Staunen ob der Vielfalt
26.03.2019 MutschellenSchule gab einen Einblick in die Formen des Unterrichtens
Mit Lehrerinnen und Lehrern sowie mit anderen Eltern in Kontakt kommen: Das ist ein Ziel des Tags der Schule in Berikon. Besichtigt werden konnte auch das neue Schulhaus, in dem nach den Sommerferien ...
Schule gab einen Einblick in die Formen des Unterrichtens
Mit Lehrerinnen und Lehrern sowie mit anderen Eltern in Kontakt kommen: Das ist ein Ziel des Tags der Schule in Berikon. Besichtigt werden konnte auch das neue Schulhaus, in dem nach den Sommerferien unterrichtet wird.
Erika Obrist
Schule? Das kennt jeder und jede. Schliesslich haben alle vor kürzerer oder längerer Zeit ebenfalls die Schulbank gedrückt. Aber in der Schule ist es wie in anderen Unternehmen: Der Wandel ist die einzige Konstante. Und der Wandel vollzieht sich unglaublich rasch. Von allen Beteiligten verlangt er hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.
Um den Eltern zu zeigen, wie heute unterrichtet wird, bot die Primarschule Berikon am letzten Samstag einen Tag der Schule an. In den Schulzimmern der drei Schulhäuser wurden die unterschiedlichen Lehrund Lernformen präsentiert. Es wurde gezeigt, welche Themen im Unterricht wie umgesetzt werden, und es wurde über das Angebot der Schule informiert. «Wir möchten den Eltern die grosse Vielfalt der Schule zeigen», sagte Schulleiter Ewald Keller. «Zeigen, was die Schule macht.»
Kommen und Gehen nach Gutdünken
Die Schule macht noch dasselbe wie vor Jahrzehnten. Die Freude am Lernen in den Kindern wecken. Wissen und – neu – Kompetenzen vermitteln. Gewaltig geändert haben sich die Unterrichtsformen und die Hilfsmittel. Wochen- und Lernplan, Werkstatt, Atelier, Lernspiele, Lapbook, Computer, Heilpädagogik und Jahres-Check. Um nur ein paar wenige Felder anzutippen.
«Uns ist wichtig, dass die Eltern wissen, was wir an der Schule tun und wie wir unterrichten», so Ewald Keller. Das an einem Besuchstag zu vermitteln, sei nicht möglich. An einem Tag der Schule, an dem alle Zimmer offen stehen und an dem man nach eigenem Gutdünken kommen und gehen könne, hingegen schon. Zudem waren in allen Zimmern Lehrerinnen und Lehrer vor Ort, die Fragen beantworteten und gern Auskunft gaben.
24 Stationen vorbereitet
Die Lehrerinnen und Lehrer haben für diesen Tag nichts speziell vorbereitet, sondern ein Thema präsentiert, das in den letzten Wochen und Monaten mit der Klasse behandelt wurde. Oder sie haben eine Unterrichtsmethode erklärt. «Es war den Lehrerinnen und Lehrern freigestellt, ob sie ihre Klasse oder einen Teil davon einbeziehen wollen in ihre Präsentation», so Keller.
Was den Eltern an den 24 Stationen gezeigt wurde, hat einige zum Staunen gebracht. Kaum etwas ist noch so wie zu ihrer eigenen Schulzeit. Es wird zwar immer noch geschrieben, gemalt, gestaltet, gesungen und gerechnet. Dass aber bereits Achtjährige ans Schaffen mit dem Wochenplan herangeführt werden, verblüffte schon. Die Kleinen können beispielsweise selber entscheiden, welche Hausaufgaben sie zu welchem Zeitpunkt erledigen. Am Ende der Wochen müssen einfach alle gelöst sein. Verantwortung fürs eigene Lernen übernehmen nennt sich das. Und: Die Zweitklässler können das schon ganz gut. «Unser Ziel ist, jedes Kind in seinen Stärken zu fördern», zeigt Ewald Keller auf. Gleichzeitig sei es wichtig, Klassenerlebnisse zu schaffen und so den Gemeinsinn zu stärken. «Beide Aufträge hat die Schule zu erfüllen.»
Grosses Engagement ist spürbar
Beim Rundgang durch die Klassenzimmer war zu spüren, mit wie viel Engagement die Lehrerinnen und Lehrer hier unterrichten. Es scheint einen Schul-«Spirit» zu geben an der Primarschule. Ein gemeinsames Verständnis darüber, wie die Schule ausgestaltet sein muss.
Wichtig war der Schule auch, dass die Eltern untereinander in Kontakt kommen. Das konnten sie am besten in der Kaffeestube in der Turnhalle Linde, die vom Mittagstischteam geführt wurde. Auch dieses Angebot wurde noch so gern genutzt.



