Jubiläum einer erfolgreichen Zusammenarbeit am Spital Muri
Was 2006 mit sechs Dialyseplätzen begann, ist heute ein etabliertes Versorgungsmodell: Das Kantonsspital Baden (KSB) und das Spital Muri betreiben seit zwanzig Jahren gemeinsam ein Dialysezentrum, das ...
Jubiläum einer erfolgreichen Zusammenarbeit am Spital Muri
Was 2006 mit sechs Dialyseplätzen begann, ist heute ein etabliertes Versorgungsmodell: Das Kantonsspital Baden (KSB) und das Spital Muri betreiben seit zwanzig Jahren gemeinsam ein Dialysezentrum, das jährlich rund 4000 Behandlungen durchführt und als Beispiel gelebter integrierter Versorgung gilt.
Heute ist das Dialysezentrum Muri ein modernes regionales Kompetenzzentrum für Nierenpatientinnen und -patienten aus dem Freiamt und der umliegenden Region. Jährlich werden rund 4000 Dialysebehandlungen durchgeführt. Bis zu 30 Patientinnen und Patienten können regelmässig dreimal pro Woche für jeweils vier Stunden zur Behandlung kommen. «Die Freude über diese 20-jährige Kooperation ist gross», sagt Daniel Strub, CEO des Spitals Muri.
Ursprünglich war die Dialyse im Hauptgebäude untergebracht. Aufgrund des steigenden Bedarfs erfolgte 2020 der Umzug in eine neue, moderne Dialysestation mit zwölf Plätzen. «Bei einer so zeitintensiven Therapie ist ein wohnortnahes Angebot ein enormer Vorteil für die Lebensqualität der Betroffenen. Es ist grossartig, dass wir diese Versorgung in Muri anbieten können.» Schweizweit sind rund 5000 Menschen auf eine regelmässige Dialyse angewiesen – mit steigender Tendenz. Die Nähe zum Wohnort entlastet nicht nur die Patientinnen und Patienten, sondern auch deren Angehörige.
Persönlich, kompetent und interdisziplinär
Seit 2011 werden die Dialyse und die nephrologische Sprechstunde im Spital Muri kontinuierlich von Rahel Pfammatter, Leitende Ärztin für Innere Medizin und Nephrologie FMH, betreut. «Wir konnten in den vergangenen zwanzig Jahren die Lebensqualität vieler Patientinnen und Patienten nachhaltig verbessern», sagt sie. Die Dialysestation mit nephrologischer Sprechstunde sei heute ein fester Bestandteil der regionalen Versorgung. Nebst dem engen Austausch mit den zuweisenden Hausärzten hebt sie die Leistung des Pflegeteams hervor: «Unsere Patientinnen und Patienten werden mit viel Einfühlungsvermögen, grossem Engagement und hoher Fachkompetenz individuell und in familiärer Atmosphäre betreut.»
In den vergangenen 20 Jahren wurden rund 120 Dialysepatientinnen und -patienten in Muri behandelt. 28 von ihnen konnten dank einer Nierentransplantation ein neues Leben beginnen. Aktuell sind 25 Patientinnen und Patienten im Alter zwischen 40 und 94 Jahren in Dialysebehandlung. Fünf Personen warten derzeit auf eine Spenderniere. Zudem werden regelmässig sogenannte Feriendialysen angeboten, damit Betroffene auch während Familienbesuchen oder an Feiertagen medizinisch gut versorgt bleiben.
Breites Angebot
In der nephrologischen Sprechstunde werden Nierenerkrankungen umfassend abgeklärt und individuell behandelt. Im Jahr 2025 wurden rund 800 Konsultationen durchgeführt – ein Zeichen für den steigenden Bedarf und das grosse Vertrauen. Auch die ärztliche Weiterbildung ist Teil des Erfolgsmodells: Seit 2013 absolvieren Assistenzärztinnen und -ärzte der Inneren Medizin viermonatige Rotationen in der Nephrologie und Dialyse. Von rund 40 Assistenzärztinnen und -ärzten konnten in den letzten Jahren fünf für den Facharzttitel Nephrologie gewonnen werden.
«Die Kooperation zwischen dem KSB und dem Spital Muri ist von gegenseitigem Vertrauen geprägt und funktioniert seit 20 Jahren hervorragend», würdigt Harald Seeger, Chefarzt Nephrologie am KSB, die Zusammenarbeit: «Sie zeigt, wie erfolgreiche Zusammenarbeit auf Augenhöhe aussieht – pragmatisch, verlässlich und konsequent im Interesse der Patientinnen und Patienten.» --red