Supergefühl täuscht nicht
07.01.2025 SportBob, Weltcup: Melanie Hasler meldet sich mit starken Leistungen aus Winterberg zurück
Neues Jahr, neues Glück. Die Berikerin Melanie Hasler war nach dem letzten Weltcup in Sigulda weder mit Platzierung noch den äusseren Umständen zufrieden. Im ersten ...
Bob, Weltcup: Melanie Hasler meldet sich mit starken Leistungen aus Winterberg zurück
Neues Jahr, neues Glück. Die Berikerin Melanie Hasler war nach dem letzten Weltcup in Sigulda weder mit Platzierung noch den äusseren Umständen zufrieden. Im ersten Weltcup 2025 in Winterberg sind die Resultate deutlich erfreulicher.
Die Hoffnung auf einen Podestplatz am Weltcup in Winterberg war für die Berikerin Melanie Hasler nicht besonders hoch. «In St. Moritz und an der WM in Lake Placid rechne ich mir mehr Chancen aus als an den Rennen in Winterberg und Innsbruck. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf», sagte sie, nachdem der Jahresabschluss 2024 in Sigulda – auch wegen äusseren Umständen – misslungen ist.
Es hat sich für sie gelohnt, weiterhin positiv zu denken. Im Monobob landete die Freiämterin in Winterberg auf dem 2. Rang. Nur neun Hundertstelsekunden fehlten ihr zum Sieg. «Natürlich bin ich sehr zufrieden mit diesem Resultat. Es passte ganz viel zusammen an diesem Tag. Ich habe mich sehr sicher gefühlt und meinen Fähigkeiten vertraut», sagt Hasler.
Schon frühmorgens ein «gutes Feeling»
Schon als sie frühmorgens aufwachte, spürte sie: «Heute wird ein guter Tag.» Ihr Supergefühl hat sie nicht getäuscht. Der 2. Rang hinter Siegerin Lisa Buckwitz war stark. Und es fehlte wenig zum Premierensieg für die Freiämterin. Diese Leistung ist eine deutliche Steigerung zum 7. Platz in Sigulda kurz vor Weihnachten. «Und es gibt viel Auftrieb für die noch junge Saison», sagt Hasler.
Startnummern-Pech
Im Zweierbob ist ihr gemeinsam mit Anschieberin Muswama Kambundji (Schwester des Leichtathletikstars Mujinga) immerhin Rang 6 gelungen. Die eher tiefe Startnummer 8 entpuppte sich für Melanie Hasler im 1. Durchgang als grosser Nachteil. Denn zu viel Schnee sorgte für langsame Verhältnisse auf der Bahn in Winterberg. Das Duo Hasler/Kambundji schafft es so trotz viertschnellster Startzeit nur auf den 11. Rang nach dem ersten Durchgang. «Schnee. Regen. Wind. Es ist eine Outdoor-Sportart und die Wetterbedingungen kann man nicht beeinflussen», sagt Hasler. Aber die Verantwortlichen in Winterberg haben sich viel Mühe gegeben, um für alle Athleten dieselben Bedingungen zu schaffen. Was aber aufgrund der Wetterverhältnisse eigentlich unmöglich war. Immerhin: Im 2. Durchgang liessen die Verhältnisse auf der Bahn einen faireren Wettkampf zu. Das Duo Hasler/Kambundji verbesserte seine Startzeit noch einmal um 0,01 Sekunden und kam 6 Zehntel schneller ins Ziel als noch im 1. Lauf. So liessen die Freiämterinnen noch 5 Schlitten hinter sich und belegten am Ende den 6. Rang. «Der Start war der Hammer. Fahrerisch war es gut. Das Material passt. Und wir sind ganz nahe an den deutschen Schlitten dran», so das Fazit von Melanie Hasler, die mit diesem 6. Rang «angesichts der Umstände zufrieden» ist. Auch dieses Resultat ist besser als zuletzt in Sigulda, dort gab es den 7. Rang. Den Sieg in Winterberg machten die beiden deutschen Schlitten unter sich aus.
Ab nach St. Moritz
Auf der Weiterfahrt von Winterberg nach St. Moritz fühlte sich Hasler gesundheitlich angeschlagen und ging für eine Nacht nach Hause. Mittlerweile ist sie in St. Moritz angekommen, wo die nächsten Weltcup-Rennen stattfinden. «Ich freue mich sehr auf diese Heimrennen. Und ich hoffe, ich bleibe gesund», sagt sie. --spr/jl


