen und überzeugte mit einer etwas anderen Art der Begrüssung. Statt eine Rede zu halten, führte er ein Interview mit den Projektleiterinnen. Besonders auf die Frage, wie sie die Ausstellung selber beurteilen, kamen die Leiterinnen aus dem Loben kaum noch heraus. Andrea Huser beschrieb die Ausstellung wie folgt: «Die ‹Himmeli› und die gesamte Ausstellung ist ein Wunder. Es ist schlicht Upperclass.»
Auch ihre Namenskollegin fand nur gute Worte. «Der Blick in die Kiste ist ein Wunder für sich», so Andrea Zielinski. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich alle Parteien mit Leib uns Seele für die Ausstellung eingesetzt haben. Die gesamten Installationen wurden in nur zwei Tagen gemacht.
Vernetzung der Welt
Doch «Himmeli» sind nicht nur einfach Kunstwerke. Ebenfalls knüpfen sie Kontakte in alle Welt. Anna Hegi, Museumsleiterin des Strohmuseums, erklärt. «Schon früher wurden in der Strohindustrie Kontakte in die ganze Welt gepflegt. Leider hatten wir bisher keine solchen in Finnland. Wir sind glücklich, das mit dieser Ausstellung endlich ändern zu können.» Auch Rolf Kromer betonte die Wichtigkeit dieser Ausstellung. «Wir haben mit unserm Strohmuseum ein Epizentrum für die Kultur geschaffen.» Eröffnet wurde die Vernissage vor rund 60 Gästen. Auf diese Tatsache erklärt die Künstlerin mit einem herzlichen Lächeln auf den Lippen, es seien wohl mehr Gäste heute Abend hier, als sie zu Hause in ihrem kleinen finnischen Dorf hätte.
«Träume können immer passieren»
Eija Koski selbst ist unglaublich glücklich und froh, hier eine Ausstellung zu eröffnen. Vor gut eineinhalb Jahren war sie mit ihrem Mann in den Ferien in der Schweiz. Als sie einen Abstecher nach Wohlen unternahmen, war für sie schnell klar, dass sie einmal in Wohlen ausstellen möchte. «Für mich war es ein Traum, hier eine Ausstellung zu machen» Doch wieso genau in Wohlen? Auch hier findet sie sehr schöne Worte: «Das Museum hier in Wohlen ist einfach das schönste auf der Welt. Ich bin so froh, dass mein Traum gehört wurde. Es ist einfach so, Träume können passieren.» Die Ausstellung «Geometrie und Tradition» von Eija Koski, einer wundervollen Künstlerin, kann man noch bis zum 24. März im Strohmuseum bewundern. --de