Spiel, Satz, Schluss
10.07.2018 KampfsportDie ATM auf den Niedermatten sind vorbei
Der TC Wohlen Niedermatten bekam zahlreiche Komplimente von allen Seiten für die Durchführung der ATM.
«Bei euch in Wohlen ist immer etwas los», war nur eines der Komplimente, das die Veranstalter für die Aargauischen ...
Die ATM auf den Niedermatten sind vorbei
Der TC Wohlen Niedermatten bekam zahlreiche Komplimente von allen Seiten für die Durchführung der ATM.
«Bei euch in Wohlen ist immer etwas los», war nur eines der Komplimente, das die Veranstalter für die Aargauischen Tennismeisterschaften der Aktiven erhalten haben. Die äusseren Bedingungen waren optimal. Corina Gildinson, Co-Präsidentin des OK, sagt, sie würde am liebsten das gleiche Wetter für die nächste Ausgabe buchen. In einem Jahr ist erneut der TC Wohlen Niedermatten mit der Organisation dran. Bei Witterungsbedingungen wie in diesem Jahr ist es einfacher, so einen Anlass zu veranstalten.
Viel Fronarbeit
Nicht verschweigen darf man, wie viel Zeit und Arbeit vom Verein dahintersteckt. Zahlreiche N-Klasse-Spieler, die ein hohes Niveau gewohnt sind, waren überrascht über die vielen freiwilligen Helfer aus dem Verein, die sie jederzeit unterstützt haben. --jl
Die fantastischen drei
Tennis: Abschluss der Aargauischen Tennismeisterschaften der Aktiven auf den Niedermatten in Wohlen
Der Finaltag der ATM hatte es noch einmal in sich. Mit einer «Heimsiegerin», einem Titel-Sammler und dem Sohn einer Legende machten drei Tennis-Cracks auf sich aufmerksam.
Josip Lasic
Dominique Meyer hiess die grosse Favoritin bei den Frauen. Im Halbfinal schied sie gegen Lisa Küng aus. Küng, die Favoritenbezwingerin, traf im Final auf Sophie Lüscher. Die Seengerin hat in Wohlen bei Ursina Ammann das Tennisspielen gelernt. Für sie war es quasi ein Heimspiel.
«Wenn man die Gegnerinnen nicht kennt, kann es einschüchtern, wenn jemand die Favoritin aus dem Rennen wirft», sagt Lüscher. «Ich kenne aber Lisa und Dominique. Das sollte keinen Einfluss haben.» Dennoch geht der erste Finalsatz mit 6:4 an Lisa Küng.
Kurzer Störfaktor ohne Einfluss
Auf den Niedermatten merkt man, dass Lüscher die «Einheimische» ist. Die Unterstützung für sie ist grösser. «Es hat sich schon angefühlt, als würde ich zu Hause spielen. Ich kenne ja viele Leute hier», sagt sie. «Ob mich das irgendwie beeinflusst hat, kann ich nicht sagen. Ein Spiel bleibt ein Spiel.» Jedenfalls dreht Lüscher danach auf. Im zweiten Satz holt sie ein Break und bestätigt dieses. Sie führt 3:0. «Ab da lief es», sagt sie. Der zweite Satz geht mit 6:1 an Sophie Lüscher. Auch der letzte Satz wird von der Seengerin dominiert.
Kurz vor Schluss gibt es aber Unruhe. Der Ball ist platt. Küng und Lüscher haben dennoch weitergespielt. Als Küng punktet, fragt Lüscher nach, ob das so korrekt war. «Eine Diskussion ist immer ein Störfaktor im Spiel», sagt die Seengerin. Nach Konsultation der Schiedsrichter wird entschieden, dass der Punkt für Küng zählt. Nutzen tut er ihr nichts. Lüscher behält die Nerven, holt sich Satz 3 mit 6:1 und somit den Turniersieg.
Konkurrenten und Freunde
Im Final der Männer stehen sich zwei «Big Names» gegenüber. Ignasi Villacampa-Rosés, der das Turnier zweimal in Folge gewonnen hat, gegen Jonas Schär, Talent und Sohn von Radio-Tennis-Kommentatoren-Legende Berni Schär. Schär Junior ist Mitglied bei den Tennisclubs Zofingen, Rieden und Teufenthal. Er besucht die Sportkanti in Aarau und gilt als sehr grosses Talent. Villacampa-Rosés lebt mit seiner Freundin in der Nähe von Brugg und arbeitet als Nuklearingenieur am Paul Scherrer Institut, wo er derzeit seinen Doktortitel erwirbt.
Die Routine setzt sich gegen das Talent durch. Villacampa-Rosés gewinnt den Final mit 6:1 und 6:4. Schär und der Spanier sind gut befreundet. Von Schär nimmt das Druck. «Ich hab mich sehr auf den Final gefreut. Er war Favorit. Ich konnte gegen ihn befreit aufspielen. Leider unterliefen mir im ersten Satz zu viele Fehler. Den zweiten Satz konnte ich lange offenhalten, ich kassierte beim Stand von 4:4 aber einen Break und verlor. Mit dem Turnier insgesamt kann ich sehr zufrieden sein.»
Hattrick mit grosser Bedeutung
Villacampa-Rosés ist voller Lob für Schär. «Am gleichen Tag musste er den Halbfinal gegen die Nummer 2 der Männer, Oliver Mrose, bestreiten. Das Duell gegen mich war hart für ihn.» Die Leistung, die Schär abgerufen hat, beeindruckt den Spanier, der im Training versucht, seinem Freund Tipps zu geben. Den Titel-Hattrick bezeichnet Villacampa-Rosés als grossartig. «Bei meinem ersten Turnier in der Schweiz war ich noch nicht klassiert. Als ich das Klassement meines Gegners sah, dachte ich, dass er mich vernichten würde. Ich konnte aber gewinnen und dachte, dass ich in der Schweiz vermutlich mithalten kann. Jetzt gewinne ich den Titel zum dritten Mal in Folge. Das ist grossartig.»
Am Abend wurde aus zwei Kontrahenten ein Team. Villacampa-Rosés und Schär bestritten im Doppel das Final gegen Hans Gloor und Noel Kunz. «Für den Verlierer unseres Finals ist es wichtiger, dieses Duell zu gewinnen», sagt Villacampa-Rosés mit einem Augenzwinkern Richtung Schär. «Ich habe aber keine Zweifel, dass wir den Titel holen.» Der Spanier behält Recht. Mit 6:1 und 6:2 siegen sie im Männerdoppel und der Spanier gewinnt den Titelhattrick das Double aus Einzel und Doppel.




