Waltenschwil hat sein «FeuerWerk»
25.09.2018 WaltenschwilDass die Räumlichkeiten im Werkhof den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen, war schon einige Jahre klar. Im Sommer zu heiss, im Winter zu kalt – das Gebäude am Grottenweg hatte schon länger ausgedient. Gleiches gilt für das Feuerwehrlokal. Die ...
Dass die Räumlichkeiten im Werkhof den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen, war schon einige Jahre klar. Im Sommer zu heiss, im Winter zu kalt – das Gebäude am Grottenweg hatte schon länger ausgedient. Gleiches gilt für das Feuerwehrlokal. Die Platzverhältnisse waren mehr als eng. Und das nicht nur für die Feuerwehrleute. Auch die Fahrzeuge passten kaum mehr in die Halle. Millimeter entschieden, ob Dach und Fahrzeug beim Manövrieren beschädigt werden.
Aber damit ist jetzt Schluss. Mit viel Unterhaltung und noch mehr Interesse seitens der Dorfbevölkerung wurde das «FeuerWerk» eingeweiht. Ein besonders emotionaler Moment für Hansruedi Müller, der Gemeinderat, der das Projekt als Baukommissionspräsident eng begleitete. --ake
Die Zukunft ist gesichert
Einweihung des «FeuerWerks» in Waltenschwil lockte einen Grossteil der Bevölkerung an
Die Feuerwehr und der Werkhof der Gemeinde Waltenschwil haben ein neues Zuhause. «FeuerWerk» heisst das Projekt, das fast fünf Millionen Franken kostete und nun fertig ist. Mit einer grossen Feier wurde es offiziell eingeweiht.
Annemarie Keusch
Es ist kein Vergleich zu vorher. In allen Teilen des neuen «FeuerWerks» nicht. Platzmässig ist alles viel grösser, von der Garderobe bis zur Halle, wo die Feuerwehrfahrzeuge stehen. Von der Entsorgungsstelle bis zum Büro des Werkhofleiters. Alles auf dem neusten Stand – das war das Ziel des Gemeinderats Waltenschwil. Die Feuerwehr und den Werkhof für die Zukunft wappnen – eines der obersten Credos.
Süsses Geschenk für Hansruedi Müller
Zweckmässig sollte es sein, kein Prunkbau. Die Kosten beliefen sich trotzdem auf fast fünf Millionen Franken. Unterstützung erfuhr das Projekt von der Ortsbürgergemeinde und von der ganzen Bevölkerung. Erstere hat das Land im Baurecht abgetreten, auf dem jetzt das «Feuer-Werk» steht, Zweitere haben Kreditanträge an den Gemeindeversammlungen stets mit grosser Mehrheit genehmigt. «Es gilt zweitausend Mal Danke zu sagen», betonte darum Gemeinderat Hansruedi Müller, der als Präsident der Baukommission amtete. In den Dank eingeschlossen seien auch alle Steuerzahler. «Sie zahlen die Umsetzung schliesslich.»
Ammann Michel Christen blickte an der Eröffnung darauf zurück, dass das Projekt schon sehr lange ein Thema ist. Bereits über zwei Jahrzehnte lang geisterte ein neues Feuerwehrgebäude und eine neue Unterkunft für den Werkhof immer wieder in Gemeinderats-Diskussionen herum, als im Mai vor vier Jahren die Kick-off-Sitzung stattfand. «Wenn es heisst, was lange währt, wird endlich gut, kann man das hier abändern zu: Was sehr lange währt, wird hervorragend», meinte Christen. Er ist überzeugt, dass die fast fünf Millionen Franken gut investiertes Geld seien für die Gemeinde Waltenschwil. Ein dickes Lob gab es vom Ammann für seinen Gemeinderatskollegen Hansruedi Müller. «Du hast dieses Projekt mit ganz viel Engagement begleitet», sagt er. Zeitlich und finanziell sei der Rahmen eingehalten worden. Und darum gabs für Müller ein Feuerwehrauto, gefüllt mit Süssigkeiten. «Das geht nicht auf den Baukredit», meinte Ammann Christen schmunzelnd.
360 Kubik Holz wurden im Gebäude verbaut. Hansruedi Müller lacht. «Anfangs habe ich gesagt, dass ich ganz sicher keinen Holzbau will.» Er hat seine Meinung geändert. 180 Bäume fielen dem Waltenschwiler «FeuerWerk» zum Opfer und wurden verbaut. «In der Schweiz wächst dies in 58 Minuten nach», betonte der Architekt der ausführenden Generalunternehmung Schär Holzbau. Bis einer der grossen Bäume nachwächst, dauert es 100 Jahre. «Wir haben das Projekt also schneller amortisiert, als ein grosser Baum nachwächst», meinte Müller.
Die «Rote Zora» hat ausgedient
Zum neuen Gebäude gabs für die Feuerwehr ein neues Pikettfahrzeug. Geehrt wurden zudem die beiden Feuerwehrmänner, die als einzige das alte Pikettfahrzeug, die «Rote Zora», während der ganzen Lebensdauer begleiteten: Peter Liechti und Marcel Stöckli. Feuerwehr und Werkhof sind für die Zukunft bereit. Zumindest, was die Infrastruktur betrifft. Mit welcher Begeisterung sich die kleinen Besucher rund um das neue Gebäude an verschiedenen Spielen austobten lässt vermuten, dass auch personell nicht so schnell Engpässe entstehen.





