Frauen, EM-Qualifikation: Die Schweiz trifft doppelt auf Holland – Heimspiel am Donnerstag (19.15 Uhr, Live SRF)
Daphne Gautschi (Muri), Nora Snedkerud (Widen) und Seraina Kuratli (Wohlen) fordern mit dem Nationalteam einen starken Gegner heraus. «Wir haben ...
Frauen, EM-Qualifikation: Die Schweiz trifft doppelt auf Holland – Heimspiel am Donnerstag (19.15 Uhr, Live SRF)
Daphne Gautschi (Muri), Nora Snedkerud (Widen) und Seraina Kuratli (Wohlen) fordern mit dem Nationalteam einen starken Gegner heraus. «Wir haben nichts zu verlieren», sagt Gautschi, die mit ihren 25 Jahren schon Zweitälteste im aktuellen Kader ist.
Stefan Sprenger
Das werden zwei harte Spiele. Die Schweizer Frauen-Nati trifft am Donnerstag (19.15 Uhr) in der Pilatus Arena in Kriens und am Sonntag (8. März) auswärts auf die Topnation Holland. «Ich erwarte vom Team, dass wir neue Sachen ausprobieren und locker spielen, denn wir haben nichts zu verlieren», sagt die Murianerin Daphne Gautschi. Die Holländerinnen – WM-Vierte und internationales Spitzenteam – sind klar die Favoritinnen. Auch weil die Schweiz mit verjüngtem Kader antritt. Es fehlen beispielsweise die verletzten Alessia Riner, Emma Bächtiger, Tabea Schmid und Laurentia Wolff. Auch die zurückgetretene Spielmacherin Kerstin Kündig hinterlässt eine Lücke. Junge Akteurinnen rücken nach. «Es ist wichtig, dass die jungen Spielerinnen neue Erfahrungen sammeln und dazulernen. Ich will aber dennoch, dass wir kämpfen und alles geben auf dem Feld», sagt Leistungsträgerin Gautschi, die mit ihren 25 Jahren bereits die zweitälteste Spielerin im aktuellen Kader ist.
Kuratli im Hoch
Die Schweizerinnen können relativ unbeschwert ins Spiel gegen Holland. Im Oktober startete das Team von Nationaltrainer Knut Ove Joa mit den beiden überzeugenden Siegen gegen Bosnien-Herzegowina und Italien in die EM-Qualifikation. Die ersten beiden Teams der Vierergruppe qualifizieren sich für die EM. Die Europameisterschaft findet im Dezember 2026 in fünf Ländern statt (Polen, Rumänien, Tschechien, Slowakei und der Türkei). Selbst bei zwei Niederlagen gegen Holland hat man nach wie vor alles in eigenen Händen. «Holland ist sehr stark und hat viel Erfahrung. Es werden zwei herausfordernde Spiele», sagt Gautschi, die im linken Rückraum für Tore sorgen will.
Nebst der Murianerin Gautschi sind zwei weitere Freiämterinnen dabei. Die 18-jährige Torhüterin Seraina Kuratli aus Wohlen erlebt gerade einen Höhenflug.
Snedkerud: Mühsam im Verein, Vorfreude auf Nati
Letzte Woche holte sie mit GC Amicitia Zürich den Cupsieg und wurde dabei zur besten Spielerin ausgezeichnet.
Auch am letzten Wochenende überzeugte sie im Spitzenspiel gegen Brühl mit einer Abwehrquote von 44 Prozent.
Die 21-jährige Kreisläuferin Nora Snedkerud aus Widen erlebt bei ihrem Klub in Strasbourg eher mühsame Zeiten. «Wir hatten im Januar einen Trainerwechsel und sind seit da nicht viel erfolgreicher geworden und auf dem 12. Rang klassiert. Die Stimmung ist angespannt», sagt Snedkerud. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Tabea Schmid erhält sie im Nationalteam nun eine viel gewichtigere Rolle. «Wir haben neue Spielerinnen, ein jüngeres Kader. Wir sind die klaren Aussenseiter gegen Holland. Aber wir wollen mithalten und sie mit unserem Spielstil so lange wie möglich nerven», erklärt Snedkerud, die sich sehr auf die Zeit im Nationalteam freut. «Denn ich darf wieder mit meinen besten Kolleginnen zusammenspielen», sagt die Freiämterin.