Mutscheller Frust, Wohler Freude
31.03.2026 Sport, Fussball2. Liga: FC Mutschellen – FC Wohlen U23 2:4 (0:1)
Der FC Mutschellen hatte sich nach der Auftaktniederlage gegen Erlinsbach für das zweite Rückrundenspiel viel vorgenommen. Die Gastgeber kamen im Freiämter Derby gegen Wohlens U23 aber nie richtig in ...
2. Liga: FC Mutschellen – FC Wohlen U23 2:4 (0:1)
Der FC Mutschellen hatte sich nach der Auftaktniederlage gegen Erlinsbach für das zweite Rückrundenspiel viel vorgenommen. Die Gastgeber kamen im Freiämter Derby gegen Wohlens U23 aber nie richtig in die Partie. Die Gäste feiern einen 4:2-Sieg und verlassen die Abstiegsränge.
Aufgrund der Sperre von Cheftrainer Shani Tarashaj wurde der FC Mutschellen an der Seitenlinie von Assistenztrainer Burim Krasniqi und Goalietrainer Markus Padovano betreut. Das Heimteam kam von Beginn weg nicht richtig in die Gänge. Ein strukturierter Spielaufbau wollte kaum gelingen und die Gäste aus Wohlen traten von der ersten Minute an sehr präsent und aggressiv auf. Die Gastgeber wirkten gehemmt und fanden kaum Zugriff auf das Spielgeschehen.
So überraschte auch die Führung der Gäste nicht. Nach einem weiten Abstoss von Torhüter Joel Bonorand kam Wohlen schnell zum Abschluss – Fabio Milazzo traf zur verdienten 0:1-Führung. Mutschellen tat sich weiterhin schwer, ins Spiel zu finden. Erst in der 36. Minute kam Captain Roger Pfyl dem Ausgleich nahe, sein Distanzschuss aus rund 18 Metern strich jedoch knapp am Pfosten vorbei. Kurz darauf versuchte es Daniele Cuviello ebenfalls aus der Distanz, doch auch sein Abschluss verfehlte das Ziel nur knapp. In dieser Phase übernahm Mutschellen zwar etwas mehr Spielanteile, ohne jedoch zwingende Torchancen herauszuspielen.
Mutscheller Reaktion kommt zu spät
Nach dem Seitenwechsel hoffte das Heimteam auf eine Reaktion. Doch Wohlen zerstörte diese Hoffnung innerhalb weniger Minuten. In der 46. Minute konnte ein Angriff nur ungenügend geklärt werden und die Gäste nutzten dies eiskalt zum 0:2 aus. Djellon Shahini war der Torschütze. Nur vier Minuten später erhöhte Gabriel Prenaj nach schönem Kombinationsspiel auf 0:3.
Mutschellen fand weiterhin kaum Mittel gegen die kompakt auftretenden Gäste. Zu viele Fehlpässe und verlorene Zweikämpfe verhinderten einen geordneten Spielaufbau. In der 73. Minute erhöhte Wohlen nach einem Foulspiel mittels Penalty von Daris Genjac auf 0:4. Torhüter Fabian Riesen, der zwischenzeitlich für den angeschlagenen Orlando Gyr ins Spiel gekommen war, ahnte zwar die Ecke, konnte den platzierten Schuss jedoch nicht parieren. Erst danach zeigte das Heimteam eine Reaktion. In der 76. Minute verkürzte Kevin Kempter nach einem Angriff über die linke Seite auf 1:4. Nur wenige Minuten später kam Janick Seiler – kaum eingewechselt – nach einem Durcheinander im Strafraum zum 2:4-Anschlusstreffer. In dieser Phase keimte bei den Mutschellern nochmals kurz Hoffnung auf, doch trotz vermehrtem Ballbesitz fehlte die nötige Durchschlagskraft, um die Partie nochmals spannend zu machen. Burim Krasniqi, der Shani Tarashaj als Trainer vertreten hat, meinte nach dem Spiel: «Wir haben es heute leider nicht geschafft, unseren Plan umzusetzen. Zu viele Spieler haben nicht ihre gewohnte Leistung abgerufen, was gegen einen so hartnäckigen Gegner entscheidend ist.» Krasniqi wird Tarashaj auch im Cup gegen Muri vertreten (siehe Box). Der Cheftrainer ist erst wieder in der nächsten Meisterschafts-Partie mit dabei. Am Freitag, 10. April, 20.15 Uhr, gastiert Mutschellen beim Tabellenfünften Küttigen und will dann die ersten Punkte der Rückrunde einfahren.
Wohlen U23 im Aufwind
Der FC Wohlen U23 ist hingegen optimal in die Rückrunde gestartet. Die zweite Mannschaft des FCW hat aus zwei Spielen zwei Siege geholt und damit die Abstiegsplätze verlassen können.
Das Team von Trainer Rino Luongo ist mit 16 Zählern zwar punktgleich wie der FC Neuenhof, hat aber weniger Strafpunkte auf dem Konto und ist dadurch über den Strich geklettert. «Das ist wichtig für den Kopf», sagt Luongo. «Mental hilft das den Spielern, dass sie sehen, dass wir nicht mehr auf einem Abstiegsplatz stehen. Und ebenso, dass sie wissen, dass sie in der Lage sind, ein Team wie Mutschellen zu schlagen, das bereits 23 Punkte auf dem Konto hat.» Der Trainer ist vor allem zufrieden damit, wie sein Team aufgetreten ist. «Wir haben uns gut präsentiert und waren dominant, obwohl es nicht ganz einfach, war bei Schnee auf dem Kunstrasen zu spielen. Nach dem 4:0 haben wir Mutschellen etwas ins Spiel zurückkommen lassen. Ich habe das Team dann angewiesen, defensiv nichts mehr zuzulassen, weil ich dem Gegner durchaus eine Aufholjagd zugetraut habe. Die Spieler haben das gut umgesetzt.»
Die Mannschaft wird nach der Osterpause daran anknüpfen wollen und den Abstand auf die Abstiegsränge ausbauen wollen. Sie spielen am Freitag, 10. April, 20.30 Uhr, zu Hause gegen den Tabellensechsten aus Erlinsbach. «Ab jetzt gilt die Konzentration voll diesem Spiel. Wir arbeiten hart darauf hin. Vieles ist eine Kopfsache und eine Sache des Willens. Und der ist vorhanden. Wir können auch ein Erlinsbach schlagen.» --fcm/red
Nächstes Derby: Cup gegen Muri
Morgen Mittwoch steht für Mutschellen bereits das nächste Freiämter Derby auf dem Programm. Um 20 Uhr empfängt das Team den FC Muri zum Cup-Halbfinal. Für die Mutscheller bietet sich die Chance zur Wiedergutmachung für die Niederlage gegen Wohlen. Dann kann das Team zeigen, welches Potenzial in ihm steckt. Auch in diesem Spiel wird der Mannschaft Trainer Shani Tarashaj fehlen. Erneut wird ihn Burim Krasniqi vertreten. Nachdem seiner Meinung nach viele Spieler gegen Wohlen nicht die erwartete Leistung gebracht haben, erwartet er gegen die Klosterdörfler eine Steigerung: «Jetzt gilt der volle Fokus dem Cup-Halbfinal gegen Muri.»
Doch auch die Murianer sind heiss und wollen nach dem Unentschieden gegen Erlinsbach jetzt ein Erfolgserlebnis einfahren. Muri-Trainer Alain Schultz sagt: «Es wird sicher schwierig werden, aber wir werden alles geben, um den Einzug in den Cup-Final zu schaffen.»

