Umgang mit externen Nutzern
08.04.2026 Mutschellen, SportGemeindeverband Sportzentrum Burkertsmatt: Vision wurde an der Abgeordnetenversammlung vorgestellt
Die 67. Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbandes Regionales Sport-, Freizeit- und Begegnungszentrum Burkertsmatt stand im Zeichen der «Vision Burkertsmatt – ...
Gemeindeverband Sportzentrum Burkertsmatt: Vision wurde an der Abgeordnetenversammlung vorgestellt
Die 67. Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbandes Regionales Sport-, Freizeit- und Begegnungszentrum Burkertsmatt stand im Zeichen der «Vision Burkertsmatt – Legislatur-Ziele 26–29». Ein Plan ist, einen gangbaren Weg zu finden, wie mit Nutzern von ausserhalb der Verbandsgemeinden umgegangen werden soll.
Roger Wetli
«Es gibt Konflikte in den Vereinen, welche das Sportzentrum Burkertsmatt nutzen», erklärte Chris Springer, Präsident der Abgeordnetenversammlung. «Diese Konflikte bestehen zum Beispiel darin, dass auf den Wartelisten für Kinderaktivitäten solche aus den Verbandsgemeinden stehen, während Externe aktiv trainieren dürfen.» Dieses Thema müsse aufgenommen werden, um den Goodwill der Verbandsgemeinden zu erhalten. Er betonte: «Die Halle kommt jeweils zwischen 17 und 22 Uhr an ihre Kapazitätsgrenzen. Sie ist dann rappelvoll.»
Eine Frage der Menge
Ein Abgeordneter gab zu bedenken, dass die Vereine die besten 15 bis 20 Kinder für die Trainings auswählen würden. «Sie können dabei nicht auf die Gemeindeherkunft Rücksicht nehmen.» Springer zeigte für dieses Argument Verständnis. Er gab aber zu bedenken: «Die Vereine dürfen die Anlage kostenlos nutzen. Wenn sie dabei nur wenige auswärtige Personen haben, die mit ihnen trainieren, sagt niemand etwas. Anders sieht es aus, wenn es viele Externe sind.» Eine andere Person erklärte, dass sie immer wieder höre, dass Hallen zwar reserviert, aber dann nicht genutzt werden. Marco Salm, Präsident der Betriebskommission, versprach: «Das ist ein Thema, welches wir anschauen.»
Grösseres Verständnis für den Wert der Anlage schaffen
Ein weiteres Thema der «Vision Burkertsmatt – Legislatur-Ziele 26–29» sind die Landreserven des Sportzentrums. «Wir schauen, wie wir diese sinnvoll weiterentwickeln können. Dies auch im Hinblick auf das neue kantonale Sportgesetz, das Gelder für regionale Sportzentren vorsieht», sagte Chris Springer.
Bis 2029 sollen zudem die Satzungen des Verbandes angeschaut werden, weil diese vor 20 Jahren geschaffen wurden. «Sie waren damals richtig. Heute sind sie womöglich nicht mehr passend», so Springer.
Er versprach, den Werterhaltungsplan der Anlage auf zehn Jahre aktuell zu halten. «Wichtig ist, dass wir die Funktion der Burkertsmatt sicherstellen.» Die Anlage werde immer älter. «Ich habe aber das Gefühl, dass der enorme Wert dieses Sportzentrums der breiten Bevölkerung nicht bewusst ist. Dieses Verständnis braucht es, wenn wir Geld für die Sanierungen benötigen. Und diesen Wert müssen wir besser kommunizieren», betonte Chris Springer.
Schadenersatz erhalten
Der Verband hatte den Auftrag, 10 Prozent der Kosten einzusparen. Im Jahr 2025 sparte er 7 Prozent ein. «Wir erreichten das Ziel also nicht ganz», so der Präsident der Abgeordnetenversammlung. Weniger Ausgaben konnten erreicht werden, weil das Kunsteisfeld nicht aufgestellt wurde. Bei den Einnahmen verbuchten die Verantwortlichen zusätzliche 200 000 Franken, weil die Firma der nicht richtig funktionierenden Solaranlage Schadenersatz zahlte. Thomas Winkler, Präsident der Finanzkommission, lobte die saubere und übersichtlich geführte Buchhaltung: «Ich bin beeindruckt vom sehr kompetenten Vorstand der Anlage.» Die Abgeordneten wählten Daniel Altorfer aus Rudolfstetten-Friedlisberg als drittes Mitglied in die Finanzkommission. Noch nicht behandelt wurde die Kreditabrechnung des Kunstrasens. Dies, weil diese, anders als erwartet, noch nicht fertig erstellt werden konnte.
Flachdach falsch gebaut
Sorgen bereitet den Verantwortlichen das Dach der Halle. Im Dezember und Januar trat Wasser ein. Marco Salm: «Es kam heraus, dass der Dachbau nicht mit den Plänen der Architekten übereinstimmt. Es hätte nie so erstellt werden dürfen.» Sie würden jetzt verschiedene Abklärungen durchführen. «Ein Flachdach hält in der Regel 25 Jahre – unseres jetzt weniger.»
Salm freut sich, dass mit dem Frühling in der Aussenanlage wieder Leben einkehrt. «Der Pumptrack wird rege genutzt.» Er kündigte an, dass am 29. August mit Ausweichdatum 30. August die Jugendarbeit Mutschellen JAM mit weiteren Personen dort den Besuch der «PumpKing Challenge Tour 2026» ermöglicht. Dies als Teil der Schweizer Meisterschaft in verschiedenen Sportgeräte-Kategorien. Rund 120 Teilnehmende werden erwartet. Die JAM stellt zudem mit Jugendlichen mobile Skate- und Scooter-Elemente her.
Der Präsident der Betriebskommission erklärte zudem, dass der Abenteuer-Spielplatz wohl noch in diesem Sommer gebaut wird.
Gefragt wurde, ob das Defizit des Mutschälle-Fäschts auch finanzielle Auswirkungen auf den Gemeindeverband hat. Chris Springer relativierte: «Unser Verlust hält sich in kleinen Grenzen. Dies, weil wir den Veranstaltern nur Strom und Wasser verrechneten und zudem eine Festbank ersetzen mussten.»

