1. Liga: TV Dagmersellen – TV Muri (Samstag, 18 Uhr, Dagmersellen Chrüzmatt)
Der nächste Gegner des TV Muri heisst Dagmersellen. Das Hinspiel gewannen die Murianer souverän mit 37:33. Im Rückspiel geht es für beide Teams um sehr viel. Muri ...
1. Liga: TV Dagmersellen – TV Muri (Samstag, 18 Uhr, Dagmersellen Chrüzmatt)
Der nächste Gegner des TV Muri heisst Dagmersellen. Das Hinspiel gewannen die Murianer souverän mit 37:33. Im Rückspiel geht es für beide Teams um sehr viel. Muri will den Rückstand auf Rang 2 verringern. Dagmersellen benötigt Punkte für den Ligaerhalt.
Die Freiämter gehen mit Rückenwind in die nächste Partie. Der Sieg gegen den STV Willisau am letzten Spieltag hat das Team beflügelt. «Wenn man mit neun Toren Vorsprung gewinnt, ist das auf den ersten Blick grossartig», sagt Trainer Björn Navarin. Zur Halbzeit führte sein Team mit 18:10. «Wir sprachen in der Garderobe in der Pause darüber, dass gerade jetzt der richtige Zeitpunkt ist, weiterzumachen. Mit Blick auf die Tabelle ging es uns letzte Woche darum, unser Torverhältnis aufzubessern. Dann ist etwas ärgerlich, wenn wir in der zweiten Halbzeit vorne noch 21 Tore schiessen, aber hinten auch viele Gegentreffer kassieren.» Der Trainer bleibt selbstkritisch: «In den letzten 16 Minuten der ersten Hälfte kassierten wir nur drei Tore, weil wir super verteidigten und das, was wir letzte Woche geübt hatten, abrufen konnten. Wir übten Druck auf die Gegner aus, machten selbst wenige technische Fehler und provozierten einige bei Willisau. Lediglich an ihrem Torhüter kamen wir oft nicht vorbei. Wir waren aktiv bei der Sache und haben keine wilden Dinge probiert. Darum haben unsere Abläufe funktioniert.»
Vorsicht vor dem Goalgetter
Die löchrige Abwehr und die kassierten Gegentore in der zweiten Hälfte sorgten dennoch für Gesprächsbedarf. «Wir hatten die Chance, unser Torverhältnis deutlich zu verbessern, um bei Punktegleichstand an Rang 2 vorbeizuziehen. Das ist uns nicht gelungen. Aber abgesehen von dem Wermutstropfen bin ich zufrieden.»
Morgen Samstag, 18 Uhr, gastieren die Murianer in Dagmersellen. «Wie Willisau gehören sie zu den Teams, die gegen den Abstieg kämpfen. Bei Willisau konnten wir ihren Widerstand brechen und die Punkte mitnehmen. Aber Dagmersellen sieht noch eine Chance, das rettende Ufer zu erreichen. Sie werden mit allem auftreten, was da ist.» Die Teams auf den letzten zwei Rängen steigen direkt ab. Die beiden Mannschaften, die davor klassiert sind, müssen in die Barrage. Dagmersellen wird alles versuchen, um zumindest den Direktabstieg noch zu verhindern.
Die Luzerner haben ausserdem einen Spieler in ihren Reihen, der für Muri zum Problem werden könnte. Urs Oggier ist mit 146 Toren der drittbeste Skorer der Liga und hat fast jedes vierte Tor des Teams in der Meisterschaft erzielt. Auch im Hinspiel gegen Muri war er achtmal erfolgreich.
Direktduell mit Ehrendingen möglich
«Es wird heikel. Aber für uns geht es auch um viel. Wir haben einen Punkt aufgeholt auf den Zweitplatzierten und unser Torverhältnis leicht verbessern können. Deshalb ist es einfach wichtig, weiterzumachen.» Wenn das zweitplatzierte Ehrendingen bis Saisonende noch ein Spiel verliert und Muri nicht, hätten die Klosterdörfler am letzten Spieltag die Möglichkeit, im Direktduell den 2. Platz zu erobern. Dann dürften die Freiämter die Aufstiegsspiele bestreiten.
Ob Muri in eine solche Situation kommt, liegt auch daran, ob sie weiter siegreich bleiben. «Ich würde es dem Verein und der Mannschaft gönnen, das zu erleben. Sie haben viel gearbeitet und viel Herzblut investiert.» Das junge Kader habe sich enorm entwickelt und erkenne seine Stärken immer besser. «Wenn dieser Fall einträfe, wäre in Muri der Teufel los.» --tvm