NACHGEFRAGT
Von 2008 bis 2014 war Zoltan Cordas Trainer des TV Muri. Der 64-Jährige aus Fislisbach erlebte dabei auch den Aufstieg in die NLB 2009. Cordas ist ein Handballexperte und verfügt über die höchsten Qualifikationen (A-Lizenz, EHF ...
NACHGEFRAGT
Von 2008 bis 2014 war Zoltan Cordas Trainer des TV Muri. Der 64-Jährige aus Fislisbach erlebte dabei auch den Aufstieg in die NLB 2009. Cordas ist ein Handballexperte und verfügt über die höchsten Qualifikationen (A-Lizenz, EHF Mastercoach). Seine Zeit beim TV Muri hat nicht nur positives Echo ausgelöst, da in jener Zeit auch (zu) viele auswärtige Spieler des TV Endingen für die Murianer aufliefen. Nun trifft er auf sein Ex-Team.
Eine Finalissima in der Bachmattenhalle in Muri. Was erwarten Sie?
Zoltan Cordas: Das gibt eine tolle Stimmung und eine volle Halle. Ich habe dort als Trainer des TV Muri NLB-Aufstiegsspiele erlebt und auch die stimmungsvollen Derbys gegen Wohlen. Ich weiss also, dass es laut wird (lacht). Nun wird das Publikum aber gegen mich und mein Team sein, aber wir können damit umgehen.
Wer ist der Favorit in diesem Duell?
Schwierig zu sagen. Ehrendingen hat eine grosse Entwicklung hingelegt in den letzten zwei Jahren. Die Spieler haben sich super entwickelt. Diesen Spitzenplatz und dieses entscheidende Spiel in Muri haben sie sich verdient. Allerdings ist auch der TV Muri sehr stark. Wenn niemand verletzt ist, dann sind sie ein Topteam der 1. Liga. Die Spieler sind zwar teilweise noch sehr jung, doch sie kennen sich schon lange. Es wird ein spannendes Spiel. Und es ist mein Job, alles dafür zu tun, damit wir gewinnen.
Von 2008 bis 2014 waren Sie beim TV Muri als Trainer. Wie sind Ihre Erinnerungen an damals?
Ich blicke positiv auf jene Zeit zurück. Ein toller Verein, eine schöne Zeit. Weil ich damals nebst dem TV Muri mit dem TV Endingen gleich zwei Teams betreute, war es auch sehr intensiv. Im Nachhinein betrachtet war es zu viel.
Sie spielten einst für die jugoslawische und auch für die österreichische Nationalmannschaft. Sie waren jahrelang Profi-Handballer, danach sind Sie ins Trainergeschäft eingestiegen. Haben Sie nach all den Jahrzehnten nicht genug vom Handball?
Ich bin jetzt 64 Jahre alt. Ich liebe den Handball für immer. Aber der Druck, den ich mir meist selbst auferlege, wird langsam zu heftig. Es wird Zeit, auf die Gesundheit zu schauen. Ich werde den Handball in Zukunft drastisch reduzieren. Doch zuerst spielen wir diese Finalissima in Muri. Für den Verlierer ist die Saison vorbei. Der Gewinner darf in die Aufstiegsspiele. Beste Voraussetzungen für ein Handballfest. --spr