Das Spektakel geht in die 10. Runde
02.04.2026 MutschellenDer GP Mutschellen feiert am 3. Mai Jubiläum und zeigt Mobilität von gestern bis heute
Zum 10. Mal wird der Grand Prix Mutschellen am ersten Sonntag im Mai Tausende Besucher anziehen. Diese dürfen einen einzigartigen Anlass, der sich über die Jahre zum ...
Der GP Mutschellen feiert am 3. Mai Jubiläum und zeigt Mobilität von gestern bis heute
Zum 10. Mal wird der Grand Prix Mutschellen am ersten Sonntag im Mai Tausende Besucher anziehen. Diese dürfen einen einzigartigen Anlass, der sich über die Jahre zum Publikumsmagneten entwickelt hat, erwarten. Zu sehen und zu hören gibt es ein vielfältiges Fahrerfeld und viele weitere neue Attraktionen.
Sabrina Salm
«Ein Spektakel sondergleichen», titelte diese Zeitung im April 2004 euphorisch. Gegen 9000 Zuschauer lockte der allererste Grand Prix Mutschellen einst an. Er wurde im Rahmen der Gewerbeausstellung «Mega04» ausgetragen. «Wir gingen damals schon ein Risiko ein», erzählt Gründungsmitglied Lieni Füglistaller, der auch heute noch voller Elan im OK dabei ist. «Wir wussten ja nicht, ob ein solcher Anlass bei der Bevölkerung ankommt.» Der erste GP verursachte prompt einen Verkehrskollaps, da viele der Fahrerinnen und Fahrer nach dem Showrennen zur KSM auf das Ausstellungsgelände kamen. Proteste gab es deswegen nicht, vielmehr war zu hören, dass dieser erste GP nicht der letzte gewesen sein dürfe.
Die Highlights der Jubiläumsausgabe
Die Premiere sorgte für Aufsehen. Dass daraus ein Event dieser Grössenordnung, mit bis zu 15 000 Besuchern, und mit nationaler Strahlkraft wachsen würde, hätte damals niemand gewagt zu träumen. «Dass wir einen solchen Anlass nun zum 10. Mal durchführen können, ist allein schon ein Highlight.» Der diesjährige GP glänzt mit Attraktionen, die Sammlerherzen höherschlagen lassen. Erstmals ist der «De Tomaso Club Schweiz» zu Gast und bringt italienische Sportwagen mit, die einst als luxuriöse Herausforderer für Ferrari und Maserati galten. Einen weiteren Kontrast dazu bilden die über 100 charmanten Microcars, die aus ganz Europa anreisen und auf dem Dorfplatz für Aufsehen sorgen werden. Auch sie werden sich auf der Rennstrecken präsentieren, genauso wie die Regionalgruppe. Rund 40 regionale Oldtimer-Schätze, teils über 100 Jahre alt, warten auf ihren Einsatz.
100 Jahre Automobilgeschichte
Besonders stolz ist das OK auf die langjährigen Partnerschaften. «Sponsoren zu finden, ist immer das grösste Thema, auch bei einem etablierten Event wie unserem», weiss Füglistaller. Umso bedeutender für sie ist die Präsenz des Porsche Zentrums Zürich, das nicht nur eine Flotte von 20 exklusiven Fahrzeugen auf die Strecke schickt, sondern vor dem Gemeindehaus ihr «Porsche Mobile Event Unit» aufstellt. Hier kann das Publikum per Simulator hautnah erleben, was es bedeutet, am Steuer eines Rennwagens zu sitzen.
Die 1,6 Kilometer lange Speed-Strecke auf den Friedlisberg wird zur Bühne für 100 Jahre Automobilgeschichte. «Die Einzigartigkeit ist, dass wir ein rollendes Museum zeigen. Man sieht, wie sich die Technologie entwickelt hat – das ist auch für Kinder faszinierend», erklärt Füglistaller. Dabei wird auch die Brücke zur Moderne geschlagen: Erstmals erhält auch die Elektromobilität eine grosse Bühne. Der GP schlägt damit bewusst die Brücke von der industriellen Revolution bis in die Gegenwart. «Es lohnt sich, diese Entwicklung auf ehrliche Art zu bewahren», so Füglistaller.
Ein Anlass für alle
Hinter den Kulissen sorgt ein eingespieltes Team für den reibungslosen Ablauf. Von den elf OK-Mitgliedern, Stefan Baur (Präsident), Michael Kümmerli, Lieni Füglistaller, Pascal Baur, Roger Müller, Thomas Kohler, Stephan Müller, Bruno Hürlimann, Bernhard Taeschler, Renate Vonesch und Adriano Frassetto, ist mehr als die Hälfte seit der ersten Stunde dabei. «Alle sind zwar 20 Jahre älter, aber noch voll im Saft. Da steckt unglaublich viel Erfahrung drin», schmunzelt Füglistaller.
Am Rennwochenende selbst sind über 150 freiwillige Helfer, Funktionäre des ACS und Sanitätskräfte im Einsatz. Dieser Elan der Freiwilligen ist es, der den GP Mutschellen so besonders macht. Auch der Rhythmus hat sich gefunden. Nach den Anfängen alle zwei Jahre findet der Event nun fest im Dreijahres-Takt statt.
Um den Zuschauerkomfort zu erhöhen, wurden zusätzliche Kassen aufgestellt und das 50 Meter lange VIP-Zelt teilweise für die Öffentlichkeit geöffnet. Ein Selbstbedienungsrestaurant sorgt dafür, dass Familien sich wohlfühlen. Sechs Beizli auf dem Gelände, die meisten von Vereinen geführt, sorgen ausserdem für kulinarische Vielfalt. Da die Fahrten live auf Grossleinwände übertragen und überall mit Lautsprechern kommentiert werden, verpasst man auch beim Warten auf die Verpflegung keine Sekunde Rennaction.
Die Vorfreude beim OK ist gross und die Vorbereitungen erhalten den letzten Schliff, bis die Motoren am 3. Mai Richtung Friedlisberg wieder aufheulen. Und somit verspricht auch die 10. Ausgabe des GP Mutschellen, die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, die 2004 mit einem «Spektakel sondergleichen» begann.
Programm und weitere Infos
Einzigartig bleibt auch die Anreise zum Grand Prix Mutschellen, wie Lieni Füglistaller sagt: «Es ist der einzige GP weltweit, der einen eigenen Bahnhof hat. Man fährt direkt hinein ins Vergnügen.» Es wird empfohlen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Das Gelände ist zwischen 8 und 17.30 Uhr geöffnet. Um 8.20 Uhr startet der 1. Lauf alle Rennfelder, um 10.10 Uhr der 1. Lauf Regionalgruppe. Um 10.30 Uhr findet der ökumenische Gottesdienst statt. Um 11 Uhr startet der 2. Lauf alle Rennfelder. Der 3. Lauf sowie der 2. Lauf der Regionalgruppe beginnen um 13.10 Uhr. Der 4. und letzte Lauf alle Rennfelder ist dann um 15.30 Uhr.
Der Eintritt ist pro Person 20 Franken. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sind gratis. Man kann mit Twint oder bar bezahlen.
Buchen kann man auch für seinen VIP-Kundenanlass im VIP-Zelt oder in der Pit-Stop-Bar.
Mehr Informationen unter www.gpmutschellen.ch

