Chancenwucher kostet den Sieg
31.03.2026 Sport, Fussball2. Liga: FC Erlinsbach – FC Muri 1:1 (0:0)
Trotz mehr Spielanteilen und einem deutlichen Chancenplus kommt der FC Muri nicht über ein Remis hinaus. Sie vergeben den Auswärtssieg schon fast fahrlässig. Die Gastgeber zeigen, wie Effizienz geht, und ...
2. Liga: FC Erlinsbach – FC Muri 1:1 (0:0)
Trotz mehr Spielanteilen und einem deutlichen Chancenplus kommt der FC Muri nicht über ein Remis hinaus. Sie vergeben den Auswärtssieg schon fast fahrlässig. Die Gastgeber zeigen, wie Effizienz geht, und erzielen mit ihrem einzigen guten Angriff den glücklichen Ausgleich.
Patrick Fischer
Es ist bitterkalt an diesem Freitagabend in Erlinsbach. Und das Gezeigte kann die gut eingepackten 140 Zuschauer meist auch nicht wirklich erwärmen. Zwar zeigen die Freiämter von Beginn weg einen sehr gepflegten Spielaufbau. Sie lassen die Kugel gekonnt durch die Reihen zirkulieren und zwingen den Gegner zu viel Laufarbeit. Aber die Erlinsbacher stehen gut und lassen im letzten Drittel nur wenig zu. Und so entwickelt sich eine nicht gerade berauschende Partie, die sich über weite Strecken zwischen den beiden Strafräumen abspielt.
Muri drückt, Erlinsbach hält dagegen
Muri führt die technisch feinere Klinge und erspielt sich schnell ein deutliches Übergewicht in Sachen Ballbesitz. Nach einer Viertelstunde wird Burim Hasanramaj herrlich freigespielt, doch Muris neuer Mittelfeldspieler scheitert allein vor dem Tor. Zwei Minuten später vergibt Fidan Tafa ebenfalls in aussichtsreicher Position und zielt übers Tor. Diese Minuten sind sinnbildlich für das ganze Spiel. Muri hat eigentlich alles im Griff, schafft es aber nicht, aus der Überlegenheit Kapital zu schlagen. «Ja, das ist schon ärgerlich», sagt denn auch Trainer Alain Schultz zur fehlenden Ausbeute trotz spielerischer Überlegenheit. Das torlose Remis zur Pause war für die Gastgeber jedenfalls schmeichelhaft, denn eigentlich hätte Muri zu diesem Zeitpunkt schon mit zwei oder drei Toren Vorsprung führen müssen.
Gleiches Bild nach dem Pausentee: Muri bemüht, mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen, und Erlinsbach hält defensiv mit viel Laufbereitschaft und einer vorbildlichen Einstellung dagegen.
Uka bringt Muri endlich in Front
Nach einer knappen Stunde ist es dann so weit: Gentrim Uka bringt die Klosterdörfler in Front. Nach einer schönen Ballstafette wird der rechte Flügel im Strafraum von Miguel Ferreira herrlich freigespielt. Mit einem satten Flachschuss aus zehn Metern bezwingt Uka Erlinsbachs Schlussmann zur verdienten 1:0-Führung. Doch die Freude ist nur von kurzer Dauer, denn nur wenige Minuten später entwischt Stürmer Aid Murati der ansonsten gut stehenden Murianer Defensive auf dem rechten Flügel. Seine scharfe Hereingabe findet im Fünfmeterraum Sturmpartner Adis Mesic, der das Leder humorlos über die Linie drückt und das Spiel in der 66. Minute wieder ausgleicht.
In der Folge versucht die Schultz-Elf alles, doch noch als Sieger vom Platz zu gehen, agiert im Abschluss aber zu ungenau und oftmals überhastet. Deshalb bleibt es auch nach 90 Minuten beim 1:1-Unentschieden, das für Muri klar zu wenig ist. «Unsere Leistung war eigentlich wirklich gut und wir hatten die Partie im Griff. Dass wir aber mit so vielen guten Chancen nur ein Tor machen, ist natürlich nicht optimal», sagt Trainer Schultz und ergänzt: «Aber am meisten ärgert mich das Gegentor: Einmal nicht gut aufgepasst, und schon kommt der Gegner zum Ausgleich. Das sollte uns so nicht passieren.» Ähnlich sieht es auch Torschütze Gentrim Uka: «Eigentlich ist das Remis zu wenig, wir haben einfach die Effizienz vermissen lassen und zu viele gute Chancen vergeben», ist seine Einschätzung nach dem Schlusspfiff. «Aber so ist der Fussball, wir müssen den Punkt mitnehmen und es das nächste Mal wieder besser machen.»
Das nächste Mal bereits am Mittwochabend im Cup-Halbfinal auswärts gegen den FC Mutschellen (20 Uhr, Burkertsmatt in Widen). In der Meisterschaft spielt der FC Muri die nächste Partie am Sonntag, 12. April (14.30 Uhr) zu Hause auf der Brühl gegen Spreitenbach.

