Wieder Punkte verschenkt
31.03.2026 Sport, Fussball1. Liga classic: FC Wohlen – SV Muttenz 2:2 (1:0)
Der FC Wohlen führt in einem zähen Spiel gegen Muttenz zweimal, bringt den Vorsprung aber nicht ins Ziel. Mit nur fünf Punkten aus vier Heimspielen ist die Ausbeute zu mager.
...1. Liga classic: FC Wohlen – SV Muttenz 2:2 (1:0)
Der FC Wohlen führt in einem zähen Spiel gegen Muttenz zweimal, bringt den Vorsprung aber nicht ins Ziel. Mit nur fünf Punkten aus vier Heimspielen ist die Ausbeute zu mager.
Josip Lasic
Wohlens Edison Golaj ist nach dem Schlusspfiff unzufrieden. «Jetzt, mit dem Gegentor kurz vor dem Ende, fühlt sich das wie zwei verlorene Punkte an.» In der 89. Minute fliegt eine Flanke in den Strafraum der Freiämter. Daniele Vesco, Toptorschütze der 1. Liga classic, kommt viel zu unbedrängt zum Kopfball und entreisst dem FC Wohlen mit dem 2:2 den sicher geglaubten Sieg.
Das Resultat passt zu einem Spiel, das für die Zuschauer eher harte Kost ist. Golaj spielt nicht von Beginn an. Er kommt aber schon in der 8. Minute für Captain Alban Pnishi, der erneut Muskelprobleme in der Wade hat. Zu diesem Zeitpunkt führt der FCW bereits mit 1:0 durch ein frühes Tor von Bijan Dalvand (3.) Danach haben die Freiämter Mühe im Spielaufbau. Das Team erspielt sich im Vergleich zu den letzten Partien nur wenige Chancen. «Wir haben im letzten Drittel den Zug zum Tor etwas vernachlässigt», fasst Golaj zusammen. «Einige Überzahlsituationen haben wir nicht sauber zu Ende gespielt. Bei manchen Kontern reagierten wir zu überhastet.» Auch defensiv wirkt Wohlen nicht immer sattelfest. FCW-Trainer Piu wird an der Seitenlinie immer wieder laut, weil Muttenz mit Pässen und Dribblings zu einfach durch die Reihen der Gastgeber kommt. Wirklich zwingend wird Muttenz allerdings in dieser Phase auch nicht. Die Begegnung sieht wie ein klassisches 0:0-Spiel aus – mit dem Unterschied, dass das Heimteam in Führung liegt.
Dem Gegner das Leben zu leicht gemacht
In der zweiten Halbzeit bekommt Wohlen den Gegner zunächst etwas besser in den Griff. Umso frustrierender ist der Ausgleich nach rund einer Stunde. Er fällt viel zu einfach. Die Gäste brauchen nur drei Pässe von der Mittellinie in den Wohler Strafraum und einen weiteren Pass für den Abschluss zum 1:1. «Wir haben uns in der Pause vorgenommen, kein Gegentor zu kassieren und die drei Punkte zu holen», erklärt Golaj. «Das ist uns nicht gelungen.
Aber immerhin haben wir auf den Ausgleich gut reagiert.» Obwohl nach dem Ausgleich die Baselbieter das Momentum auf ihrer Seite haben, dringt Dramane Sissoko fünf Minuten später in den Strafraum ein, lässt einen Gegenspieler stehen und trifft zum 2:1.
Erst danach findet Wohlen ins Spiel. Sie lassen Ball und Gegner laufen. Gerade deshalb ist das späte Gegentor ärgerlich. Der FCW hätte den Vorsprung verwalten oder mit einem Konter die Entscheidung herbeiführen können. Stattdessen fällt das 2:2. «Wir wollten die Serie von vier Heimspielen mit einem Sieg beenden. Das Ergebnis ist enorm unbefriedigend.»
Unbefriedigende Ausbeute
Der FC Wohlen hatte vier Heimspiele in Folge gegen Zug 94, Besa Biel, GC U21 und Muttenz. Die Ausbeute ist mit nur fünf Punkten ernüchternd. Einzig gegen Besa Biel gewannen die Freiämter. Vor allem den Punktverlusten gegen Zug 94 (1:1) und nun gegen Muttenz trauern sie nach. «Gegen Zug hatten wir ein grosses Chancenplus und holen nur ein Unentschieden. Gegen Besa Biel sind wir souverän. Gegen GC halten wir lange gut mit, verlieren dann und jetzt geben wir kurz vor Schluss den Sieg aus der Hand. Das ist zu wenig», sagt Golaj. «Wir wollen zu Hause eigentlich immer gewinnen. Wenn man dann von zwölf möglichen Punkten gerade mal fünf holt, ist das schon weit von dem entfernt, was wir uns vorgenommen haben.»
Am Donnerstag in Basel
Nun wartet das Auswärtsspiel gegen die Old Boys Basel. Gegen das Schlusslicht gewann Wohlen in der Meisterschaft mit 2:1. Wenige Wochen später folgte in der Cup-Qualifikation eine bittere 0:4-Niederlage. «Vor den Ostertagen müssen wir drei Punkte holen», sagt Golaj. «Wir sind dort untergegangen und haben mit ihnen eine Rechnung offen. Wir dürfen nicht auf die Tabelle schauen, sondern müssen uns auf den Sieg konzentrieren.» Übermorgen Donnerstag, 20.15 Uhr, sind die Wohler in Basel zu Gast. Dann wäre es für die Freiämter gut, wieder mal einen Sieg einzufahren. Mit 29 Punkten steht der FCW aktuell nur auf Rang 8. Für ein Team, das vorne mitspielen wollte, ist das zu wenig. Es ist auch zu wenig, gemessen an den Leistungen, die Wohlen zeigt. Spiele wie gegen Muttenz, wo Punkte verschenkt wurden, hatte die Mannschaft viele in dieser Saison. Das Team rennt dem eigenen Potenzial weiter hinterher.

