Der Weg des Lebens
21.08.2018 KampfsportJudo und Aikido Club Wohlen feierte sein 50-Jahr-Jubiläum
Das Jubiläumsfest des Judo und Aikido Clubs Wohlen kam bestens an. In der schmucken Arena auf dem Bünzmatt-Areal bekamen die Gäste einen vielfältigen Einblick in die Philosophie der beiden Sportarten und ...
Judo und Aikido Club Wohlen feierte sein 50-Jahr-Jubiläum
Das Jubiläumsfest des Judo und Aikido Clubs Wohlen kam bestens an. In der schmucken Arena auf dem Bünzmatt-Areal bekamen die Gäste einen vielfältigen Einblick in die Philosophie der beiden Sportarten und in den Verein, der mittlerweile rund 250 Mitglieder zählt.
Daniel Marti
«Runde Geburtstage soll man feiern», sagte Gemeindeammann Arsène Perroud treffend. «Und dass dieses Jubiläum mit der Bevölkerung geteilt wird, freut mich besonders.» Perroud fühlte sich sichtlich wohl bei den Kämpfern mit dem traditionellen weissen Anzug. Selbst stand er jedoch nicht auf die Matte. Nur schon als Zuschauer lief einem an die - sem wunderbaren Sommertag der Schweiss herunter. Die vielen Aktiven, die ihren Sport, ob Judo oder Aikido, den Gästen näherbrachten, schwitzten mächtig für ihre Sache. Ob Darbietungen, Shows, Trainings oder Turnier – alle Vorführungen fanden grossen Anklang.
Nachwuchsförderung ist auch ein Anliegen der Gemeinde
Für jeden Menschen habe Judo eine andere Bedeutung, so Perroud weiter. «Für einige ist Judo der Weg des Lebens.» Damit liegt er genau richtig. Für etliche Judokas und Aikidokas hat dieser Weg im Oktober 1968 begonnen. Am 1. Oktober 1968 fand in der alten Turnhalle des Halden-Schulhauses mit rund 50 Teilnehmern das erste Training statt.
Nur 17 Tage später wurde der Judo und Aikido Club Wohlen (JACW) gegründet. Am 18. Oktober an der Gründungsversammlung im Hotel Bären nahmen immerhin 75 Personen teil. In der Zwischenzeit hat sich der Verein prächtig entwickelt. Der Judo und Aikido Club Wohlen zählt mittlerweile rund 250 Mitglieder. Davon trainieren rund 130 Judokas und 70 Aikidokas regelmässig auf den Matten im Dojo. Von der Halden-Turnhalle über den «Bären» ging es nun auf das Areal des Bünzmatt-Schulhauses. Dort wurde eine schmucke Arena aufgebaut für die Jubiläumsfeierlichkeiten. Und dort wurde das Tatsache, was der Gemeindeammann antönte. «Der Judo und Aikido Club hat die Gemeinde Wohlen schon oft ins Zentrum gerückt.» Und mit diesem Jubiläum werde die Nähe zur Gemeinde erneut unter Beweis gestellt. Perroud freute sich darüber, dass der Verein vor allem die Nachwuchsarbeit pflegt. «Die Juniorenförderung ist auch ein grosses Anliegen der Gemeinde.»
Grosser Zusammenhalt im Verein
Der Breitensport habe generell eine grosse Bedeutung «und nimmt eine wichtige Funktion ein». Mit Kompetenz und sozialer Verantwortung sei der Judo und Aikido Club ein wichtiger Partner «und wichtig fürs Zusammenleben». Auch dieser Beweis wurde am Jubiläum erbracht. Präsident Andreas Schmid freute sich jedenfalls, «dass so viele Besucher den Weg zu uns gefunden haben». In der Regel benötigt man als Judoka ein Dojo. Und schon könne man loslegen. «Der Trainingsbetrieb in unserem Dojo ist sehr intensiv», heisst es im Verein. Und der Zuwachs ist gross. Vor allem Menschen mit Handicap finden im Verein nicht nur Aufnahme, sondern auch grosse Akzeptanz. Auch für den neuen Vereinspräsidenten ist der gemeinsame Weg wichtig. Er habe von Ehrenpräsident Roger Hofer einen intakten Verein übernehmen dürfen, so Schmid. «Ich konnte eine grosse Checkliste abarbeiten, dann passte alles.»
Selber hat der neue Präsident im Alter von elf Jahren mit Judo begonnen. Er suchte einfach einen passenden Kampfsport. «Kollegen haben mich ins Judo mitgenommen.» Und er sei geblieben. Zum Glück. Heute sei der Judoclub für ihn wie eine Familie. «Wir alle haben einen guten Draht zueinander und geniessen den grossen Zusammenhalt.» Auch das war bei den Jubiläumsfeierlichkeiten sehr gut ersichtlich.








