1. Liga: SG Kriens-Emmen – TV Muri (Samstag, 17 Uhr, Stans Eichli)
Für den TV Muri steht morgen Samstag ein in vielerlei Hinsicht ungewöhnliches Spiel auf dem Programm. Die Partie ist für beide Teams ein Auswärtsspiel und die SG Kriens-Emmen ...
1. Liga: SG Kriens-Emmen – TV Muri (Samstag, 17 Uhr, Stans Eichli)
Für den TV Muri steht morgen Samstag ein in vielerlei Hinsicht ungewöhnliches Spiel auf dem Programm. Die Partie ist für beide Teams ein Auswärtsspiel und die SG Kriens-Emmen für die Freiämter ein bisher unbekannter und schwer einzuschätzender Gegner.
So wie im Freiamt bestimmt die Fasnacht auch in der Region Luzern das Wochenende. Aus diesem Grund steht Kriens-Emmen, dem nächsten Gegner des TV Muri, keine Halle zur Verfügung. Das Spiel wurde deshalb nach Stans verlegt. Sportlich betreten die Murianer Neuland. Kriens-Emmen ist das einzige Team der Liga, gegen das die Klosterdörfler in dieser Saison noch nicht gespielt haben. Hinsichtlich des Gegners spricht Trainer Björn Navarin von einer ähnlichen Situation wie am vergangenen Wochenende: «Wie gegen Suhr Aarau wissen wir nicht, mit wem die Gegner auflaufen werden.» Das Fanionteam der Luzerner spielt in der Nationalliga A. Dass solche Gegner gegen Muri mit Spielern aus höheren Ligen antreten, wertet Navarin positiv: «Suhr Aarau ist gegen uns mit einem verstärkten Kader angetreten und hat Vollgas gegeben. Die Teams scheinen uns sehr ernst zu nehmen», sagt er lächelnd. «Das ist ein Kompliment für uns.»
Fokus auf eigene Leistung und verbesserte Wurfquote
Kriens-Emmen tritt also mit einem jungen, gut ausgebildeten Kader an. Für Muri bedeutet das, sich auf ein schnelles und dynamisches Spiel einzustellen. Rückraumspieler Noel Angehrn betont, dass der Fokus auf dem eigenen Auftritt liegt. «Wir müssen Kriens so nehmen, wie sie kommen. Es gibt keine spezielle Vorbereitung. Der Fokus liegt auf unserem Spiel. Wir wollen einen Schritt weiterkommen und konzentrieren uns auf unsere Abwehr und unser Wurfverhalten.» Zuletzt spielte Muri gegen Horgen/Wädenswil und Suhr Aarau II zweimal nur unentschieden. Angehrn: «Wir haben die Spiele analysiert und konnten wichtige Lehren daraus ziehen. Es ist schwer, solche Partien an einzelnen Szenen festzumachen. Aber ich glaube, mit etwas mehr Cleverness und besseren Würfen hätten wir sie gewinnen können.» Torhüter Ivo Rütimann bekräftigt diese Aussagen: «Wir müssen die hundertprozentigen Chancen wieder besser nutzen. Solche liessen wir zuletzt in den entscheidenden Momenten zu häufig liegen. Auch defensiv haben wir Luft nach oben. Dort werden wir aber von Spiel zu Spiel stabiler.»
Damit es mit der besseren Chancenverwertung und zwei Punkten klappt, ist aus Sicht der beiden eine gute Leistung im mentalen Bereich nötig. Angehrn: «Der Schlüssel für einen Sieg am Samstag liegt im Kopf. Wir müssen unsere Aktionen ohne Hemmungen durchziehen. Dann kommt unser Spielsystem ins Rollen. So können wir jeden Gegner schlagen.» Rütimann ergänzt: «Auf keinen Fall dürfen wir Kriens auf die leichte Schulter nehmen.»
In der Tabelle liegt Muri aktuell auf Rang 3 mit zwei Punkten Rückstand auf das zweitplatzierte Ehrendingen. Vier Punkte hinter Muri lauern drei Teams – unter anderem Kriens-Emmen – auf einen Punktverlust der Klosterdörfler. Das Spiel in Stans dürfte also richtungsweisend sein. --tvm