Muri setzt sich oben fest
28.04.2026 Sport, Fussball2. Liga: FC Muri – FC Neuenhof 4:0 (1:0)
Mit dem Sieg gegen den FC Neuenhof bleiben die Murianer an Leader Lenzburg dran und bilden zusammen mit Baden und Suhr mit zwei Punkten Rückstand nun das Verfolgertrio. Die Murianer überzeugen nach dem ...
2. Liga: FC Muri – FC Neuenhof 4:0 (1:0)
Mit dem Sieg gegen den FC Neuenhof bleiben die Murianer an Leader Lenzburg dran und bilden zusammen mit Baden und Suhr mit zwei Punkten Rückstand nun das Verfolgertrio. Die Murianer überzeugen nach dem Cup-out gegen Mutschellen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Der Fokus liegt nun voll auf der Meisterschaft.
Gleich zu Beginn der Partie drücken die Hausherren dem Spiel den Stempel auf und zwingen den Gegner mit flüssigem Kombinationsspiel zu viel Laufarbeit. Bereits in den Startminuten tauchen die Murianer mehrmals gefährlich im Neuenhofer Strafraum auf, doch Nermin Rogentin und Eltion Shabani scheitern mit ihren Versuchen ebenso wie Gentrim Uka mit seinen Distanzschüssen. Doch in der 9. Minute wird der Ball nach einem Angriff über links abgelenkt und kommt zum freistehenden Jan Burkard, der sich nicht zweimal bitten lässt und trocken zur frühen Murianer Führung trifft. In der Folge flacht die Partie merklich ab, und die Gäste tauchen vermehrt vor Goalie Alejandro Scheifele auf. Besonders bei hohen Bällen zeigt sich seine Hintermannschaft nicht immer sattelfest. Mehrmals muss Muris Schlussmann deshalb intervenieren.
Doppelwechsel nach 23 Minuten
Verletzungsbedingt müssen Stürmer Fidan Tafa und Aussenläufer Eltion Shabani nach gut zwanzig Minuten den Platz verlassen. Coach Alain Schultz bringt in der Verteidigung neu Luca Passerini und als Sturmspitze Routinier Tihomir Grabovica. Dieser macht im Anschluss ein grosses Spiel und krönt seine Leistung mit zwei klassischen Mittelstürmer-Toren. Doch vorerst gelingt den Klosterdörflern nichts Zählbares mehr, überhaupt scheint die Luft nach einer knappen halben Stunde etwas raus zu sein. «Es war heute nicht besonders viel Tempo im Spiel, was sicher auch mit den sehr warmen Temperaturen zu tun hat», sagt Trainer Schultz dazu. Er ist mit der Leistung seiner Schützlinge generell zufrieden und freut sich vor allem, wieder einmal zu Null gespielt zu haben. Auf die vielen angeschlagenen Spieler angesprochen, meint er: «Wir brauchen alle – das ist hier bei uns nicht nur eine Floskel, sondern wir zählen auf jeden, der auf dem Platz steht, und es ist schön, wie die Mannschaft das aktuell umsetzt.»
«Er ist wirklich vorbildlich»
Als Paradebeispiel nennt er den bereits erwähnten Tihomir Grabovica. «Wie er seine Rolle interpretiert, sich immer in den Dienst der Mannschaft stellt, ist wirklich vorbildlich.» Und was sagt der Betroffene selber zu seinem Auftritt? «Neuenhof ist eine körperbetonte Mannschaft. Es war wichtig, dagegenzuhalten. Ich bin froh, konnte ich der Mannschaft heute wieder helfen. Mir macht es natürlich Spass, wenn der grosse Einsatz auch mal mit einem Torerfolg belohnt wird.
Und wenn es zwei sind, ist das auch okay», sagt der Matchwinner mit einem Lachen im Gesicht. Doch bis es so weit war, taten sich die Freiämter schwer mit der Devise, die der Coach für das Spiel ausgegeben hatte: «Defensiv gut stehen und vorne effektiv sein, wobei uns Zweiteres lange Zeit nicht wirklich gut gelungen ist», gibt der erfahrene Alain Schultz unumwunden zu.
Doppelschlag bringt Entscheidung
Tatsächlich dauert es bis zur 55. Minute, ehe Gentrim Uka mit seinem gefühlt 20. Torschuss seine Farben mit dem 2:0 endlich auf die Siegerstrasse bringen kann, nachdem Miguel Ferreira den Ball kurz zuvor bereits an die Latte gezirkelt hatte. Und nur eine Zeigerumdrehung später doppelt Tihomir Grabovica mit seinem ersten Treffer nach und zieht der Partie mit dem 3:0 den Stecker. Nach weniger als einer Stunde ist das Spiel entschieden, und der Rest verkommt zum Schaulaufen.
Ein Aufbäumen der Neuenhofer ist nicht zu erkennen, und so ist es in der 73. Minute abermals Grabovica, der im Getümmel in bester Mittelstürmer-Manier abstauben und zum 4:0-Schlussresultat für Muri einnetzen kann.
Nach Spielschluss feiern die Schultz-Jungs ihren Erfolg ausgelassen mit ihren Fans, doch der «man of the match» schaut bereits wieder nach vorne: «Es fehlen aktuell wichtige Spieler verletzungsbedingt, und ich hoffe natürlich, dass sie bald wieder mittun können. Die Niederlage im Cup war hart, aber die haben wir abgehakt. Nun gibt es nur noch die Meisterschaft, und da nehmen wir Spiel für Spiel. Wenn wir alle so weitermachen wie bisher, ist sicher noch ganz viel möglich in dieser Saison.»
--pf

