Sofia Rei und Jorge Roeder bei «Musig im Pflegidach»
Tief aus den musikalischen Winkeln des panamerikanischen Repertoires holen Sofia Rei und Jorge Roeder funkelnde Schätze ans Licht. Zu erfahren ist das am Sonntag, 22. Februar, 20.30 Uhr, im ...
Sofia Rei und Jorge Roeder bei «Musig im Pflegidach»
Tief aus den musikalischen Winkeln des panamerikanischen Repertoires holen Sofia Rei und Jorge Roeder funkelnde Schätze ans Licht. Zu erfahren ist das am Sonntag, 22. Februar, 20.30 Uhr, im Pflegidach.
Die Grammy-nominierten Musiker – seit fast 20 Jahren ein künstlerisches Dreamteam – widmen sich in «Coplas Escondidas» den verborgenen Perlen. Es ist eine Reise durch die musikalische Vielfalt des amerikanischen Kontinents, von Argentinien bis Peru, von Brasilien bis in die USA – gesungen und gespielt in Spanisch, Portugiesisch und Englisch. Doch dieses Projekt ist keinesfalls Folklore, kein Latin-Jazz-Klischee, kein Avantgarde-Experiment: Es ist etwas Eigenständiges, Mutiges, Überraschendes. Eine musikalische Welt, die nur zwei der spannendsten, kosmopolitischsten Improvisationskünstler erschaffen können.
Entstanden während der pandemischen Stille ist «Coplas Escondidas» das Ergebnis eines musikalischen Gesprächs, das seit den gemeinsamen Studienjahren am New England Conservatory nie aufgehört hat. Sofia Rei und Jorge Roeder greifen auf ein weit verzweigtes Netzwerk südamerikanischer Traditionen zurück – und verwandeln sie mit der Freiheit des Jazz in etwas radikal Persönliches.
Eine Stimme wie ein Kontinent
Die in Buenos Aires geborene, klassisch ausgebildete Mezzosopranistin gilt als eine der markantesten Stimmen der modernen Latin-Jazz-Szene. Ihre Arbeiten – zuletzt das elektronisch veredelte Umbral – ebenso wie ihre Kollaborationen mit Marc Ribot, Bobby McFerrin, Maria Schneider und vor allem John Zorn, zeigen ihre stilistische Furchtlosigkeit.
Der Bass als Erzähler
Der aus Lima stammende Bassist ist einer der begehrtesten Musiker seiner Generation. Von der Lima Philharmonic bis zur Metal-Band Ni Voz ni Voto – Roeders musikalische Biografie ist so vielseitig wie energiegeladen. In den USA hat er tiefe musikalische Verbindungen geknüpft: zu Julian Lage, Shai Maestro, Ryan Keberle, und immer wieder zu John Zorn. Sein Bassspiel ist kraftvoll, lyrisch, erdig – und in diesem Duo wird er zum ebenbürtigen Partner einer aussergewöhnlichen Stimme.
«Coplas Escondidas» ist ein Abend voller Schönheit, unerwarteter Wendungen und emotionaler Tiefe. Es ist Musik, die berührt, die Grenzen lockert, die Geschichten erzählt, wie man sie sonst kaum zu hören bekommt. Wer die grosse Vielfalt lateinamerikanischer Liedkunst liebt – oder sie neu entdecken möchte –, darf dieses Konzert nicht verpassen. --red
Weitere Informationen und Tickets: www.murikultur.ch/musig-im-pflegidach.