Keine Zeit zum Jammern
06.07.2018 WohlenStimmungsvolle Zensurfeier der Bezirksschule im Casino
«Don’t stop me now», sangen die Drittbezler zwar zum Auftakt. Doch vor dem Schritt in den nächsten Abschnitt wurden sie noch gebührend gefeiert. Den grossen Applaus hatten sie ...
Stimmungsvolle Zensurfeier der Bezirksschule im Casino
«Don’t stop me now», sangen die Drittbezler zwar zum Auftakt. Doch vor dem Schritt in den nächsten Abschnitt wurden sie noch gebührend gefeiert. Den grossen Applaus hatten sie dank tollen Leistungen verdient.
Chregi Hansen
«Big Change»: Unter diesem Motto stand die diesjährige Zensurfeier. Tatsächlich stehen die 115 Schüler und Schülerinnen der dritten Bez vor einem grossen Wechsel. «Aber Veränderungen gehören zum Leben», gab ihnen Schulleiter Paul Bitschnau mit auf den Weg. «Immer wieder muss man Altes und Gewohntes hinter sich lassen und sich auf Neues einlassen.»
Gleichzeitig ist Bitschnau überzeugt, die austretenden Schüler sind bestens gerüstet für die Zukunft. «Ihr seid die Allerersten, die nur drei Jahre an der Bezirksschule verbracht haben», sagte er. «Viele waren im Vorfeld skeptisch, hatten Zweifel, ob das reicht. Eure Leistungen beweisen – es funktioniert.» Von den 115 Schülern und Schülerinnen haben 75 einen Schnitt von 4,7 und besser erreicht – was zum Besuch der Kanti berechtigen würde. Für diese Variante haben sich aber lediglich 46 Jugendliche entschieden – was einem Schnitt von 40 Prozent entspricht. 20 werden eine Fachmittelschule besuchen, 49 eine Lehre beginnen – davon 26 mit Berufsmatur.
Auch Rückschläge gehören zum Leben
«Egal, was ihr jetzt macht. Sucht euch später einen Job, der euch Spass macht», dies der Ratschlag von Festredner Peter Stutz an die Jugendlichen. «Denn die Arbeit wird viel Zeit in eurem Leben in Anspruch nehmen.» Der Musikchef und Moderator von Radio Argovia weiss, wovon er spricht. «Ich wollte schon als Junger zum Radio. Zwar hat mir niemand direkt abgeraten, aber alle haben mir zu verstehen gegeben, dass ich besser etwas Gescheites lerne.» Inzwischen hat er seinen Traum verwirklicht und ist glücklich damit. «Ich musste dabei auch Rückschläge einstecken. Aber das gehört mit zum Leben», so Stutz.
Und noch einen Tipp hatte er für die Schüler und Schülerinnen. «Saugt alles auf, was euch begegnet. Probiert alles aus. Und wenn ihr dabei mal umfallt, dann steht einfach wieder auf.» Das Leben ist schön, so seine Botschaft. «Darum haltet euch fern von den ewigen Jammeri, davon gibt es in der Schweiz genug. Aber sie stehlen einem nur Zeit.» Zeit, die man besser anders nutze. Zeit nahmen sich anschliessend auch die Lehrerinnen, um sich mit sehr persönlichen Worten von ihren Klassen zu verabschieden. Und Zeit nahm sich Paul Bitschnau, um die besten Schüler auszuzeichnen. Gleichzeitig machte er deutlich: Nicht jeder, der das Optimum herausgeholt oder sogar übertroffen hat, schafft es in diese Bestenliste. «Darum dürft ihr alle stolz sein auf eure Leistungen.»
Viele tolle Noten
Gar Standing Ovation vonseiten der Schüler gab es für Ernst Hochstrasser. Dieser war in den letzten fünf Jahren an der Oberstufe als Springer im Einsatz und hatte teilweise im Laufe des Jahres bis zu 50 Klassen betreut. Nun geht der Quereinsteiger in Pension.
21 Schüler und Schülerinnen erreichten eine Note von 5,2 und besser und erhielten einen Gutschein. 5,2 erreichten David Brun, Lars Burkard, Simon Burkard, Dario Chicchini, Lynn-Sophia Hagmann, Nicola Meyer und Anastasija Vitanovska. Mit 5,3 schlossen ab: Kristina Alimpic, Olivier Peter und Jeanine Zürcher. Auf 5,4 kamen Michelle Bucher, Mathilda Heinz, Giovanna Job, Nicola Sorg und Sara Sorrentino. Gar 5,5 gab es für Alessia Fontana, David Gisler und Andrea Plank. Noch besser waren Medea Lehner mit 5,6, Justin Kuhn mit 5,7 und Fabienne Lerjen mit einer unglaublichen 5,8.



