Verwöhnung pur
20.01.2026 Niederwil, Region UnterfreiamtLebendiger, bunter Abend des Musikvereins Niederwil
Der Besucherschaft des traditionellen Unterhaltungsabends des Musikvereins Niederwil vom vergangenen Wochenende wurde eine musikalische und kulinarische Verwöhnung in Aussicht gestellt. Der Verein löste seine ...
Lebendiger, bunter Abend des Musikvereins Niederwil
Der Besucherschaft des traditionellen Unterhaltungsabends des Musikvereins Niederwil vom vergangenen Wochenende wurde eine musikalische und kulinarische Verwöhnung in Aussicht gestellt. Der Verein löste seine Versprechen bravourös ein. Die Musizierenden wie auch die Küchenequipe boten begeisternde Kost.
Stefan Treier
Das Motto des unterhaltsamen Abends lautete «Inventio et inventum», was soviel heisst wie «Erfindung und Entdeckung». Vereinspräsident Manuel Stutz zeigte sich hocherfreut über das stattliche Publikum, welches er auf eine spannende, musikalische Reise in vergangene Epochen, vereint mit dem Sound der Gegenwart, einlud. Die Gäste konnten sich buchstäblich an zwei «Highlights» erfreuen. Wer ein feines Geschnetzeltes nach Zürcher Art mit Spätzli und Saisongemüse wünschte, konnte in Ruhe tafeln, bevor es dann musikalisch mit voller Energie losging.
Der Start des musikalischen Abends unter der Leitung von Dirigent Sandro Oldani erfolgte mit «Winds of Change», einem Stück, welches auf den enormen Aufschwung der Windenergie in Amerika Bezug nimmt. Konkret entstand es im Zusammenhang mit Windenergie. Die nachhaltigen Energiequellen und die daraus strömenden Winde machten sich in der ganzen Komposition bemerkbar. Das Stück gewann schliesslich an Dynamik «mit dem über das Land fegenden Wind, welcher gar Turbinen anzutreiben vermochte», so eine Stückbeschreibung. Durch das vielseitige Programm führte Beat Ochs alias Prof. Dr. Dr. Dr. Waldohorn. Er verstand es, das Publikum mit seinen Theorien als «Fachperson für Erfindungen» und «Entwickler» zwischen den einzelnen Musikstücken äusserst originell mit Sketchen «auf Trab» zu halten. Sein «Stift», verkörpert durch Musikant Lukas Güttinger, wirkte dabei wacker mit. Die Lachmuskeln des Publikums wurden dabei stark strapaziert.
Energiegeladen durch den musikalischen Abend
Auch die weitere musikalische Reise durch verschiedene Entdeckungen zeigte sich energiegeladen. So begegnete man der bekannten Titanic des amerikanischen Filmkomponisten James Horner, welche in dieser Form erstmals 1997 aufgeführt wurde. Mit dem Blasmusikstück «San Gottardo 2010» des Schweizer Komponisten Fredy Lemp wurde eine Schweizer Station angefahren – ein Gedenken an den derzeit längsten Eisenbahntunnel der Welt. Mit «80er-Kult» hat der deutsche Komponist und Arrangeur Thiemo Kraas ein grossartiges Arrangement geschaffen, in welchem gleich fünf Hits auf meisterliche Weise verarbeitet sind. Ihnen galt die Aufmerksamkeit der Niederwiler Musikantinnen und Musikanten ebenfalls. Sie präsentierten sich als topmotivierte Bläserinnen und Bläser. Zu letztgenanntem Stück gesellten sich noch fünf Jungmusikantinnen und -musikanten dazu. Als Solisten brillierten Adrian Stutz, Trompete, Lukas Güttinger als Saxofonist und Enya Müller mit der Oboe. Bei allen Musikvorträgen wurden passende, leuchtende Hintergrundkulissen als Stimmungsbilder eingeblendet.
Stattliche Bläserschaft – Top-Motivation
Der rund 50 Bläserinnen und Bläser umfassende Musikverein Niederwil wirkte aufgestellt. Insgesamt 18 Musikinstrumente kamen zum Einsatz, was die Vielfalt des Vereins eindrücklich manifestierte. Dirigent Sandro Oldani, welcher in der Gemeinde auch als Musikschulleiter tätig ist, verstand es, im Laufe der letzten Jahre den Musikverein zu einem stattlichen Verein mit vielen jungen Bläserinnen und Bläsern zu erweitern. Niederwils Bevölkerung hat Grund, stolz auf ihren Musikverein zu sein, verstand es dieser doch, ein anspruchsvolles Programm «mit Pfiff und Schwung» darzubieten.
Präsident Manuel Stutz oblag es, am Schluss des vielseitigen und frohen Unterhaltungsabends verschiedene Dankesworte auszusprechen, so der Firma Opera AG für die technische Einrichtung und vier namhaften Sponsoren, vorwiegend aus der Region, ohne deren Spenden die Durchführung des Top-Programms nicht möglich gewesen wäre. Ebenso galt der Dank den anwesenden auswärtigen Musikkameradinnen und -kameraden, welche im Service tätig waren, sowie letztlich allen Einheimischen, welche sich in irgendeiner Form als hilfreich erwiesen. Der Musikverein darf sich von den Niederwilerinnen und Niederwilern als getragen fühlen.


