Oberlunkhofen: Openeye-Festival mit viel Publikum
Ein breites Bühnenprogramm, ein kurzweiliger Kindernachmittag und eine allseits geschätzte Festwirtschaft lockten viele Besucher an. Kostenlos gab es die unvergleichliche und einzigartige Openeye-Festival-Stimmung.
Ruth ...
Oberlunkhofen: Openeye-Festival mit viel Publikum
Ein breites Bühnenprogramm, ein kurzweiliger Kindernachmittag und eine allseits geschätzte Festwirtschaft lockten viele Besucher an. Kostenlos gab es die unvergleichliche und einzigartige Openeye-Festival-Stimmung.
Ruth Meier
OK-Mitglied Miriam Dušej stahlt mit der Sonne um die Wette: «Der Freitagabend war mega gut besucht. Ich vermute, dass viele Leute nur wegen der Band ‹Moonraisers› gekommen sind. Die boten ein tolles Konzert.» Auch das Samstagprogramm bot Konzerte, aber auch Theater, Poetry Slam und ein Kinderprogramm. «Intensive Diskussionen, bis die vielen kreativen Ideen die nötige Mehrheit finden.» So beschreibt Dušej die Arbeit im OK. Dass sich die aufwendige Arbeit gelohnt hat, zeigte sich deutlich am Samstag am Openeye-Festival.
Familiäre Atmosphäre
Das Kinderprogramm entpuppte sich als fantasievolles und kreatives Miteinander. «Mach mit, wenn du magst», war oft zu hören. So entstand aus einem Klumpen Ton ein Vulkan mit Wunderkerzen oder ein grosses leeres Blatt wurde innert Kürze bunt bemalt. Wer Lust hatte, konnte sich schminken lassen.
Silvia Muff wohnt in Oberlunkhofen in unmittelbarer Nähe des Festivalgeländes: «Ich schätze das Angebot von Openeye sehr, insbesondere für meine Enkelin.» Dass es während der Konzerte jeweils laut wird, nimmt die Nachbarin in Kauf: «Positiv überwiegt die friedliche und familiäre Atmosphäre.»
Viele Festivalbesucher, darunter etliche Familien, nutzten das Angebot des Zeltdorfs. Für das leibliche Wohl sorgte die Küche durchgehend ab 9 Uhr. Bereits am frühen Samstagabend strömte viel Publikum auf das Gelände beim Bauernhof von Marlis und Hans Hagenbuch. «Heute herrscht echte Festivalstimmung und die Leute können sich vom Programm überraschen lassen», sagt Miriam Dušej. So heizte die Schweizer Punkband «Frontal» tüchtig ein. Viele junge und ältere Punkliebhaber dankten mit Mittanzen und kräftigem Applaus.
Gutes Theater, kaum Poeten
Viel Beachtung fand das Improvisationstheater «!imps» mit seinem Auftritt. Eine Schauspielerin und zwei Schauspieler unterhielten mit szenischen Auftritten, die vom präzisen Spiel und einer unbändigen Spielfreude geprägt waren. Wenig später gaben auf derselben Bühne «Les Singes» ein Konzert. Das «Gypsy Jazz Trio» fand bei Jung und Alt viel Beachtung.
Erstmals fand im Öpfelchäller ein Poetry-Slam-Anlass statt. Das Publikum zeigte grosses Interesse, doch nur gerade eine Frau und zwei Männer wagten einen Auftritt. Das 24. Openeye-Festival-Programm war vielfältig, der Anlass auf dem Bauernhofareal gut besucht. Das OK hat bereits angekündigt, dass im Juni 2019 das 25. und damit letzte Festival über die Bühne gehen wird. «Vielleicht brauchen wir eine kreative Pause», sagt Michael Marti. Er ist seit fünf Jahren im OK. Nicht zu unterschätzen sei der zeitliche Aufwand. Trotzdem zieht er eine positive Bilanz: «Jeder macht, was er gerne macht.»