Viel Folklore beim Jodelclub Echo vom Lindenberg in Boswil
Jutze, singen, tanzen und lachen. Mit viel Abwechslung, aber erstmals ohne Theater, gastierte der Jodelclub Echo vom Lindenberg erstmals in Boswil. An beiden Abenden war die Halle fast ...
Viel Folklore beim Jodelclub Echo vom Lindenberg in Boswil
Jutze, singen, tanzen und lachen. Mit viel Abwechslung, aber erstmals ohne Theater, gastierte der Jodelclub Echo vom Lindenberg erstmals in Boswil. An beiden Abenden war die Halle fast gefüllt.
Annemarie Keusch
Folkloristischer ginge es fast nicht. Als Bühnenbild dienen Tannenbäume, mit Strohsternen behängt. Holzsterne komplettieren den vorweihnachtlichen Eindruck. Die Sprüche des Nidwaldners Ferdi Zumbühl sind träf und leiten von einem Lied zum andern oder zu einem Tänzchen der Kindertanzgruppe über. Trachten und «Sennenchutteli», so weit das Auge reicht – und das nicht nur auf der Bühne. Auch im Publikum haben einige das Edelweiss-Hemd montiert.
Singen und jutzen – die Jodlerinnen und Jodler demonstrierten pure musikalische Lebensfreude. Ob im gesamten Chor, im Terzett oder Kerstin Burkard als Solistin – die gesungenen Töne sassen. Und der eine oder andere falsche Ton aus dem Akkordeon entlockte den Jodelnden nicht mehr als ein Schmunzeln.
Neues Logo für den Verein
Erstmals in Boswil und erstmals ohne Theater schaffte es der Jodelclub Echo vom Lindenberg, ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. Mit Unterstützung des Chörli Beinwil gelang der Spagat zwischen Tradition und modern interpretiertem Jodel. Die A-cappella-Versionen von «Swiss Lady» oder «Füür und Flamme» des Chörli wussten genauso zu gefallen wie die traditionellen Jodellieder «Schwandhütte-Jutz» oder «Weisch nu». Abwechslung brachten am Freitag zudem die Kindertanzgruppe Boswil und am Samstag das Kinderjodelchörli «Knabuuzer Juuzer» aus Schachen. Während zweieinhalb Stunden demonstrierten die Mitwirkenden Schweizer Volkskultur vom Feinsten. Zudem enthüllte der Verein sein neues Logo – ein Edelweiss. Das Highlight kam, wie es sich gehört, ganz am Schluss. Aus vollen Kehlen und mit Inbrunst besangen die Jodlerinnen und Jodler ihre Heimat. Nicht die Schweiz, deren Schönheit in ganz vielen Jodelliedern gepriesen wird, sondern das Freiamt. «Mys Freiamt» bescherte dem Publikum nicht nur den Übergang vom Konzert zum Tanzabend, sondern auch Hühnerhaut. Und es rief wieder in Erinnerung: «Wie schön eschs, sone Heimat zha.»