Erstmals zweitägig
14.08.2018 BremgartenBremgarten: Festival i de Marktgass
Zwei Tage lassen den organisatorischen Aufwand lohnender rechnen. Gleichzeitig sind die Kosten für die Kultur höher. «Die erste Hochrechnung sieht gut aus», freute sich das Vorstandsmitglied Nico Schulthess. Das ...
Bremgarten: Festival i de Marktgass
Zwei Tage lassen den organisatorischen Aufwand lohnender rechnen. Gleichzeitig sind die Kosten für die Kultur höher. «Die erste Hochrechnung sieht gut aus», freute sich das Vorstandsmitglied Nico Schulthess. Das trockene Wetter spielte den Organisaoren in die Karten. Sie erklärten sich auch überwältigt von der Tatsache, dass kein einziger Zwischenfal passierte. Rund 2000 Besucher sollen am Freitag das Open Air genossen haben, rund 1700 am Samstag. Bestätigt sich die Hochrechnung, kann der Verein nach zwei Defiziten wieder Reserven schaffen. --gla
Mehrere Schritte vorwärts getan
Zweitägiges Open Air mit 13 kulturellen Acts und vielfältigem gastronomischem Angebot
Mit rund 2000 Besuchern am Freitag und 1700 am Samstag hat sich die Ausdehnung auf zwei Tage als richtig erwiesen. Neu und befriedigend war auch die Zusammenarbeit mit «Viva con Agua».
Lis Glavas
Seit neun Jahren hat die Organisation «Viva con Agua» einen Schweizer Ableger. Über 500 junge Freiwillige sind registriert, die sich jährlich an rund 30 Festivals engagieren. «Alle sind unter 30-jährig», erklärte Eveline Schaffner am Stand in der Marktgasse. «Freiwilligenarbeit lässt sich gut mit der Festivalkultur in Einklang bringen.» Die Non-Profit-Organisation unterstützt Projekte, die bedürftige Menschen langfristig mit Trinkwasser versorgen. Am Stand drehte sich das Glücksrad für einen Obolus von zwei Franken. Zwei Franken spendete, wer für seinen Trinkbecher an der Bar nicht das Depot zurückforderte, sondern den Becher in einen der Container warf mit der Aufschrift: «Du triffst, sie trinken.» Der Verein Fäscht i de Marktgass werde diese Organisation nächstes Jahr wieder einladen, erklärte das Vorstandsmitglied Nico Schulthess.
Zwei Tage «auf Bewährung»
Extrem froh ist das Organisationskomitee, dass sich die zweitägige Durchführung des Festivals bewährt hat. Finanziell soll es sich nach erster Hochrechnung gelohnt haben. Die rund 50 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sollen als Dankeschön ein kleines Fest bekommen. Darüber hinaus braucht die Vereinskasse nach zwei Defiziten dringend Reserven. Es möchte auch weiter in Nachhaltigkeit investieren. Das OK liess einen Blick ins Budget zu: Dieses beträgt für das Zweitagesprogramm über 70 000 Franken, wovon rund 40 Prozent dem Risiko unterworfen sind, das heisst über Eintritte und die Erlöse der Vereinsbars zu decken sind.
Dass das Festival zudem so friedlich und ohne einen einzigen Zwischenfall über die Bühne gegangen ist, muss speziell betont sein. Denn der Stadtrat habe die Bewilligung für die zwei Tage quasi «auf Bewährung» gegeben, wie von den Verantwortlichen zu vernehmen war. «Wir hoffen, dass er sich auch nächstes Jahr erbarmt», schmunzelte Nico Schulthess.
OK-Team gut aufgestellt
«Es war so gut wie noch nie», freuen sich die OK-Mitglieder. Mit Nico Schulthess sind das Juri Tirez – die beiden sind die ursprünglichen Drahtzieher dieses Open Airs – Stephan Moosmann, Pasqual Egger, Gina Abt, Dario Di Maio und seit diesem Jahr Simone Meier. Sie haben die Rollen klarer aufgeteilt. «Es gab keinerlei Unstimmigkeiten», freute sich Juri Tirez. «Es macht mega Spass.»
Als wertvoll erwies sich der vorgängige Infoabend für die Inhaber der Fachgeschäfte und der ansässigen Gastrobetriebe. Der Dialog stärkte die Zusammenarbeit. Dass sich fast alle Sponsoren im lokalen Unternehmertum finden lassen, ist ein weiterer sympathischer Aspekt dieses Grossanlasses.
Mit Tobias Carshey, Dachs, Danitsa, der Ellis Mano Band und Pablo Nouvelle bekam das Publikum schon am Freitag ein sehr vielfältiges Musikprogramm vorgesetzt. Am Samstag rief das Kinderprogramm viele Familien in die Marktgasse: das Tretautorennen, welches die Fachgeschäfte selbst organisierten, dann ein Auftritt von «Arabas» und das Familienkonzert von «Tischbombe». Weiter gings für die Erwachsenen und immer noch vielen Kinder ab 17.45 Uhr mit «Kampf der Dichter» (Poetry Slam), Black Sea Dahu, Traktorkestar, Guy Mandon, Elijah Salomon und Tompaul.













