Gleich zwei Jubiläen gefeiert
19.06.2018 SarmenstorfIn Sarmenstorf wurde am Wochenende gefeiert, was das Zeug hält: Mit einer Comedy-Night, einem Public Viewing und einem Vereinsduell, bei dem acht Vereine aus dem Dorf und der Umgebung teilnahmen, feierte der FC Sarmenstorf sein 110-jähriges Bestehen. «Sarmenstorf lebt auch durch ...
In Sarmenstorf wurde am Wochenende gefeiert, was das Zeug hält: Mit einer Comedy-Night, einem Public Viewing und einem Vereinsduell, bei dem acht Vereine aus dem Dorf und der Umgebung teilnahmen, feierte der FC Sarmenstorf sein 110-jähriges Bestehen. «Sarmenstorf lebt auch durch die vielen verschiedenen Vereine im und rund ums Dorf», sagt Vereinspräsident Tobias Furrer. Ihn freut es besonders, dass sich Abgesandte der Vereine am Vereinsduell gemessen hatten. «Es zeigt, dass die Vereine untereinander immer für einander da sind.»
Am Samstag und Sonntag fand die 20. Austragung des Nicoletti-Cups statt. Dabei konnten sich E- und F-Junioren aus der ganzen Schweiz, Deutschland, Italien und Holland messen.
«Happy birthday, lieber FC!»
110-Jahr-Jubiläum des FC Sarmenstorf
Eine Comedynight mit bekannten Komikern, ein Vereinsduell, bei dem es um alles ging, und ein Public Viewing – das war das Jubiläumswochenende des FC Sarmenstorf. «Früher war es einfacher, die Leute an so ein Fest zu bringen», sagt Ehrenpräsident Thomas Killer.
Kurz nach der Jahrhundertwende, im Jahr 1908, wird Ernst Brenner erneut Bundespräsident der Schweiz, in Lissabon werden der portugiesische König und der Kronprinz erschossen und in China wird ein Zweijähriger zum Kaiser gekrönt. Im gleichen Jahr wird auch der FC Sarmenstorf im Tannenwald der Gemeinde gegründet. In dieser Zeit war das Fussballspielen in vielen Kreisen nicht standesgemäss, es galt als grob und war deshalb nicht beliebt.
110 Jahre sind seit der Gründung vergangen – und Fussballspielen ist so beliebt wie nie zuvor. Auch in Sarmenstorf. «Nur dank den vielen motivierten Helfern ist es uns möglich, unseren Geburtstag mit einem so grossen Fest zu feiern», sagt Vereinspräsident Tobias Furrer. Den Anfang des Jubiläumswochenendes machte die Comedynight, an der die Komiker Patti Basler, Stéphanie Berger und Michael Elsener die Lachmuskeln des Publikums strapazierten.
Während des ganzen Wochenendes wird im Dorf gefeiert. «Happy birthday, lieber FC, happy birthday to you!», trällern sechs Mitglieder vom Frauenverein ins Mikrofon. Sie sowie Abgesandte von sieben weiteren Vereinen haben sich zum Vereinsduell des FC Sarmenstorf eingefunden. An insgesamt sechs Spielen messen sich Fasnächtler, Turner und auch Fahrwanger Vereine. Jedes Team trägt eine Farbe.
Lebendiges Vereinsleben
Schon zu Beginn des Abends regnet es – zusammengeknülltes farbiges Papier. Im grossen Festzelt sind die Tische in Fansektoren für die verschiedenen Vereine aufgeteilt. Denn das Publikum kann beim Duell der Vereine mithelfen. Schon beim ersten von sechs Spielen werden sie aufgerufen, farbiges Papier zu zerknüllen und in einen Korb, der von der Decke hängt, hineinzuwerfen. Das Team, dessen Farbe am Schluss am häufigsten im Korb vorkommt, dieses Team gewinnt das Spiel. Im Verlauf des Abends liefern sich die Vereine ein spannendes Duell um körperliche Fertigkeiten wie Seilspringen und Allgemeinwissen, bei dem abgeschätzt werden muss, ob Früchte und Gemüse schwimmen. «Sarmenstorf hat ein sehr lebendiges Vereinsleben», sagt Tobias Furrer. «Für die Vereine ist klar, dass sie ans Vereinsduell eine Delegation schicken, die für ihren Verein um den Sieg kämpft, das gehört bei vielen zum Jahresprogramm», freut er sich. Ehrenpräsident Thomas Killer ergänzt: «Früher war es einfacher, die Leute an ein Dorffest zu bringen. Heute ist es schwieriger, da es in anderen Gemeinden und Städten ein grosses Angebot an Veranstaltungen gibt.»
Kreative Köpfe
Am Ende des Abends regnet es ein zweites Mal. Farbige Ballons, die zuvor von einem grossen Netz gehalten wurden, fallen auf die Köpfe der Zuschauer. So schnell wie möglich müssen die Ballons auf die Bühne gebracht werden, wo jeder Verein einen Ballonträger auswählen muss. Der Auserwählte muss nun so viele Ballons wie möglich tragen.
Dabei werden die Vereine besonders kreativ: Ob zwischen den Beinen eingeklemmt, unter dem T-Shirt oder an den Haaren – wer die meisten Ballons tragen kann, gewinnt. Gewonnen hat schliesslich das Team «Los unidos», der Volleyballverein Oberes Seetal. «Es macht immer wieder Spass, zu sehen, wie sich die Vereine für dieses Fest engagieren», sagt Tobias Furrer. «Es zeigt, wie die Vereine im Dorf und in der Umgebung zusammenhalten.» --chg



