Kickboxen: Roy Cipriano feiert seinen zweiten Profisieg
Drei Kämpfe, zwei Siege, so die Bilanz von Roy Cipriano bisher im Profi-Kickboxen. Der Wohler bleibt nach dem Erfolg gegen Pleurat Bullaku allerdings bescheiden.
Es spricht für Roy ...
Kickboxen: Roy Cipriano feiert seinen zweiten Profisieg
Drei Kämpfe, zwei Siege, so die Bilanz von Roy Cipriano bisher im Profi-Kickboxen. Der Wohler bleibt nach dem Erfolg gegen Pleurat Bullaku allerdings bescheiden.
Es spricht für Roy Cipriano, dass er sehr viele positive Worte über seinen Gegner verliert, als er von seinem Sieg an der Gladiators Night in Dietikon erzählt. «Er und sein Team waren wirklich absolut faire Sportler. Im Ring Vollgas geben, man kämpft schliesslich gegeneinander, aber neben der Kampffläche miteinander mit dem grössten Respekt umgehen. Das ist schon sehr sympathisch und nicht selbstverständlich.»
Und trotzdem hat der Wohler seinen Gegner bezwungen. Während er im Februar bei seinem Debüt in der Stadthalle Dietikon noch eine Niederlage kassiert hatte, konnte er jetzt am gleichen Ort triumphieren. «Allerdings nicht gegen den gleichen Gegner», sagt er mit einem Augenzwinkern. «Jetzt weiss ich, wie es sich anfühlt, in dieser Halle zu gewinnen. Die Niederlage gegen den damaligen Kontrahenten möchte ich aber ungern so stehen lassen. Hoffentlich habe ich irgendwann einmal die Chance auf Revanche.» Zwischen seinen beiden Auftritten in Dietikon gab es im Mai noch die «Heroes Fight Night» in Aarau, wo der Wohler seinen ersten Sieg im Profibereich erringen konnte. «Es kommt langsam. Die Hemmschwelle, ohne Schoner zu kämpfen, sinkt. Nach dem ersten Kampf wusste ich ungefähr, welche taktischen Ausrichtungen sinnvoller sind und welche nicht, da die Kampfrichter einen grossen Wert auf Aktivität legen. Ich finde mich immer besser zurecht.» Der 22-Jährige ist aber vorsichtig, wenn es darum geht, zu behaupten, dass er im Profibereich angekommen ist. «Verglichen mit allen Kämpfen, die ich bisher in meinem Leben bestritten habe, sind diese drei auf Profiebene so gut wie nichts. Aber ich lerne dazu und glaube, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht. Der Sieg jetzt war ein weiterer Schritt nach vorne für mich.»
Für diese Entwicklung ist er seinem Team sehr dankbar. Sein Vater Rocco Cipriano und Andrea Faggiano von Kickboxing Wohlen, die ihn trainieren, und Dani Berger, der sein Management übernommen hat, sind dem Wohler eine riesige Stütze.
Europameisterschaften stehen an
Wann der nächste Profikampf an der Reihe ist, weiss der junge Mann noch nicht. «Anfang November stehen erst mal die Europameisterschaften in Griechenland in meiner Agenda. Dort werde ich allerdings wieder in den Disziplinen Pointfighting und Light Contact antreten.» Cipriano, der aktuell seine Berufsmaturität nachholt, wird neben der Schule mit den diversen sportlichen Wettkämpfen und der Vorbereitung darauf jedenfalls ganz bestimmt nicht langweilig. --jl