Mountainbiker Urs Huber gewinnt den Spezialpreis
Ein ganz Grosser des Freiämter Sports hat im Jahr 2025 seine Karriere beendet. Der Joner Marathon-Mountainbiker Urs Huber konnte sich nicht wie geplant verabschieden. Seine Laufbahn endete abrupt durch einen Unfall. ...
Mountainbiker Urs Huber gewinnt den Spezialpreis
Ein ganz Grosser des Freiämter Sports hat im Jahr 2025 seine Karriere beendet. Der Joner Marathon-Mountainbiker Urs Huber konnte sich nicht wie geplant verabschieden. Seine Laufbahn endete abrupt durch einen Unfall. Für seine beeindruckenden Leistungen über fast zwei Jahrzehnte erhält er den Spezialpreis.
Die Wahl zum Freiämter Sportler des Jahres ist dem Radsportler Urs Huber nicht fremd. Zwischen 2003 und 2018 war der Joner, der mit seiner Freundin in Mettmenstetten lebt, insgesamt zwölfmal nominiert. Bei der Hälfte seiner Teilnahmen landete er am Ende auch auf dem Podest. Drei 3. Plätze, zweimal der Silberrang und der Sieg bei der Wahl 2008 lautet die sehr erfolgreiche Bilanz des heute 40-Jährigen.
Dass er bei dieser Wahl so lange ein Dauerteilnehmer war, hängt mit seinen sportlichen Leistungen während dieser Zeit zusammen. 19 Jahre lang war Urs Huber Mountainbike-Profi in der Marathon-Disziplin und gewann über 100 Rennen. Am Walliser Grand Raid, dem ältesten Marathon-Mountainbikerennen der Welt, wo er mit sechs Erfolgen Rekordsieger ist, nennt man ihn den «König des Wallis». Eine Zeitung aus Frankreich gab ihm einst den Übernamen «la machine suisse», die Schweizer Maschine. Schon früh stand fest, dass die Saison 2025 seine letzte sein würde. Huber, ein gelernter Landwirt, übernahm vor drei Jahren den elterlichen Bauernhof in Jonen. Nach dem Karriereende trägt er dort weiterhin die Verantwortung und will früher oder später auch wieder nach Jonen zurückziehen. «Das wird meine Zukunft sein», sagt er.
«Ich wusste, dass es vorbei ist»
Zum Abschluss seiner Karriere wollte Huber noch einmal an der Weltmeisterschaft beim Grand Raid im Wallis teilnehmen. Doch während einer Trainingsfahrt im Kanton Zug, auf einer Strecke, die er gut kannte, streifte sein Pedal den Boden. Er verlor die Kontrolle und prallte gegen einen Baum. Die Folge waren eine Rippenprellung, eine Bänderzerrung und Schmerzen. «Das ist mein Karriereende. Ich wusste in jenem Moment, dass es vorbei ist.»
Trotz des abrupten Endes blickt Huber auf eine erfolgreiche Karriere mit vielen Siegen, Rekorden und sehr vielen wunderbaren Erinnerungen zurück. Er freut sich darauf, mehr Zeit mit seiner Freundin zu verbringen und ein entspannteres Leben zu führen. Der Joner prägte den Freiämter Sport und sicherte sich mit Engagement, Leidenschaft und harter Arbeit über fast zwei Jahrzehnte einen Platz im Sportolymp der Region. Dafür wird er mit dem Spezialpreis ausgezeichnet. --jl