Das macht Wohlen attraktiv
21.08.2018 WohlenSommerbar auf dem Isler-Areal mit sehr positiver Zwischenbilanz
Mit einem solchen Aufmarsch hatten die Verantwortlichen nicht gerechnet. Die Sommerbar in Wohlen funktioniert bestens. Auch bei der Konkurrenz und der Polizei ist die Sommerbar ...
Sommerbar auf dem Isler-Areal mit sehr positiver Zwischenbilanz
Mit einem solchen Aufmarsch hatten die Verantwortlichen nicht gerechnet. Die Sommerbar in Wohlen funktioniert bestens. Auch bei der Konkurrenz und der Polizei ist die Sommerbar angesehen.
Stefan Sprenger
Durchschnittlich 100 Menschen kamen an die Sommerbar-Abende. Jeweils am Donnerstag, Freitag und Samstag herrscht Betrieb auf dem Isler-Areal. Der brachliegenden Fläche wird dann Leben eingehaucht. Christian Döbeli von der Sommerbar sagt: «Der Mix ist sehr toll. Es kommen junge Leute und ältere Menschen. Es scheint, als sei ein Bedürfnis in Wohlen abgedeckt worden.»
«Marco Polo»-Chef: «Das ist gut für alle»
Döbeli sagt weiter, dass auch die Wohler Beizen von der Sommerbar profitieren. «Erst geht man essen, dann besucht man die Sommerbar und wenn diese schliesst, gibt es noch einen Schlummertrunk in einer Bar», so Döbeli. Er sieht die Sommerbar als «Belebung des Wohler Zentrums». René Holenweger, Chef des «Marco Polo»-Restaurants gleich neben der Sommerbar, stimmt voll und ganz zu. Er sagt: «Ich finde es gut, wenn in Wohlen mehr Events stattfinden und das Dorf an Attraktivität gewinnt. Ganz nach dem Motto ‹People attract People› ist das wiederum gut für alle.» Es ist also eine Winwin-Situation. Wie kommt der Anlass bei den Anwohnern an? Immerhin herrscht am Wochenende jeweils bis kurz nach Mitternacht Betrieb. «Die Anwohner sind sehr kulant. Die Toleranz ist sehr hoch. Dafür sind wir sehr dankbar», sagt Döbeli. Marco Veil, Chef der Regionalpolizei Wohlen, bestätigt dies: «Bis dato haben wir keine Beschwerden erhalten. Entsprechend stehen wir diesem Event bis jetzt sehr positiv gegenüber.» Einer Sommerbar 2019 steht somit nichts im Wege.
Sommerbar Wohlen vor dem letzten Wochenende (30. August bis 1. September)
Ende Juli ist sie gestartet und sie dauert noch bis zum 1. September: Die Sommerbar auf dem Isler-Areal ist eine Erfolgsgeschichte. Negativtöne existieren nicht.
Stefan Sprenger
Remo Hofmann ist einer, der die Sommerbar in Wohlen von Beginn an organisiert hat. Er kann kaum glauben, wie gut es bislang gelaufen ist: «Wir sind sehr positiv überrascht. Wir haben niemals mit so vielen Menschen gerechnet», sagt er und fügt an: «Es ist sehr schön, dass es nicht nur für die jungen Menschen ist, sondern bei allen Generationen gut ankommt.» Es scheine fast so, als habe Wohlen auf so etwas gewartet.
«Wetterglück» – Es geht aber auch bei schlechtem Wetter
Sein persönliches Highlight war das Konzert von «Messer» am vergangenen Donnerstag. Rund 150 Menschen waren da bei der Sommerbar. Rekord. Auch der Abend mit Zauberer René Zubler, einer Weindegustation oder indischem Essen funktionierte bestens. Aber es gab weitere Höhepunkte. Nach der Premiere des Circus Monti füllte sich die Sommerbar stark. Gemütlich draussen sitzen im Sommer ist ein Konzept, das überall auf der Welt funktioniert. «Wir hatten grosses Wetterglück, das spielte sicherlich auch eine Rolle für den Erfolg», sagt Christian Döbeli von der Sommerbar.
Dass die Leute auch kommen, wenn das Wetter nicht so passt, zeigte das Konzert am Donnerstag, 9. August. Es war der erste Tag nach der Hitzewelle. Es regnete und war kühler. Döbeli überlegte sich noch, den Abend ins Wasser fallen zu lassen. Man führte das Konzert aber doch durch. Mit Recht. Der Wohler Sänger Herlambang Frey begeisterte 80 Menschen an der Sommerbar.
Es scheint, als habe man ein Bedürfnis abgedeckt, sagt Döbeli. Unkompliziert sei alles gewesen. «An jedem Abend gab es andere Menschen, die für die Bar verantwortlich waren. Die Wohlerinnen und Wohler brachten sich aktiv in die Sommerbar ein.» Alle arbeiten gratis. Und mit Freude.
Die Sommerbar, die donnerstags bis 23 Uhr und am Wochenende jeweils bis 00.30 Uhr offen hat, stösst auch bei den Anwohnern auf viel Toleranz. «Es gab nur vereinzelt Anrufe der Anwohner bei uns», sagt Döbeli. Wenn dies der Fall war, dann nahm man diese sehr ernst. «Es ist wichtig, dass wir alle miteinander auskommen.» Marco Veil, Chef der Regionalpolizei Wohlen, sagt über die Sommerbar: «Jeder Event, bei dem die Polizei nicht gebraucht wird, ist aus unserer Sicht ein guter Event.» Er steht dem Anlass «sehr positiv» gegenüber. Auch René Holenweger, Chef des «Marco Polo»-Restaurants gleich neben der Sommerbar, sieht nur Gutes: «Konkurrenz ist gesund, macht uns innovativ und hält uns dynamisch.» Er findet es gut, wenn in Wohlen etwas läuft. Dies belebe wiederum sein Geschäft. Miteinander, füreinander, so das Motto.
Vielleicht geht es 2019 weiter
Die Sommerbar verwandelte die brachliegende Fläche beim Isler-Areal in ein lauschiges Plätzchen, wo sich Jung und Alt trifft und miteinander eine gute Zeit verbringt. «Alles ist mega positiv. Eine tolle Geschichte», sagt Christian Döbeli. Am kommenden Wochenende wird die Sommerbar aber still sein aufgrund des Open Airs Zamba Loca. Und am 1. September ist auch schon fertig mit der Erstausgabe 2018. Ist für 2019 die Sommerbar wieder geplant? Döbeli sagt: «Es könnte gut sein, dass es wieder so etwas gibt.»
Zweimal Musik, einmal Bünzwasser
Während dem nächsten Wochenende vom 23. bis 25. August bleibt die Sommerbar geschlossen, weil gleichzeitig das Open Air Zamba Loca stattfindet. Zum Abschluss des Bar-Sommers präsentieren die Organisatoren vom 30. August bis am 1. September noch einmal ein abwechslungsreiches Programm. Am Donnerstag, 30. August, ist die Band «Urban Jungle» zu Gast. Die drei Musiker bewegen sich mit ihrem Sound zwischen elektronischer Musik und improvisiertem Jazz. Sie bringen damit die Genre-Mauern zum Einstürzen. Am Freitag, 31. August, spielen «Los Dos». Die zweiköpfige Band lehnt ihre Musik an den Blues des Mississippi-Deltas an. Zwischen fein, elegant, swingend und laut bis zu psychedelisch ist alles dabei.
Den Abschluss der Sommerbar-Saison macht die Jubiläumsdegustation des Wohler Bieres Bünzwasser. Diese beginnt bereits um 14 Uhr. Mit Live-DJ und mehreren Konzerten wird das Publikum neben dem Degustieren von Bier auch musikalisch unterhalten. --ake



