10. Degustation der Bünzwasser-Biere als Abschluss der Sommerbar
Die Sommerbar profitierte in den letzten Wochen meist von tollem Wetter. Ausgerechnet an der Degustation zum Abschluss der Saison regnete es. Doch wahre Bierliebhaber liessen sich davon nicht ...
10. Degustation der Bünzwasser-Biere als Abschluss der Sommerbar
Die Sommerbar profitierte in den letzten Wochen meist von tollem Wetter. Ausgerechnet an der Degustation zum Abschluss der Saison regnete es. Doch wahre Bierliebhaber liessen sich davon nicht abhalten und probierten die neuen Produkte der jungen Hobby-Brauer.
Chregi Hansen
Was darf es sein? Ein Pale Ale mit Grapefruitsaft? Oder lieber eines mit der Hopfensorte Amarillo? Soll es ein bitteres Dunkles sein oder dürfen auch tropische Aromen rein? Oder darf es gar das neue Tannentrieb sein, dessen Zutaten die jungen Brauer selbst im Wald gesammelt haben?
An der Jubiläums-Degustation des Vereins Bünzwasser hatten die Kunden die Qual der Wahl. Kein Wunder, waren die Degu-Sets der Renner. Vier kleine Becher mit vier verschiedenen Sorten konnten auf diese Weise probiert und verglichen werden. «Es ist unser Ziel, neben unseren vier Standard-Sorten immer wieder Neues zu probieren. Wir wollen die Bierkultur aufleben lassen», erklärt Braumeister Ismael Kunz. Dabei lasse man sich inspirieren von anderen Bieren, von Rezepten und Fachartikeln, aber auch von eigenen Ideen.
Nicht immer gelingen die neuen Rezepturen auf Anhieb. «Bitterkeit und Farbe kann man gut steuern, was den Geschmack betrifft, da hilft nur Pröbeln», lacht Kunz. Natürlich hilft auch die Erfahrung. In den vergangenen Jahren sind die selbst gebrauten Biere immer besser geworden. Für die neuen Produkte gab es denn auch viel Lob. Das ist kein Zufall. «Jede Sorte wird von einer anderen Person gebraut. Und jeder will natürlich den anderen übertrumpfen», erklärt Kunz. Auch wenn die Menge der produzierten Biere stetig steigt, soll das Ganze ein Hobby bleiben. «Das Brauen noch grösserer Mengen wäre kein Problem. Aber das Abfüllen und Etikettieren geschieht bei uns immer noch von Hand und benötigt entsprechend Zeit.»
Lebensmittelkontrolleur zu Gast
Mit den jetzt jährlich 2500 Litern habe man eine gute Grösse erreicht, findet der Braumeister. «Damit können wir auch mal einen bestimmten Anlass beliefern. So etwa das Festival der Sinne im September», so Kunz. Gebraut wird im Keller des ehemaligen Landi-Gebäudes hinter dem Lebensmittelladen Duss. Organisiert ist die Brauerei nach wie vor als Verein. Mit der gestiegenen Menge braucht es aber inzwischen auch eine Bewilligung. «Wir zahlen natürlich Steuern und unterstehen der Lebensmittelkontrolle», erklärt Kunz. Diese war vor Kurzem vor Ort und hatte nur einige Kleinigkeiten zu bemängeln, die umgehend beseitig wurden. Nach wie vor gelangen die Biere nicht in den Verkauf. Geprüft wird aber, ob einige Sorten in Zukunft im Duss-Laden angeboten werden. Erhältlich ist das Bünzwasser an den zweimal jährlich stattfindenden Degustationen sowie in der Kulturbeiz.
Auch den Hunger gestillt
Zur 10. Degustation luden die jungen Brauer an die Sommerbar ein. «Es ist schön, dass wir uns in diesem Rahmen präsentieren können», sagt Kunz. Das schlechte Wetter störte da kaum, dank eines zusätzlich aufgestellten Zeltes musste niemand nass werden. Und nicht nur den Durst konnte man vor Ort stillen, sondern auch den Hunger. Auf einem selbst gebauten Smoker wurde feinstes Fleisch gegrillt. Dazu wartete ein grosses Salatbuffet auf hungrige Mäuler. Alles in allem ein gelungener Jubiläumsanlass, der Lust auf mehr macht.