«Muri Nights»: Ein Open Air, das so anders ist als andere Open Airs und wieder einmal auf Petrus’ Hilfe zählen konnte
Fabian Unteregger, Philipp Fankhauser oder die «Zibbz». «Muri Nights» lockte mit den ganz grossen Namen auf den ...
«Muri Nights»: Ein Open Air, das so anders ist als andere Open Airs und wieder einmal auf Petrus’ Hilfe zählen konnte
Fabian Unteregger, Philipp Fankhauser oder die «Zibbz». «Muri Nights» lockte mit den ganz grossen Namen auf den Klosterhof. Und am Samstag lockte die Sonne mit. Und erstmals gab es auch am Donnerstag Programmpunkte.
Annemarie Keusch
Sie spriessen fast aus dem Boden wie Pilze. Open Airs gibt es zu dieser Jahreszeit überall und jedes Wochenende. Eines gab es auch auf dem Murianer Klosterhof. Eines aber, das angenehm anders ist als die grossen in St. Gallen, Frauenfeld oder Gampel. Am Donnerstag hat es geregnet, am Freitag den Tag hindurch auch. Schlammschlachten blieben trotzdem aus. «Muri Nights» ist auf dem Klosterhof, mitten im Dorf und nicht ausserhalb, wo der «Lärm» möglichst niemanden stört.
Einen Zeltplatz gibt es in Muri nicht. Das soll nicht heissen, dass «nur» Leute aus der Region ans Festival kommen, aber es ist nicht die Klientel, die nachts im Zelt übernachtet. Bis in die frühen Morgenstunden feiern, das können auch die «Muri Nights»-Besucher. Obwohl sie älter sind als jene an den grossen und schweizweit bekannteren Festivals. Obwohl sie lieber an den Festbänken sitzen als bei jeder Band mitzutanzen und abzugehen.
Kein Fastfood, keine Grossfirma
Hinter «Muri Nights» steckt auch keine profitorientierte Firma, wie es bei grösseren Veranstaltungen der Fall ist. Es ist ein Verein, der das ganze Jahr hindurch das Kino Mansarde führt. Und es sind nicht die freiwilligen Helfer, die nur kommen, weil sie dann gratis ein Bändeli, oder im Murianer Fall einen Stempel bekommen. Fastfood, um möglichst schnell möglichst viele Besucher zu versorgen, auch das gibt es in Muri nicht. Dafür Risotto, den zwei Helferinnen über dem offenen Feuer permanent rühren. Die einzige Gemeinsamkeit: drei Tage. Und das war neu am «Muri Nights». Am Samstag traten mit «Flavourous» und «with myself» zwei Bands vom «Band X Contest» auf. «Schade, spielte das Wetter überhaupt nicht mit. Aber die Idee war und ist sicher gut», sagt Edgar Habich vom OK. Noch besser war die Idee, «Zibbz» nach Muri zu holen. «Wir gingen hier früher selber in den Ausgang», sagten Corinne und Stee Gfeller, die in Boswil und Waltenschwil aufwuchsen. Sie boten ein spektakuläres und ganz spezielles Heimspiel. «Troubas Kater» mit ihrer Allerwelt-Musik und Philipp Fankhauser – nicht nur mit seinem ungesüssten Eistee, sondern mit seinem stilsicheren Funk – gefielen dem Murianer Publikum nicht weniger gut und liessen den Regen gänzlich vergessen.